Wegen Vandalismus und Ruhestörung: Stadt führt City-Streife ein

Eingeschlagene Scheiben, zerstörte Spielgeräte, demolierte Fahrradständer, herausgerissene Pflanzen: Rund 50 000 Euro Sachschaden kommen in Kehl jährlich durch Vandalismus an öffentlichen Einrichtungen und Gegenständen zustande. Weil in den vergangenen Wochen Schulen, Spielplätze und Sportstätten besonders häufig mutwillig beschädigt wurden und sich zudem Anwohner der Innenstadt vermehrt über Ruhestörung beschwerten, setzt die Stadt nun eine City-Streife ein. Der Kommunale Ordnungsdienst kontrolliert an vier Nächten pro Woche öffentliche Plätze in der Kernstadt und den Ortschaften.

Der Kommunale Ordnungsdienst ist eine von zwei Vollzugseinheiten der Stadtverwaltung: Während der Gemeindevollzugsdienst für den ruhenden Verkehr zuständig ist, übernimmt der Kommunale Ordnungsdienst nach Paragraph 80 des baden-württembergischen Polizeigesetzes ordnungsdienstliche Aufgaben – und ist bei deren Wahrnehmung Polizeibeamten gleichgestellt. „Die Beamten werden im öffentlichen Raum präsent sein und auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen achten“, erklärt Nico Tim Glöckner, Leiter des Bereichs Bürgerservice, Sicherheit und öffentliche Ordnung bei der Stadtverwaltung. Die Kontrollen werden in Fußgängerzonen und Grünanlagen ebenso stattfinden wie auf Schul- und Sportgeländen sowie Spielplätzen. Stellt die City-Streife Vandalismus, Ruhestörung oder eine andere Ordnungswidrigkeit fest, so haben die Beamten das Recht, Personen anzuhalten und zu befragen, Platzverweise auszusprechen oder Gegenstände sicherzustellen. Auch Verwarnungen können sie aussprechen, Verwarnungsgelder erheben oder ein Bußgeldverfahren einleiten.

City-Streife

In den warmen Sommernächten der vergangenen Wochen hatten sich immer wieder Anwohner des Rosengartens und der Innenstadt beim Bereich Ordnungswesen über Ruhestörung am späten Abend und bis weit in die Nacht hinein beschwert. Gleichzeitig nahm der Vandalismus zu: „Fast jede Kehler Schule war schon betroffen“, sagt Nico Tim Glöckner. Meist würden Scheiben eingeschlagen, Spielgeräte und Fahrradständer beschädigt. Anfang des Jahres war der für jedermann zugängliche Bücherwurm auf dem Marktplatz Opfer von Zerstörungswut geworden, Unbekannte hatten die Bücher herausgerissen und auf den regennassen Boden geworfen. Im Mai waren die Tram-Wartehäuschen am Kehler Bahnhof demoliert worden. Vor allem im Juni mussten die Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs feststellen, dass frisch gesetzte Pflanzen gewaltsam aus Kübeln und Beeten entfernt wurden, sogar junge Bäume wurden entwurzelt und weggeworfen. Zuletzt traf es den Fußballverein Auenheim, auch dort schlugen Randalierer Scheiben ein und verwüsteten die Sportanlage.
„Auf diesen massiven Vandalismus müssen wir reagieren“, sagt Nico Tim Glöckner. Die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes, die an ihrer Uniform mit der Aufschrift „Polizeibehörde“ zu erkennen sind, arbeiten im Schichtdienst. Sie werden zunächst viermal pro Woche bis in die Nacht hinein in der Kernstadt und den Ortschaften unterwegs sein.

Vandalismus am Gelände des Fußballvereins Auenheimzoom

Kehlerinnen und Kehler, die Vandalismus auf öffentlichen Flächen feststellen, werden gebeten, dies dem Bereich Ordnungswesen der Stadtverwaltung zu melden, telefonisch unter 07851 88-1201 oder per E-Mail an n.gloeckner@stadt-kehl.de. Auch wer Ruhestörungen wahrnimmt, kann sich an das Ordnungswesen wenden, damit die City-Streife in den betroffenen Bereichen verstärkt kontrollieren kann.

01.08.2017

 

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