Jugendgemeinderat diskutiert über Umweltaktion und Fußballturniere

Weil die Grillaktion auf dem Marktplatz mit Live-Musik zur Earth Hour, die der alte Jugendgemeinderat organisiert hatte, ein voller Erfolg war, plant nun der neue Rat eine Neuauflage. Der „Mathias-Platz“ soll mit einem Fußballturnier getauft werden. Außerdem arbeiten die jungen Räte an einem neuen Logo.

150 statt der erwarteten 30 Gäste waren zur Grillaktion rund um die Earth Hour gekommen, berichtete die städtische Klimaschutzmanagerin Lea Unterreiner dem neuen Jugendgemeinderat in der zweiten Sitzung seit seiner Wahl. Auch die Jugendfeuerwehr war beteiligt, sie löschte anschließend die Grillfeuer. Der Jugendgemeinderat beschloss einstimmig, zur nächsten Earth Hour am Samstag, 24. März 2018, wieder eine Grillaktion anzubieten und dafür auch mächtig Werbung zu machen.
Mit nur zwei Enthaltungen beschlossen die Jungrätinnen und -räte außerdem, ein Fußballturnier zu Ehren des engagierten Bürgers zu veranstalten, nach dem der rote Platz vor der Tulla-Realschule benannt werden soll. „Mathias“, wie ihn die Jugendlichen nannten, spielte dort regelmäßig mit den Schülerinnen und Schülern Fußball. Ken Woischwill betonte, dass auf jeden Fall die Schulen mit eingebunden werden müssten, deren Schüler den Platz nutzen. Was den älteren roten Platz am Einstein-Gymnasium angeht, bemängelte Renko Müller, dass dieser nicht von Laub und Wasseransammlungen gereinigt würde und der Platz deshalb nur sehr eingeschränkt nutzbar sei.
Als Reaktion auf die Kritik von Schülern des Einstein-Gymnasiums, dass an ihrer Schule zu wenig über Flüchtlinge informiert werde, erklärte Louisa Heitz, die Flüchtlinge an ihrer Schule würden direkt in die Klassen integriert. Auch berichteten Ken Woischwill von der Tulla-Realschule und Luzie Zauker von den Beruflichen Schulen von Workshops, die an ihren Schulen stattfinden. Nico Ristau von der Tulla-Realschule plädierte dafür, dass das Angebot an solchen Workshops ausgeweitet werde, woraufhin Nanine Delmas, Fachbereichsleiterin für Bildung, Soziales und Kultur, dem Jugendgemeinderat riet, sich an die städtische Integrationsbeauftragte Raya Gustafson zu wenden.
Auch die aus Sicht der Jugendgemeinderäte mangelhafte Medienausstattung vieler Schulen kam zur Sprache: Nanine Delmas berichtete vom Beschluss des Gemeinderats, bis 2022 drei Millionen Euro für ein Medienkonzept für die Schulen bereitzustellen. Eine Förderung durch die Bundesregierung in Höhe von 85 Prozent stehe zwar in Aussicht, ein Förderantrag könne jedoch aufgrund von Verzögerungen im Programm noch nicht gestellt werden. Deshalb warte die Stadt noch ab.
Eine Klausurtagung zum Thema Erlebnispädagogik schlug der Jugendgemeinderatsvorsitzende Michael Nguyen vor, der bei der Sitzungsleitung von Binja Frick, Fachkoordinatorin Jugend, unterstützt wurde. Außerdem soll der Jugendgemeinderat ein neues Logo bekommen, einen ersten Entwurf hat Luzie Zauker bereits erarbeitet und vorgestellt.

06.12.2017

 

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