Entwicklungsbeirat der Eurométropole befragt Bürger zur Lebensqualität im grenzüberschreitenden Raum

Seit die ehemalige Stadtgemeinschaft Straßburg am 1. Januar 2015 zur Eurométropole de Strasbourg geworden ist, verfügt sie über ein besonderes Gremium: Im Entwicklungsbeirat arbeiten 114 Bürgerinnen und Bürger des grenzüberschreitenden Ballungsraums an einer Zukunftsstrategie. Für Politiker ist der Beirat tabu. Der Conseil de Développement, wie sein französischer Name lautet, trifft keine Entscheidungen, sondern unterbreitet Vorschläge und Stellungnahmen. So hat er sich beispielsweise mit dem Stadtentwicklungsplan für die Eurométropole auseinander gesetzt und Empfehlungen dazu erarbeitet, wie die digitale Technik intelligent genutzt werden kann. 2017 stehen die Lebensqualität im Ballungsraum und das Wohlbefinden der Einwohner im Vordergrund. Zu diesen Themen haben die Mitglieder des Beirats eine Umfrage erarbeitet, an der Bürgerinnen und Bürger aus Kehl und der Eurométropole teilnehmen können. Sie ist ab sofort in deutscher Sprache online verfügbar.

Die Einwohner der 33 zur Eurométropole gehörenden Kommunen haben mit 57 Sitzen im Entwicklungsbeirat die Mehrheit. 40 weitere Mitglieder repräsentieren keine Institutionen oder Einrichtungen, sondern bestimmte Betätigungs- oder Themenfelder, besonderes Wissen oder eine vertiefte Kenntnis des Ballungsraums. Die 17 übrigen Beteiligten kommen aus deutschen, grenzüberschreitenden oder europäischen Einrichtungen.
Bürgerinnen und Bürger konnten sich um einen Sitz im Entwicklungsbeirat bewerben. Bei der Auswahl wurde eine paritätische Verteilung der Sitze an Frauen und Männer berücksichtigt, der Wohnort, damit alle Teile des Ballungsraumes abgedeckt werden, und das Alter, um alle Altersschichten miteinzubeziehen. Darüber hinaus wurde darauf geachtet, dass Vertreter der Wirtschaft, von Vereinen und der Hochschulen ebenso beteiligt wurden wie Multiplikatoren aus Kehl, Offenburg und Karlsruhe. Gerade weil der Metropolen-Status Straßburgs auch darauf basiert, dass es sich um einen grenzüberschreitenden Ballungsraum handelt, nehmen die deutschen Partner im Entwicklungsbeirat eine wichtige Rolle ein.
Der Conseil de Développement soll langfristige Strategien vor allem in drei Handlungsfeldern erarbeiten: Wirtschaft und Beschäftigung, Energiewende und Digitalisierung. Das sind die Aktionsfelder, die in der Kompetenz der Eurométropole liegen, und von ihrem Präsidenten Robert Herrmann, vorgegeben wurden; der Entwicklungsbeirat kann sich jedoch auch eigene Arbeitsfelder vornehmen, die er für die Zukunft des Ballungsraumes für wichtig hält.
Seine Arbeitsweise legt der Entwicklungsbeirat, der Bernard Carriere zu seinem Präsidenten ernannt hat, ebenfalls selbstständig und so fest, dass sich die Mitglieder möglichst umfassend beteiligen können. Er hat ein Budget von 43 500 Euro und mit Sandrine Delsol eine Art Generalsekretärin, die direkt dem Verwaltungsleiter der Eurométropole zugeordnet ist. Der Entwicklungsbeirat kann sich mit den gewählten Vertretern der Gebietskörperschaften austauschen oder sich innerhalb der Verwaltung mit für seine Arbeit wichtigen Informationen versorgen.
Der im Mai 2015 gegründete Entwicklungsbeirat hat sich bis Juni 2016 zu sieben Plenarsitzungen sowie neun Sitzungen des Koordinations-Ausschusses getroffen. 74 der Mitglieder des Beirats gehören mindestens einer Arbeitsgruppe oder einem Projektteam an – die im ersten Jahr ihres Bestehens 70 Arbeitssitzungen und 50 Anhörungen oder Ortsbesichtigungen vorgenommen haben.
Wer sich näher über die Arbeit des Entwicklungsbeirats informieren möchte, der kann sich an der Infothek im Rathaus I Informationsmaterial und Jahresberichte in deutscher Sprache abholen.

Wer an der Umfrage zur Lebensqualität im grenzüberschreitenden Ballungsraum teilnehmen möchte, findet unter diesem Link den Fragebogen in deutscher Sprache. Die Teilnahme ist noch bis zum 15. Oktober möglich.

04.09.2017

 

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