Blitzerbilanz: Autofahrer haben sich an Tempo 30 in Ortsdurchfahrten gewöhnt

Rund zwei Jahre nachdem in den Ortsdurchfahrten Bodersweier, Marlen und Goldscheuer Tempo 30 eingeführt worden ist, haben sich Autofahrer scheinbar an die Geschwindigkeitsbegrenzung gewöhnt: Die Anzahl der gemessenen Geschwindigkeitsverstöße in den genannten Ortsdurchfahrten ist im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich gesunken.

4750 Schnellfahrer haben die stationären Radaranlagen der Stadt im ersten Halbjahr 2017 erfasst; 2016 waren es im gleichen Zeitraum 12 702 – also mehr als zweieinhalb Mal so viele. Bei der Bilanz ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Radaranlagen Anfang 2017 wegen Wartungsarbeiten eineinhalb Monate lang außer Betrieb waren. Somit konnten in dieser Zeit keine Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen werden. „Wir gehen aber davon aus, dass die Zahlen auch ohne den Ausfall gesunken wären“, sagt Gerlinde Ulrich, Leiterin des Bereichs Verkehrswesen bei der Stadt.
Denn auch nach der Installation der aus fünf Säulen bestehenden Radaranlage im Dezember 2011, als in den Ortsdurchfahrten Bodersweier, Marlen und Goldscheuer noch Tempo 50 galt, hatte sich gezeigt, dass die Verkehrsteilnehmer sich nach einer bestimmten Zeit an die Radarsäulen gewöhnen und ihr Fahrverhalten dementsprechend anpassen. Im ersten Jahr nach der Installation haben die Kameras 6777 Mal ausgelöst – ein Jahr später wurden im gleichen Zeitraum noch 3100 Fahrer fotografiert, die zu schnell unterwegs waren.

Zu schnell unterwegs waren im ersten Halbjahr 2017 deutlich weniger Fahrzeuge als im ersten Halbjahr 2016 - die Fahrzeughalter haben sich augenscheinlich an die Geschwindigkeitsbegrenzung gewöhnt.

„Man merkt, dass das Geschwindigkeitsniveau in den Ortschaften gesunken ist – die Tendenz ist eindeutig“, sagt Gerlinde Ulrich. Am häufigsten habe der Blitzer in diesem Jahr in Marlen ausgelöst, gefolgt von Bodersweier. Insgesamt 162 500 Euro hat die Stadt bis Ende Juni 2017 durch die stationären Radaranlagen an Bußgeldern eingenommen; im Vorjahr waren im gleichen Zeitraum 370 500 Euro zusammengekommen. Der höchste Bußgeldbescheid, der 2017 bislang verhängt wurde, belief sich auf 280 Euro: Der Autofahrer war in Marlen 55 Stundenkilometer zu schnell unterwegs gewesen. Neben dem Bußgeldbescheid bekam er auch ein zweimonatiges Fahrverbot.
Während 2013 noch 60 Prozent der Schnellfahrer nicht belangt werden konnten, weil sie in einem Auto mit französischem Kennzeichen unterwegs waren, hat sich dies mittlerweile geändert: Den französischen Fahrzeughaltern werden die Bußgeldbescheide, unabhängig von deren Höhe, zugeschickt. Die Zahlungsmoral sei gut, berichtet Gerlinde Ulrich. Im Unterschied zu den deutschen Fahrzeughaltern, die ihr Bußgeld meist überweisen, kämen die Franzosen lieber ins Rathaus, um ihren Strafzettel bar zu bezahlen. Schnellfahren ist in Frankreich im Übrigen viel teurer als in Deutschland – Geschwindigkeitsüberschreitungen im einstelligen Bereich werden bereits mit 90 Euro Bußgeld geahndet. Die Bußgeldbescheide werden auch deutschen Autofahrern zugestellt, in deutscher Sprache.

05.09.2017

 

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