Vom Diascanner bis in die Wolke: Unternehmerforum im Software-Konzern Dalim

Ein großer, grauer Kasten, der die Bilddaten von Dias in digitale Signale umwandelt: Als Carol Werlé 1987 zur Firma Dalim stieß, war der Diascanner noch die modernste Methode zur Digitalisierung von Dateien. Die damals noch junge Firma, die eine Handvoll Straßburger Studenten 1985 ins Leben gerufen hatte, war spezialisiert auf die Entwicklung von Drucksoftware – und das digitale Zeitalter mit Smartphone, Tablet und Co. noch weit entfernt. Heute ist Carol Werlé Geschäftsführer der Dalim Software GmbH, wie sie seit 1998 heißt, und die Firma beliefert Unternehmen aus der ganzen Welt mit Software zur Speicherung und Verwaltung von Daten in einer digitalen „Rechnerwolke“, der Cloud. Zu ihren Kunden zählen unter anderem Airbus, IKEA und Hornbach. Bei einem Unternehmerforum, zu dem OB Toni Vetrano und Wirtschaftsförderin Fiona Härtel in den Dalim-Hauptsitz in Kehl eingeladen hatten, konnten 70 Firmenchefs einen Einblick in die Arbeit des Software-Konzerns gewinnen.

Ein Foto von einem Auto auf einer Magazinseite verwandelt sich mithilfe einer App in ein animiertes, dreidimensionales Objekt, das über den Bürotisch saust: Was die Programmierer von Dalim den Besuchern des Unternehmerforums vorführten, ließ viele staunen. In kleinen Gruppen durchquerten die Firmenchefs zusammen mit Oberbürgermeister Toni Vetrano und Wirtschaftsförderin Fiona Härtel die vier Stockwerke der Dalim-Zentrale und ließen sich von Mitarbeitern deren Tätigkeiten erklären. Dabei gab es neben Informatiker-Kunststücken wie dem animierten Auto auch ganz nüchterne Einblicke in die Unternehmensstruktur, wie zum Beispiel in die Buchhaltung oder in die Kundendienstzentrale.
Seit dem Jahr 2000 hat die Dalim Software GmbH ihren Hauptsitz in dem Commerzbank-Gebäude gegenüber dem Kehler Bahnhof. Sie entwickelt Anwendungen für die Verwaltung von Bildern, PDF-Dateien, Videos, 3D-Graphiken oder Musikdateien und deren automatische Anpassung an unterschiedliche Formate. So kann ein und dasselbe Foto zum Beispiel für die Darstellung auf der Großleinwand, als Vorschaubild in einem Web-Shop oder für eine 3D-Animation verwendet werden – und idealerweise muss man dafür nicht manuell das Format oder die Auflösung ändern. Über einen Online-Speicher, die sogenannte Cloud, ermöglicht Dalim seinen Kunden den zentralisierten Zugriff auf eine große Menge von Dateien, beispielsweise Textbausteine für die Bedruckung von Verpackungen, Musikdateien für Werbevideos oder Fotos für die Präsentation eines Produkts auf Plakaten. Die Kunden müssen sich dafür lediglich mit ihren Nutzerdaten auf einer Website einloggen. So sparen sie Zeit, die sie sonst zum Beispiel für das Versenden von Dateien per E-Mail gebraucht hätten.

Carol Werlé kam im Jahr 1987 zu Dalim; heute ist er Geschäftsführer.zoom

Die Software von Dalim kann aber nicht nur eine große Anzahl von Dateien verwalten, sie kann sie auch automatisch auf ihre Qualität überprüfen: Stimmt die Farbgebung, ist die Auflösung hoch genug, sind die Schriften im PDF in Ordnung? Für die Erkennung von Abweichungen hat Dalim Algorithmen entwickelt, die in die Software integriert sind – sie ersparen Firmen die manuelle und zeitintensive Durchsicht von Dokumenten vor der Veröffentlichung. So überprüft die Software beispielsweise automatisch Inhalte von Magazinseiten, bevor sie in den Druck gehen oder als E-Paper publiziert werden.
In den Anfangsjahren hat das Unternehmen fast ausschließlich Verlage und Druckereien mit Software beliefert. Die Stammkunden, wie zum Beispiel die Offenburger Burda Druck GmbH, sind der Firma treu geblieben – inzwischen sind aber auch Hersteller von Markenprodukten und Handelsketten ein wichtiges Standbein, oder deren Zulieferer, die sogenannten Marketing und Media Services, die Werbemittel in unterschiedlichster Form produzieren. „Diese Branche hat sich in den vergangenen Jahren sehr stark verändert“, berichtete Geschäftsführer Carol Werlé beim Unternehmerforum. In Zeiten von YouTube und sozialen Medien werde es für Firmen immer wichtiger, multimedial aufzutreten, das heißt nicht nur mit Flyern oder Broschüren, sondern auch mit Werbevideos und Online-Shops.
Generell ist die Kundschaft von Dalim breit gefächert: Zu den Firmen, die die Software nutzen, zählen neben Produzenten von Lebensmitteln oder Kosmetikprodukten zum Beispiel auch politische Institutionen wie der Europarat oder Comic-Verlage. Die meisten Kunden hat die Software-Firma in den USA, gefolgt von Europa und Asien; die meisten Gesellschafter finden sich in Frankreich wieder, gefolgt von Deutschland und Amerika. „Wir sind eine europäische Gesellschaft mit weltweiter Reichweite“, fasste Geschäftsführer Carol Werlé vor den rund 70 Besuchern des Unternehmerforums zusammen; „unsere Anwendungen verkaufen sich von Tokio bis San Francisco“.

OB Toni Vetrano hatte Dalim schon vor dem Unternehmerforum einmal besucht. „Ich war sehr beeindruckt von den Möglichkeiten der Technik“, versicherte er den Besuchern im Dalim-Hauptsitz.zoom

21.07.2017

 

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