Stadt reagiert auf Exhibitionismus und Vandalismus

Herausgerissene Pflastersteine und ein mit Graffiti besprühtes Kriegerdenkmal: Dieses Bild zeigte sich den Mitarbeitern des städtischen Betriebshofes am Donnerstagmorgen (17. August) auf dem Kehler Ehrenfriedhof. Weil auch Besucherinnen des Kehler Friedhofs in der vergangenen Zeit vermehrt von Exhibitionisten belästigt wurden, werden die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes ihre Streifengänge dort verstärken und den Bereich künftig auch abends und an den Wochenenden kontrollieren. Grundsätzlich aber gilt: Opfer von Exhibitionisten müssen selber bei der Polizei Anzeige erstatten – das kann die Stadt nicht ersatzweise tun.

Auf 2500 Euro Schaden schätzt Frank Wagner, Leiter des Bereichs Grünflächen am städtischen Betriebshof, den Schaden, der in der Nacht auf Donnerstag auf dem Ehrenfriedhof entstanden ist. Knapp vier Stunden benötigten drei Betriebshofmitarbeiter, um das Kriegerdenkmal zunächst mit einem Graffiti-Entfernungsmittel und anschließend mit einem Hochdruckreiniger zu säubern. Derartige Vandalismus-Vorfälle kämen auf dem Ehrenfriedhof selten vor, berichtet Frank Wagner.

Nico Tim Glöckner begutachtet das besprühte Kriegerdenkmal, während die Betriebshofmitarbeiter damit beginnen, die Graffitis zu entfernen.zoom

Es hätten sich aber mehrere Frauen bei Mitarbeitern des Betriebshofs, die für die Pflege der städtischen Friedhofsanlagen zuständig sind, über Männer beschwert, die sich auf dem Kehler Friedhof vor ihnen entblößt hätten. „In den vergangenen Wochen gab es insgesamt drei gemeldete Vorfälle von Exhibitionismus“, bestätigt Nico Tim Glöckner, Leiter des Bereichs Bürgerservice, Sicherheit und öffentliche Ordnung. Die Stadtverwaltung weist darum darauf hin, dass die Frauen direkt Anzeige bei der Polizei erstatten sollen, wenn sie durch Exhibitionisten belästigt werden – die Stadt kann dies nicht ersatzweise tun.

Auch auf der Treppe und auf dem Boden vor dem Kriegerdenkmal wurden Pflastersteine aus dem Verband genommen.zoom

Um weiterem Vandalismus und weiteren Belästigungen vorzubeugen, werden die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes diesen Bereich künftig verstärkt kontrollieren. „Die City-Streife ist vier Nächte pro Woche jeweils acht Stunden im gesamten Stadtgebiet unterwegs“, erklärt Nico Tim Glöckner. Seit der Einführung dieser Kontrollgänge habe sich die Situation in vielen Problembezirken gebessert. Mehrmals mussten die Beamten bereits nächtliche Unruhestifter bitten, den betroffenen Bereich zu verlassen – auch Platzverweise wurden dabei schon verhängt. „Die City-Streife wird ab Oktober um einen weiteren Beamten aufgestockt“, kündigt Nico Tim Glöckner an.

17.08.2017

 

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