Auf welchem Weg die Tram nach Kehl kommt

Seit 2007 führt die Tramline D bis zur heutigen Endhaltestelle Aristide Briand, die 2,2 Kilometer von der deutsch-französischen Staatsgrenze entfernt liegt. Von dort aus soll die Tram auf die Môle de la Citadelle weitergeführt werden, eine 230 000 Quadratmeter große Halbinsel, auf der neben einem Hotel qualitativ hochwertige, schicke Stadtwohnungen entstehen sollen. Auch ein Yachthafen ist hier geplant. Über eine Brücke, die auch für Fußgänger und Radfahrer ausgelegt wird, überquert die Tram das Vauban-Becken und kommt auf dem 176 000 Quadratmeter großen Starlette-Gelände an. Dort sieht die Stadt Straßburg ebenfalls Wohnungsbau vor, im Gleichgewicht mit Gewerbe. Als Motor der Stadtentwicklung könnte sich in diesem Bereich der Neubau des Klinik-Komplexes Rhéna erweisen, der infolge der Fusion dreier Straßburger Kliniken errichtet wird. Baubeginn war 2014.

Auf dem Weg Richtung Rhein bindet die Tramlinie D auch das halbmondförmige Coop-Areal an. Dort sind, quasi als Schutzwall zwischen der Industrie im Straßburger Hafen und der geplanten Wohnbebauung, kulturelle Einrichtungen und Werkstätten für Künstler geplant.

Nach ihrer Fahrt entlang des Randes des Coop-Areals erreicht die Tram das Zentrum des Stadtviertels Port du Rhin, das sich über eine Fläche von 107 000 Quadratmeter erstreckt.

Streckenführung Citadelle bis Bahnhof Kehl

 Über eine zweite Brücke, die auch für Fußgänger und Radfahrer ausgelegt wird, fährt die Tram zum Kehler Ufer. Dort ist die erste Haltestelle auf deutschem Boden am Bahnhof geplant.
Vom Kehler Bahnhof aus soll die Tram bis zum Rathaus weitergeführt werden.

Bis zur Geiger-Kreuzung soll sie auf der Mitte der B 28 bleiben. Dort quert sie die südlichen Fahrspuren der B 28 und biegt direkt in die Großherzog-Friedrich-Straße ein. Die Haltestelle befindet sich zwischen dem Läger-Parkplatz und der Hochschule Kehl. Nach der Haltestelle soll die Tram eingleisig durch die Großherzog-Friedrich-Straße weitergeführt werden, bis zur Endhaltestelle am Rathaus. Auf diese Weise ist in der Großherzog-Friedrich-Straße noch ausreichend Platz für Autos, Parkplätze, Fußgänger- und Radwege vorhanden.

Andere Trassenvarianten sind geprüft worden, aus technischen und finanziellen Gründen allerdings ausgeschieden. Eine Führung der Tram über die Läger-Tangente hätte eine kostenintensive Überbauung des Schutter-Mühl-Kanals vorausgesetzt. Auch das Feuerwehr-Gebäude hätte bei dieser Variante stark umgebaut werden müssen. Eine Führung quer über den Läger, wie sie von einigen Bürgern vorgeschlagen worden war, hätte eine massive Behinderung des Verkehrsflusses auf der Straßburger Straße und der Großherzog-Friedrich-Straße durch zusätzliche Querungen außerhalb der Kreuzungsbereiche bedeutet. Zudem wäre die Läger-Fläche zerschnitten worden, was die städtebaulichen Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten erheblich eingeschränkt hätte. Auch eine Trasse in der Oberländerstraße, ebenfalls von Bürgern ins Spiel gebracht, schied aus: Es wären sehr beengte Platzverhältnisse entstanden, die Lärm, Erschütterungen in der Wohnstraße und ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko zur Folge gehabt hätten.

Planfeststellung Übersicht 1
 
 
 

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