„Schöne heile Welt“: SWR dreht wieder in Kehl

Kehl ist erneut Schauplatz eines Filmdrehs geworden: „Schöne heile Welt“ lautet der Arbeitstitel des 90-Minüters, für den der SWR am Donnerstag (28. September) auf dem Kehler Bahnhofsvorplatz, an der Tram-Haltestelle und in der Hafenstraße einige Szenen aufgenommen hat. Es war der zweite Drehtag in Kehl: Bereits einige Tage zuvor hatte das Team im Hafen die Kameras aufgebaut. Gesendet wird der Film im Ersten, der genaue Termin steht aber noch nicht fest.

Szene 23/3, Take zwei: Schauspieler Richy Müller alias Willi tritt aus dem Kehler Bahnhofsgebäude auf den Bahnhofsvorplatz. Begleitet wird er von Schauspieler N’Tarila Kouka alias Franz, der einen mit leeren Flaschen gefüllten Einkaufswagen vor sich her schiebt. Zwei Mikrofone schweben über den beiden Schauspielern; ein auf Schienen befestigter Kamerawagen fährt auf Willi und Franz zu, als sie aus dem Gebäude treten, und dann wieder zurück, während sie vorwärts laufen. Ein großes weißes Sonnensegel fängt die starke Strahlung der Mittagssonne ab und lässt ein weicheres Licht auf die beiden Schauspieler fallen.

Richy Müller und N'Tarila Kouka beim Filmdreh auf dem Bahnhofsvorplatzzoom

Mit einem rund 30-köpfigen Team und fünf Transportern ist der Südwestrundfunk am Donnerstagvormittag in Kehl angerückt. Ein Rettungswagen, der nur zu Filmzwecken verwendet wird, sowie zahlreiche Komparsen kommen ebenfalls zum Einsatz.  Gedreht wird nicht nur auf dem Bahnhofsvorplatz, sondern auch an der Tram-Haltestelle und im Kreisverkehr in der Hafenstraße.
Während Richy Müller nicht zum ersten Mal in Kehl vor der Kamera steht – er hat bereits 2012 als Tatort-Kommissar Thorsten Lannert im Hafen ermittelt – ist es für den zwölfjährigen N’Tarila Kouka überhaupt die erste große Fernsehproduktion, bei der er dabei ist. Der junge Schauspieler, der die Hauptrolle in „Schöne heile Welt“ spielt, wurde in Paris gecastet. Die zweisprachige Coachin Charlotte Roustang begleitet den Jungen; sie übersetzt die deutschen Regieanweisungen ins Französische.

Gleich fällt die Klappe für Szene 23/3, Take zwei.zoom

Dass N’Tarila Kouka kaum ein Wort Deutsch spricht, schadet dem Film nicht – vielmehr passt es zu seiner Rolle: Der Franzose spielt einen afrikanischen Flüchtlingsjungen, der zufällig Bekanntschaft mit dem Sozialhilfeempfänger Willi (Richy Müller) macht. Die Begegnung verändert das Leben des mürrischen Mittfünfzigers, der der letzte Bewohner in einem zum Abriss bestimmten Mietshaus am Stadtrand ist und sich weigert auszuziehen. Willi tauft seinen neuen Bekannten, der eigentlich Fianarantsoa heißt, kurzerhand „Franz“ und lässt sich überreden, eine der leerstehenden Wohnungen im Abrisshaus an Franz‘ von Abschiebung bedrohte Familie zu vermieten. Zwischen Willi und Franz fallen wenige Worte, trotzdem entdecken die beiden eine gemeinsame Leidenschaft – das Eislaufen.
Außer in Kehl dreht das SWR-Team an insgesamt 29 Tagen auch in Offenburg, Baden-Baden, Karlsruhe und in Hügelsheim.

Mehr Impressionen vom Filmdreh in Kehl gibt's hier in der Fotogalerie:

 
 
 
 

28.09.2017

 

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