Baugebiet Schneeflären nimmt Form an

Das erste Gebäude ist bereits bezogen, weitere befinden sich im Bau: Das Neubaugebiet Schneeflären nimmt Form an. Die Vermarktung des ersten Bauabschnitts in dem zehn Hektar großen Areal, das später rund 800 Menschen Wohnraum bieten soll, sei so gut wie abgeschlossen, berichtet Guido Karsten, Leiter des Bereichs Liegenschaften bei der Stadtverwaltung. Er rechnet damit, dass weitere Grundstückskäufer noch dieses Jahr mit dem Bau beginnen werden.

„Die Hälfte der Grundstücke im ersten Bauabschnitt ist bereits verkauft, für die restlichen haben wir verbindliche Zusagen – die Tinte ist sozusagen schon fast auf dem Blatt“, berichtet Guido Karsten. Er ist zuständig für das Baugebietsmarketing, führt Gespräche mit potentiellen Käufern, koordiniert die Abstimmung zwischen ihnen und der Verwaltung und legt die Ergebnisse dem Gemeinderat zur endgültigen Verkaufsentscheidung vor. Die Nachfrage nach Grundstücken in dem Neubaugebiet sei sehr hoch, berichtet er, weil die unmittelbare Nähe zum Rhein und die sehr kurze Entfernung zur Innenstadt die Lage besonders attraktiv machten.

Der Rhein und die Kehler Innenstadt sind nur einen Katzensprung entfernt: Wegen der Lage des Neubaugebiets Schneeflären sind Bauplätze sehr begehrt.zoom

Besonders die zwölf Bauplätze, die im Gewann Mosrin entstanden sind, seien sehr beliebt: „Es gibt lange Wartelisten – einige Bauherren haben sich bereits vor zehn Jahren für einen Platz vormerken lassen.“ Die acht Bauplätze, die im Besitz der Stadt standen, seien innerhalb kürzester Zeit veräußert worden und auch für einen Teil der Grundstücke von Privatbesitzern hätten sich bereits Käufer gefunden. Vor allem für Familien sei Mosrin attraktiv. In dem Gewann entstehen Ein- und Zweifamilienhäuser, die nach der Fertigstellung von den Bauherren selbst bezogen werden – sie sind also ausschließlich zur Eigennutzung gedacht.
Im restlichen Baugebiet, also in dem Teil, der südwestlich an das Gewann Mosrin angrenzt, hätten auch Bauträger, die Eigentumswohnungen bauen und weiterverkaufen, großes Interesse an Grundstücken gezeigt, erzählt Guido Karsten. Dieses Interesse spiegelt sich in der Aufteilung des Wohngebietes wider: „Zu 60 Prozent wird der erste Bauabschnitt voraussichtlich aus Eigentumswohnungen von Bauträgern bestehen, zu 40 Prozent aus Mietwohnungen und Eigennutzern“, erklärt der Leiter des Bereichs Liegenschaften. Einige Bauträger böten Wohnungen bereits zum Kauf an.

Das Gewann Mosrin (hier aus der Luft betrachtet) ist besonders bei Familien beliebt. Die Bauarbeiten sind dort bereits in vollem Gange.zoom

Damit sich auch Menschen mit einem geringeren Einkommen Wohnraum in Schneeflären leisten können, hat die Stadtverwaltung bei der Vermarktung von Anfang an das Konzept von Baugruppen verfolgt: Mehrere Interessenten können sich zusammenschließen und einen Wohnkomplex planen, in dem jeder seine individuellen Wünsche einbringen kann. Eine solche Baugruppe steht nun kurz vor der Umsetzung ihres Vorhabens: ein Mehrfamilienhaus, in dem mehrere Generationen zusammenleben sollen und das barrierefrei gestaltet werden soll.
Die Schaffung eines solchen „Wohnmixes“ sei auch das Ziel, das die Stadtverwaltung bei der Gestaltung des gesamten Neubaugebietes verfolge, betont Guido Karsten. Schneeflären soll ein besonderes und vielfältiges Quartier werden, mit unterschiedlichen Bewohnergruppen und verschiedenen Nutzungen. Senioren, Kinder, Menschen mit Behinderung, junge Familien sollen dort zusammenleben. Unter den rund 400 Wohneinheiten, die in Schneeflären entstehen werden, sind auch 22 Wohnungen für Menschen mit einem geringen Einkommen, die über einen Wohnberechtigungsschein verfügen.

Die Straßen und das erste Haus sind gebaut, weitere Bauvorhaben werden gerade umgesetzt: Das Neubaugebiet Schneeflären nimmt Form an.zoom

Auch Gastronomiebetriebe und Pflegeeinrichtungen werden sich in dem Baugebiet ansiedeln. In der Umgebung des Schneeflärenplatzes, der an den Kreisverkehr in der Vogesenallee angrenzt, sind entsprechende Bauvorhaben geplant.Um ein generationenübergreifendes Wohnen zu ermöglichen, werden die Gebäude in Schneeflären möglichst barrierefrei gestaltet und Stellplätze für Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder eingerichtet. Autos finden ihren Platz größtenteils in Tiefgaragen, damit die Straßen weniger zugeparkt werden. Im gesamten Quartier sind Tempo-30-Zonen und Spielstraßen vorgesehen.
Auch die Ökologie spielt eine große Rolle: Durch den Anschluss aller Gebäude an das Blockheizkraftwerk der Wärmegesellschaft Kehl, das Wärme aus Biomasse erzeugt, wird energiebewusst geheizt. Viele Grünflächen und Spielbereiche für Kinder sollen Schneeflären für die Bewohner attraktiv machen und einen positiven Beitrag zum Stadtklima leisten. Die Stadt fördert auch die Begrünung von Dachflächen sowie die Verwendung ökologischer Baustoffe wie zum Beispiel Holz. Mit einer Mobilitätsstation, zu der Leihfahrräder, Ladestationen für E-Bikes und Carsharing-Fahrzeuge gehören sollen, werden die Bewohner ermuntert, sich klimafreundlich fortzubewegen.

Zwei Bauvorhaben des ersten Bauabschnitts wurden bereits realisiert: Der Schneeflärenplatz, der mit einem Wasserspiel versehen ist und die künftigen Bewohner zum Verweilen einladen soll, und eine betreute Wohneinrichtung der Diakonie Kork, in der bereits Menschen wohnen und arbeiten. Neben dem Gebäude der Diakonie sollen sieben Reihenhäuser gebaut werden, die vor allem für junge Familien attraktiv sind. Im Südwesten und im Norden des Gebiets entstehen aktuell drei Häuser mit Eigentumswohnungen; die Bauarbeiten sind in vollem Gange.
Während die ersten Bauvorhaben Gestalt annehmen, beginnt für Guido Karsten bereits die Vermarktung des zweiten, südlichen Bauabschnitts. Auch wenn die Erschließung dieses Bereichs frühestens 2019 startet, wurde bereits mit den Eigentümern von Grundstücken im zweiten Bauabschnitt verhandelt. „Wir sind, wie im ersten Bauabschnitt, bemüht, einvernehmliche Lösungen zu finden, damit das Bauland entsprechend den Festsetzungen des Bebauungsplans neu geordnet werden kann“, betont Guido Karsten.

01.09.2017

 

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