Betriebskosten für die Tram

Bei den Betriebskosten für die verlängerte Tramlinie D haben der Oberbürgermeister von Straßburg, Roland Ries, und der damalige Oberbürgermeister von Kehl, Günther Petry, ein zweistufiges Prinzip vereinbart:

  1. Solange die Tram nur zum Kehler Bahnhof fährt, bezahlt die Stadt Kehl die Betriebskosten ab der letzten Haltestelle auf französischem Boden, also ab der Station "Port du Rhin".
  2. Sobald die Tram bis zum Kehler Rathaus fährt, gilt auch bei den Betriebskosten (wie bei den Baukosten) das Territorialprinzip. Das heißt: Die Stadt Kehl übernimmt die Betriebskosten, die ab Mitte Rhein entstehen.

Dieses zweistufige Prinzip ist ein Kompromiss: In Straßburg betrachten es zahlreiche Mitglieder des Rates der Stadtgemeinschaft (CUS) als Kompromiss, dass die CUS die Hälfte der Baukosten für die Tram-Brücke übernimmt. Sie sehen den größeren Nutzen der Verlängerung der Tramlinie D bei der Stadt Kehl und vertreten daher die Meinung, Kehl sollte den Bau der kompletten Tram-Brücke und der Gleisstrecke ab der letzten französischen Haltestelle finanzieren. Auf das Straßburger Entgegenkommen bei den Baukosten reagiert die Stadt Kehl mit dem Entgegenkommen bei der Aufteilung der Betriebskosten in der ersten Phase.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies:

Bei einem 14-Minuten-Takt entstehen für die Stadt Kehl rund 340 000 Euro an Betriebskosten, solange die Tram bis zum Bahnhof fährt, sobald die Endhaltestelle am Rathaus ist, werden sich die Betriebskosten auf rund 520 000 Euro erhöhen – die erwarteten Einnahmen sind hier bereits abgezogen.

Für die Unterhaltung der neuen Tram-Brücke wird die Stadt im Schnitt jährlich etwa 50 000 Euro aufbringen müssen.

 
 
 

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