Jugendgemeinderat diskutiert Workout-Park und Aktion zur Bundestagswahl

Auf einer Slackline das Gleichgewicht trainieren, auf einem Steppbrett die Beinmuskulatur stärken oder an einem Dreierreck Push-Ups machen: Geht es nach dem Kehler Jugendgemeinderat, so sollen all diese Übungen bald in einem Street-Workout-Park, einem öffentlichen Trainingsort unter freiem Himmel neben dem Weißtannenturm, möglich sein. Die jungen Rätinnen und Räte diskutierten in ihrer achten öffentlichen Sitzung gemeinsam mit Binja Frick, Fachkoordinatorin Jugend, auch über das Statut ihres Gremiums, eine geplante Aktion zur Bundestagswahl sowie über die Beteiligung der Jugendlichen an der interkulturellen Woche.

Die Jugendlichen in Kehl wünschen sich – neben dem Trimm-dich-Pfad im Rheinvorland – einen Ort, an dem sie draußen kostenlos Krafttraining machen können: eine Street-Workout-Anlage, an der jedermann seinen Körper stählen kann. Dies war eines der Ergebnisse aus den Politik-Cafés mit Kehler Jugendlichen im vergangenen Jahr. Wichtig ist dem Jugendgemeinderat, dass die Geräte in verschiedenen Schwierigkeitsgraden nutzbar sind, so dass die Anlage auch Kindern, älteren Menschen oder Patienten des Krankenhauses in Begleitung eines Physiotherapeuten zugutekommt. Bei der Realisierung des Projekts können die jungen Rätinnen und Räte auf die Unterstützung von Raphael Watzek zählen, der die Idee einer solchen Anlage schon seit einigen Jahren verfolgt. Der sportbegeisterte Kehler hat bereits ein Angebot für die Geräte eingeholt. Finanziert werden soll die Anlage nach den Plänen des Jugendgemeinderats aus dem städtischen Budget für Ersatzbeschaffungen für Spielplätze. Einen entsprechenden Antrag will das Gremium im Gemeinderat stellen. Denn neben dem Weißtannenturm steht derzeit eine Balancieranlage, die im Vorfeld der Landesgartenschau installiert wurde und inzwischen in die Jahre gekommen ist: Im nächsten Jahr müssen die Baumstämme aus Sicherheitsgründen abgebaut werden. Sofern der Gemeinderat zustimmt, könnte bereits im Herbst mit den Arbeiten für die neue Anlage begonnen werden.
Ein weiteres großes Thema bei den jungen Rätinnen und Räten war die Aktualisierung des Status ihres Gremiums, an der eine Arbeitsgruppe in den vergangenen Wochen gearbeitet hatte. „Wir möchten, dass sich auch Jugendliche einbringen können, die nicht Teil des Jugendgemeinderates sind“, erklärte Michael Nguyen. Deshalb soll es künftig einmal im Jahr ein Jugendforum geben, so dass alle Kehler Jugendlichen die Möglichkeit haben, Ideen für Projekte einzubringen und bei deren Umsetzung mitzuwirken. Das Geld für die jeweiligen Projekte möchte der Jugendgemeinderat als von den Jugendlichen selbstverwaltetes Budget beim Gemeinderat beantragen. „Das dient der Förderung des politischen Engagements“, erläuterte Michael Nguyen. Zudem soll die Sitzverteilung des Jugendgemeinderats neu geregelt werden. Nach Ansicht der Rätinnen und Räte nehmen manche Schulen zu viele Sitze ein, so dass hauptsächlich Themen der stimmstärksten Schulen im Fokus stünden, außerdem soll der Oberlin-Schulverbund künftig auch im Gremium vertreten sein. Um beschlussfähig zu sein, muss nach dem neuen Statut mindestens die Hälfte der Ratsmitglieder anwesend sein; bislang reicht es, wenn ein Viertel aller jungen Rätinnen und Räte abstimmt.
Der Jugendgemeinderat möchte des Weiteren eine Aktion im Vorfeld der Bundestagswahl organisieren, zum Beispiel eine Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten, bei der die Jugendlichen den Politikern direkt ihre Fragen stellen können. Im Rahmen der interkulturellen Woche im Oktober planen die jungen Rätinnen und Räte ein Filmprojekt: Jugendliche sollen auf öffentlichen Plätzen in Kehl interviewt werden. Bereits im September steht die Wahl für den neuen Jugendgemeinderat an.

03.07.2017

 

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