Neues Kunstwerk im Port-du-Rhin-Viertel: OB Vetrano eröffnet Preisverleihung beim Wettbewerb „Les talents SATI“

Wer von Kehl mit der Tram nach Straßburg fährt, der sieht von der Vauban-Brücke aus seit Freitagnachmittag ein neues Kunstwerk an der Fassade der Kaffeerösterei „Les cafés SATI“ im Port-du-Rhin-Viertel: Den Wettbewerb, den das Familienunternehmen zum vierten Mal ausgeschrieben hat und an dem sieben Hochschulen aus Frankreich und Deutschland teilgenommen haben, gewannen diesmal zwei Studenten der Straßburger Haute Ecole des Arts du Rhin. Die Preisverleihung, in deren Rahmen das Kunstwerk enthüllt wurde, eröffnete Oberbürgermeister Toni Vetrano.

„Dass ein Straßburger Unternehmen auch deutsche Studenten zu einem Wettbewerb und den Kehler Oberbürgermeister zu einer Preisverleihung einlädt, zeigt für mich, dass wir tatsächlich über die Grenze hinweg immer mehr zusammenwachsen“, sagte OB Vetrano bei der Preisverleihung, die „Les cafés SATI“ auf einem Bâtorama-Schiff organisiert hatte. Kunst habe noch nie Grenzen gekannt, „deshalb brauchen wir die Kunst, um Grenzen, dort, wo noch welche sind, abzubauen“. Der Wettbewerb „Les talents SATI“, führte der Kehler Rathauschef aus, sei eine „fantastische Sache“, weil junge Nachwuchskünstler die Chance erhielten, ihr Talent publikumswirksam zu beweisen, und gleichzeitig die Fassade eines Zweckbaus zu einem Kunstwerk in der Stadt würde.

Oberbürgermeister Toni Vetrano (l.) und SATI-Chef Nicolas Schulé begrüßen die Preisträger und die Gäste auf dem Bâtorama-Schiff. zoom

„Wir hätten keine geeignetere Persönlichkeit für diese Preisverleihung finden können“, freute sich SATI-Chef Nicolas Schulé über seinen Kehler Gast. Denn im vergangenen Jahr hatten deutsche Studenten den Preis gewonnen und der Straßburger Oberbürgermeister Roland Ries hatte die Preisverleihung eröffnet. „Das freut mich als Europäer ganz besonders“, sagte Nicolas Schulé, der den Wettbewerb vor vier Jahren ins Leben rief, weil ihm Kunst besonders am Herzen liegt. „Wir wollen damit die Verbindung zwischen der Kunst, der Industrie und der Stadt herausstellen. Wenn der Wettbewerb zusätzlich einen Austausch zwischen deutschen und französischen Hochschulen ermöglicht, haben wir unser Ziel erreicht.“
An Bord des Bâtorama-Schiffs konnten die rund 30 Gäste die Enthüllung des Kunstwerks an der Fassade der Kaffeerösterei mitverfolgen, die seit 1964 im Port-du-Rhin-Viertel angesiedelt ist: Zum Vorschein kam eine Kaffeetasse in der Vogelperspektive, welche die beiden Studenten Pierre Boyer und Youri Asantcheeff gemeinsam entworfen haben. Auf der 117 Quadratmeter großen Fläche ist allerdings nur die Hälfte der Tasse zu sehen, so dass die Assoziation mit einem Bogen beziehungsweise einer Brücke naheliegt. „Wir wollten, dass das Kunstwerk mit der Brücke kommuniziert, die Straßburg und Kehl miteinander verbindet“, erklärte denn auch Pierre Boyer seine Idee. „Um die Verbindung der Universen der Kunst, der Industrie und der Stadt zu zeigen“, hätten er und Youri Asantcheeff den Kaffee in der Tasse als Mikrokosmos dargestellt, in den der Betrachter eintauchen könne.
Das Kunstwerk, das den Namen „Intemporel“ trägt, wird nun ein Jahr lang das Gebäude zieren, bevor es durch ein Gemälde der Gewinner der nächsten Ausgabe des Wettbewerbs ersetzt wird. Auf Wunsch von Nicolas Schulé sollen sich dann nach Möglichkeit auch Kunsthochschulen aus der Schweiz an „Les talents SATI“ beteiligen.

Das frisch enthüllte Kunstwerk an der Fassade der Kaffeerösterei soll an die Brücke zwischen Kehl und Straßburg erinnern. zoom

11.07.2017

 

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