Mobbing-Prävention bereits in den Grundschulen

Mobbing unter Schülern ist mittlerweile in allen Schularten ein Problem: Mit der Gründung eines Arbeitskreises Mobbing am Einstein-Gymnasium und mit Sozialem Lernen und Gewaltprävention bereits in den Grundschulen hat das Beratungsteam Kommunale Kriminalprävention im zu Ende gehenden Schuljahr versucht, Kinder und Jugendliche für den Umgang miteinander zu sensibilisieren. Neun Konfliktmanager konnten für das preisgekrönte Rückenwind-Projekt ausgebildet werden, außerdem beschäftigte sich das Team, dem Vertreter der Städte Kehl und Rheinau, der Gemeinden Appenweier und Willstätt sowie der Bewährungshilfe, der Justiz, der Polizei und verschiedener sozialer Einrichtungen angehören, mit der Sensibilisierung für Diebstahl sowie mit dem Thema Testkäufe mit Jugendlichen.

Aus den Jahrgangsstufen neun und zehn des Einstein-Gymnasiums stammen die neun neuen Konfliktmanager, die im laufenden Schuljahr ausgebildet werden konnten. Die Jugendlichen kommen dann ins Spiel, wenn Altersgenossen aufgrund von kleineren Delikten mit der Justiz in Kontakt geraten. Gemeinsam versuchen sie, einen Plan für die Wiedergutmachung auszuarbeiten. In zehn bis 15 Fällen pro Jahr sei ihre Mithilfe gefragt, berichtet Jannate Hammerstein, die Fallzahlen seien deutlich zurückgegangen. Was die für die Kriminalprävention beim DRK-Kreisverband zuständige Mitarbeiterin auch als Erfolg des Projekts Rückenwind wertet.
Von Mobbing spricht sie freilich nicht, wenn sie vor Grundschülern steht: Bei vier bis sechs Terminen hat sie mit zwei Grundschulklassen aus Eckartsweier und einer Klasse aus Willstätt diskutiert, was passiert, wenn Schüler anderen weh tun oder sie so richtig ärgern. Dabei ging es ihr auch darum, den Grundschülern klarzumachen, dass sich mitschuldig mache, wer nicht helfe. Dass man auch als Zuschauer Schuld trage, habe die Kinder tief beeindruckt, erläutert sie beim schon traditionellen Schuljahresabschluss des Beratungsteams Kommunale Kriminalprävention, der mit einem Flammkuchenessen im Garten des Hauses der Jugend gemeinsam mit Oberbürgermeister Toni Vetrano begangen wurde.

Sitzung der KKP zum Schuljahresabschluss im Haus der Jugendzoom

Fortgesetzt hat das Beratungsteam - gemeinsam mit dem Jugendsachbearbeiter der Polizei, Markus Lautenschläger - auch die Amok-Prävention in allen Schulen. Weil Amokläufe in der Regel die Folge von langjährigem Mobbing sind, sehen Jannate Hammerstein und Cornel Happe von der Stadt Kehl, der den Arbeitskreis Kommunale Kriminalprävention leitet, hier die Klammer für ihre Aktivitäten in den Schulen. Auf Anfrage des Einstein-Gymnasiums wurde dort ein Arbeitskreis Mobbing ins Leben gerufen, dem Lehrer, Sozialarbeiter, Schulsozialarbeiter und auch Markus Lautenschläger von der Polizei angehören. Gemeinsam hat der Arbeitskreis einen "Plan zum Abarbeiten" erstellt, wie Jannate Hammerstein formuliert, damit Schüler, Eltern und Lehrer wissen, an wen sie sich im Fall von Mobbing wenden können, und welche Schritte in einem solchen Fall dann ablaufen.
An allen Schulen, die angefragt haben, hat die Kommunale Kriminalprävention wieder Selbstverteidigungskurse für Mädchen angeboten. Selbstverteidigungskurse für Jungs und Mädchen gemeinsam würde das Team gerne in Grundschulen anbieten. Hauptthema eines solchen Kurses wäre weniger die Verteidigung gegenüber Gleichaltrigen, sondern im Falle von sexuellen Übergriffen. Jungs und Mädchen im Grundschulalter seien hier gleichermaßen betroffen, weiß Jannate Hammerstein.

11.07.2017

 

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