2000 Pflanzen für Kehl

Sommerlich bunte Blüten in der gesamten Stadt: Mit Blumenkübeln, Balkonkästen, frisch bepflanzten Beeten und Blumenampelanlagen verschönern Mitarbeiter des Betriebshofs derzeit das Stadtbild. Zusätzlich wurden 135 Bäume und 1650 Stauden gepflanzt und mit dem Arboretum im Rheinvorland eine 5000 Quadratmeter große Freiraumfläche geschaffen, die den Kehlerinnen und Kehlern Erholung und Schatten bieten und zu einer sauberen Luft beitragen soll.

„In der Vergangenheit sind im Stadtgebiet, in den Ortsteilen und auch im Rheinvorland hauptsächlich Monokulturen mit Platanen, Kastanien und Eschen angelegt worden, erklärt Frank Wagner, Leiter des Bereichs Grünflächenmanagement. Bei dieser Art der Bepflanzung gebe es allerdings einen entscheidenden Nachteil: „Krankheitsbilder, wie beispielsweise Sporen oder Pilzmycel, können sich in Monokulturen viel schneller ausbreiten und durch eine Kettenreaktion ganze Wälder oder Straßenzüge zum Absterben bringen.“

Die Mitarbeiter des Betriebshofes haben am Dienstagmorgen (30. Mai) die Fußgängerzone mit Blumenampelanlagen verschönert.zoom

Dazu komme, dass es ein Stadtbaum generell nicht leicht habe, auf Dauer zu überleben: Durch den vielen Asphalt sei es in der Innenstadt heißer und trockener als im Wald. Ein Problem sei auch die globale Klimaerwärmung, die das Auftreten von Schädlingen und Baumkrankheiten ebenso begünstigt wie Monokulturen. Trotz intensiver und fachgerechter Baumpflege hätten traditionelle Stadtbäume wie Eschen oder Kastanien darum immer mehr zu kämpfen. Damit es in Kehl dennoch weiterhin grünt und blüht, sei es wichtig, sich künftig auf krankheits- und klimaresistentere Sorten zu konzentrieren.
„Bäume geben uns saubere Luft, schattige Kühlung und haben eine wohltuende Wirkung auf unsere Psyche“, erklärt Frank Wagner. Aus diesem Grund wurde im Rheinvorland auch ein Arboretum errichtet, das zusätzlich Vögeln, Fledermäusen und Mikroorganismen einen natürlichen Lebensraum bietet. Auf knapp 5000 Quadratmetern wurden in Dreiergruppen Eichen, Kirschen sowie neue und resistentere Ulmensorten angepflanzt. Dazu kamen Trompeten- und Blauglockenbäume, Flügelnuss, Vogelbeere, Linden, Eichen, Apfel- und Ahornbäume, Erlen und Hopfenbuche.
Für mehr Grün in der Stadt wurden außerdem im Baugebiet Schneeflären 44 Bäume gepflanzt, darunter Ahorn-, Kork-, Apfel- und Kirschbäume sowie Vogelbeeren. Weitere 33 Bäume wurden über das gesamte Stadtgebiet verteilt, 32 stehen nun an der Trambaustelle.
Außerdem seien insgesamt 1650 Stauden, Gräser und Sträucher vergraben worden, erklärt Frank Wagner. Allein gegenüber dem Wasserturm auf dem Schneeflärenplatz und in der Nähe der Blauen Lagune seien 150 Stauden gepflanzt worden. Auch am Bahnhof, an der neuen Tramquerung und am Baumtor zum Stadteingang wurden 70 Blumenkübel aufgestellt, in denen Stauden, Gräser und Gehölze wachsen.
Damit soll eine naturnahe und den Böden, dem Klima und der Region angepasste Grünarchitektur umgesetzt werden, die dem städtischen Leitbild entspricht.

Auch auf dem Marktplatz wurden an den Straßenlaternen Blumenampeln angebracht.zoom

Der Marktplatz, das Rathaus und die Fußgängerzone wurden zudem mit 15 Ampelanlagen ausgestattet, die in bunten Farben blühen. Blütenpracht gibt es bald auch auf den neuen Blumenwiesen in Kork, Schneeflären und Auenheim zu bewundern. Diese sollen nicht nur dem Menschen gefallen, sondern auch den Insekten Lebensraum bieten und zu einem nachhaltigen Grünflächenmanagement beitragen.
Die Freiraumgestaltung sei damit für 2017 zu 90 Prozent abgeschlossen, freut sich Frank Wagner. In den kommenden Wochen sollen noch die Beete in Auenheim am Fahrbahnteiler, auf dem Grünstreifen in Bodersweier und in Leutesheim gegenüber der Feuerwehr neu bepflanzt werden, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung schreibt. Außerdem sollen sowohl im Stadtgebiet als auch in den Ortschaften weitere Blumenwiesen entstehen. Schon im Herbst werden zudem 25 weitere Bäume am Parkplatz „Am Läger“ gepflanzt, im Frühjahr 2018 sollen nochmal 25 folgen.


Info:
Ein Arboretum ist eine Ansammlung verschiedenartiger Pflanzen. Ein botanischer Garten, in dem hauptsächlich Bäume und Sträucher angepflanzt werden, wäre ein Beispiel dafür. Werden nur Sträucher angepflanzt, spricht man von einem Fruticetum, sind es ausschließlich Nadelhölzer, nennt man es Pinetum.

01.06.2017

 

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