Brücke über den Rhein

In einem Video wurde der Bau der Rheinbrücke für die Verlängerung der Tram zusammengefasst.

Brücke über Rheinzoom

Dienstag, 18. Oktober 2016: Erste Fahrleitungsmasten auf der Trambrücke

Auf der Straßburger sowie auf der Kehler Seite wird jeweils einer der Fahrleitungsmasten errichtet, über welche die Tram später mit Strom versorgt wird. Insgesamt fünf Masten sind auf der deutschen Brückenseite notwendig. Auf der Strecke bis zum Bahnhof sollen drei weitere Mittelmaste sowie 16 Paare mit Seitenmasten aufgestellt werden.

Im Oktober werden die ersten Fahrleitungsmasten auf der Trambrücke aufgestellt.zoom

Dienstag, 26. Juli 2016: Stützwand zum Zollhof-Areal

Am Fuße der Trambrücke haben die Arbeiter mit der Errichtung einer Stützwand begonnen, die künftig die Tramtrasse vom Zollhof-Areal abtrennt. An der Treppe, die vom Widerlager der Brücke herunter ins Zollhof-Areal führt, haben die Arbeiter das Geländer befestigt und LED-Lampen angebracht. Auf der Trambrücke gehen die Arbeiten am Rettungsweg, der künftig auch als Fuß- und Radweg dienen soll, weiter. Die Gleise auf der Brücke sind fast komplett verschweißt und einbetoniert.

 
 
 
 

Montag, 20. Juni 2016: Schweißarbeiten

Die Gleisstücke werden zusammengeschweißt. Dafür wird Aluminiumpulver in einem Gusstiegel auf mehr als 2000 Grad erhitzt. Wenn das Pulver seinen Schmelzpunkt erreicht hat, fließt es in die Spalte zwischen den beiden Schienenteilen. Nach Abkühlung des Metalls, wird der Gusstiegel entfernt und die Schweißstellen werden abgeschliffen.  

 
 
 
 

Donnerstag, 7. April 2016: Verlegen der Gleise

Die Arbeiten für das Verlegen der Gleise auf der Trambrücke haben begonnen. Die ersten Gleise wurden auf Schwellen aus Beton und Stahl angebracht; in einem letzten Arbeitsschritt wurden sie festbetoniert. Auf der südlichen Hälfte der Trambrücke begannen die Arbeiten an einem Weg für Rettungsfahrzeuge, der in Zukunft zugleich als Fuß- und Radweg genutzt werden wird.

Tramgleise Rheinbrücke

Donnerstag, 17. März 2016: Belastbarkeitstest

16 beladene Lastwagen sind auf die Trambrücke gefahren, um sie auf ihre Belastbarkeit zu überprüfen. Bevor mit dem Bau der Gleisanlagen begonnen werden konnte, war es für die Fachleute wichtig zu wissen, welchen Einfluss Gewicht auf die Brücke ausübt.

16 gelbe, beladene Lkw testen die Trambrücke auf ihre Belastbarkeit.zoom

18. Dezember 2015: Brückenschluss

Seit dem 18. Dezember 2015 überspannt die neue Brücke für die Tram, für Fußgänger und Radfahrer den Rhein.zoom

Am 18. Dezember 2015 war es endlich soweit: Der Brückenschluss über den Rhein konnte erfolgen. Bis jedoch die Tram vom Straßburger Stadtviertel Port du Rhin bis zum Kehler Bahnhof rollen kann, wird es noch dauern: Voraussichtlich im April 2017 soll die Verlängerung der Tramlinie D in Betrieb gehen.

Die Bildergalerien zeigen Impression vom Einschwimmen der beiden Brückenteile (obere Bildfolge: erstes Teil, untere Bildfolge, zweites Teil), die zuvor auf dem Kehler Zollhof aufgebaut worden waren.

 
 
 
 
 
 
 
 

Die Oberbürgermeister von Straßburg und Kehl, Roland Ries und Toni Vetrano, haben sich mit ihren ersten Beigeordneten, Alain Fontanel und Harald Krapp, kurz nach dem Brückenschluss am frühen Nachmittag des 18. Dezember 2015 in der Mitte der künftigen Trambrücke getroffen und damit auch die symbolische Bedeutung dieses Augenblicks hervorgehoben.

Dass Kehl und Straßburg innerhalb von elf Jahren bereits zwei Brücken über den Rhein gebaut haben, werteten die beiden Stadtoberhäupter auch als Zeichen dafür, dass die beiden Städte mehr und mehr zusammenwachsen. Dass der Brückenschluss zu einem Zeitpunkt erfolgte, zu dem die Grenzkontrollen an der Europabrücke aufgrund der Attentate in Paris (13. November 2015) wieder aufgenommen worden waren, verstärke dessen Symbolkraft noch.

Die zahlreichen Zuschauer, die das Einschwimmen des zweiten Brückenteils bei frühlingshaften Temperaturen und blauem Himmel verfolgten, versorgt die Stadt kehl mit Tee, Kaffee, Brezeln, Erbsensupee und Brötchen.

Bereits am Nachmittag des 8. Dezembers war das erste Brückenteil in seiner endgültigen Position angekommen. Das Einschwimmen des 1500 Tonnen schweren und 145 Meter langen Brückenteils hatte sich deutlich schwieriger gestaltet als erwartet: Schon zu Beginn des Verladens am 5. Dezember verhedderten sich die zur Sicherung der Pontons notwendigen Stahlseile im Untergrund des Rheins und konnten nur durch Taucher wieder gelöst werden. Erst im Laufe des 6. Dezembers konnte das Brückenteil auf die Pontons verbracht werden.

Beim Transport des Brückenteils von der Kehler auf die Straßburger Rheinseite verfingen sich die Stahlseile erneut, weshalb es am 7. Dezember bis nach 20 Uhr dauerte, bis das Brückenteil so weit in Richtung französisches Ufer transportiert war, dass die deutsche Fahrrinne des Rheins für die Schifffahrt wieder freigegeben werden konnte. Weil die Nacht längst hereingebrochen war und die Bauarbeiter bereits einen überlangen Arbeitstag hinter sich hatten, wurden die Arbeiten um 20.30 Uhr eingestellt.

Am Folgetag ging es dann schnell: Gleich morgens wurde das Brückenteil durch die Gerüsttürme auf den Pontons angehoben und um die Mittagszeit in Richtung Pfeiler und Widerlager geschwommen. Das eigentlich für 16 Uhr anvisierte Einheben gelang bereits früher: Um 14.30 Uhr saß das Brückenteil auf den Auflagen des Pfeilers, gegen 16 Uhr konnte auch die Lücke zwischen dem Widerlager auf der Straßburger Rheinseite und den Auflagen der Brücke geschlossen werden.

An beiden Tagen verfolgten mehrere Hundert Schaulustige bei sonnigem und frühlingshaftem Wetter das Geschehen auf dem Rhein. Selbst in den frühen Morgenstunden und am Abend fanden sich zahlreiche Zuschauer auf der Europabrücke ein.

Am 30. April 2015 und am 27. Juli 2015 waren die beiden Teile der Rheinbrücke auf dem Wasserweg vom belgischen Transportunternehmens Sarens angeliefert und am Kehler Rheinufer abgeladen worden. Zum Abladen musste der Ponton mit seiner schweren Last in den rechten Winkel zum Kehler Rheinufer gebracht werden, was die Vollsperrung des Rheins für jeweils zwei Stunden notwendig machte. Insgesamt hat das Abladen zehn Stunden gedauert.

Montag, 7. Dezember 2015: Das erste Brückenteil überquert den Rhein

 
 
 
 

Donnerstag, 3. Dezember 2015: Vorbereitung des Einschwimmens des ersten Brückenteils

 
 
 
 

Montag, 27. Juli 2015: Abladen des zweiten Brückenteils

Nachdem der Rhein bei der Ankunft des zweiten Brückenteils weniger Wasser führt, gestaltet sich die Durchfahrt unter der Eisenbahnbrücke unproblematisch. Aber Abstand zwischen der Oberkante des Brückenteils und der Unterkante der Eisenbahnbrücke beträgt etwa einen Meter.

Deutlich zügiger als beim Abladen des ersten Brückenteils kann der Ponton am 27. Juli in den rechten Winkel zum Kehler Ufer gebracht werden. Das Abladen von Brückenteil und Bogenteilen verläuft ohne Probleme.

 
 
 
 

Donnerstag, 30. April 2015: Abladen des ersten Brückenteils

Weil der Wasserstand im Rhein höher lag als normal, gestalteten sich die Ankunft und das Abladendes ersten Brückenteils schwieriger als erwartet. Als die Pontons mit ihrer schweren Last unter der Eisenbahnbrücke durchfahren, beträgt der Abstand von der Oberkante des Brückenteils bis zur Unterkante der Eisenbahnbrücke nur 50 Zentimeter.

Das für den 29. April geplante Abladen des Brückenteils muss am frühen Morgen kurzfristig auf den nächsten Tag verschoben werden, weil die Fließgeschwindigkeit des Wassers im Rhein so groß ist, dass das Ponton nicht in den rechten Winkel zum Kehler Rheinufer gebracht werden kann.

Am 30. April kann das Brückenteil dann auf den Kehler Zollhof verbracht werden.

 
 
 
 

Mittwoch, 11. März 2015: Letzte Betonschlicht für den Flusspfeiler

 
 
 
 
 
 
 
 
Einstimmig hat eine paritätisch besetzte deutsch-französische Jury am 20. Dezember 2012 die Bogenbrücke des Konzerns Bouygues ausgewählt, der seinen Entwurf in Kooperation mit der deutschen Firma Früh Ingenieurbau entwickelt hat.Bei der Brücke handelt es sich um eine so genannte "Doppel-Bowstring-Konstruktion" mit zwei je 20 Meter hohen Bögen. Die Bögen bestehen aus kleinen kastenförmigen Stahlelementen.Die Brücke ruht - wie die Europabrücke und die Eisenbahnbrücke - auf einem Mittelpfeiler im Rhein. Die Arbeitsgemeinschaft verpflichtet sich, die Brücke für rund 24,3 Millionen Euro zu errichten. Die Europäische Union fördert das Bauwerk mit zwei Millionen Euro aus dem Interreg-Fonds.
Fotomontage 4 Brücke über den Rhein

Der Jury, der als deutsche Mitglieder Oberbürgermeister Dr. Günther Petry, Baubürgermeister Harald Krapp sowie die Gemeideräte Hans-Jürgen Sperling und Wolfgang Maelger angehörten, gefiel die elegante Erscheinung der Brücke. Entscheidende Kriterien für die Auswahl des Entwurfs waren neben der Architektur die Funktionalität und der Preis des Bauwerks.
Unter den vier Entwürfen, die in der Endauswahl des Wettbewerbs waren, war die Bogenbrücke von Bouygues diejenige, welche an Land den geringsten Flächenverbrauch aufweist. Nachdem Straßburg und Kehl für ihre beiden gegenüberliegenden Zollhöfe einen gemeinsamen städtebaulichen Wettbewerb ausgeschrieben haben, wurde diese Tatsache ebenso positiv bewertet wie der Umstand, dass die Brücke sowohl auf französischer als auch auf deutscher Seite einen 15 Meter breiten Durchlass zum Garten der zwei Ufer ermöglicht. Eine durchgängige Verbindung zwischen Park und den neu zu gestaltenden Zollhöfen ist Bestandteil der Vorgaben für den städtebaulichen Wettbewerb.
Aufgrung des Zeitdrucks, der sich für die Verlängerung der Tramlinie D von Straßburg nach Kehl auf beiden Rheinseiten aufgrund der Abhängigkeit von staatlichen Zuschüssen ergibt, war bei der Auswahl auch der Umstand wichtig, dass die Brückenteile vorgefertigt zur Baustelle gebracht werden. Damit ist der Bau der Brücke, der mit 18 Monaten veranschlagt wird (ohne Verlegung der Tramgleise), weniger witterungsabhängig, was den Zeitplan verlässlicher macht.
Dass die Bauteile umweltschonend über den Wasserweg transportiert werden und auf dem Kehler Zollhof montiert werden, ohne die Rheinschifffahrt zu beeinträchtigen, war für die Jury ein weiterer Punkt, der für den Entwurf von Bouygues sprach.

Unvermeidlich ist, dass für die Tram eine eigene Brücke gebaut wird: Über die Eisenbahnbrücke darf sie nicht fahren, weil sie aus technischen Gründen einer Begegnung mit einem TGV oder ICE nicht standhalten kann. Der Umbau der Europabrücke wäre sehr teuer, außerdem könnte die Tram auf der bestehenden Brücke nur eingleisig über den Rhein geführt werden, weil die stark befahrene Brücke auch den Autoverkehr aufnehmen muss. Eingleisige Strecken sind allerdings sehr störungsanfällig.

Fotomontage 3 Brücke

So fügt sich die neue Tram-Brücke in das Bild mit den drei bereits bestehenden Rheinbrücken ein. Zu den Wettbewerbsaufgaben gehörte es, dass die Teilnehmer die neue Brücke so konstruierten, dass eines fernen Tages, wenn die Europabrücke neu gebaut werden muss, diese in Richtung der Tram-Brücke verschwenkt werden kann. Dann würde sich die Zahl der Brücken auf dem kurzen Rheinabschnitt optisch wieder von vier auf drei reduzieren.

Fotomontage Rheinbrücke

So wird die fertiggestellte Brücke aussehen.

Kurzbeschreibung:
Länge: 290 Meter
Breite: 16 Meter Nutzfläche
Höhe der Bogen: 20 Meter
Gesamtkosten (zwischen beiden Städte Kehl und Straßburg verteilt): 24,3 Millionen Euro
Geplante Fertigstellung des Brückenbauwerks: Frühjahr/Frühsommer 2016

Fotomontage Rheinbrücke in der Nacht
 

Flüchtlingshilfe Kehl

Daten und Fakten zum Thema Flüchtlinge in Kehl sowie Informationen für ehrenamtliche Helfer sind auf der Internetpräsenz www.fluechtlingshilfe.kehl.de zusammengestellt.

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