Stadt investiert rund vier Millionen Euro in Feuerwehr-Einsatzzentrale und Guggenmos-Schule

Kaum ist die Winterpause vorüber, wird in Kehl weiter tatkräftig saniert und gebaut: Sowohl an der Josef-Guggenmos-Schule als auch bei der Kehler Feuerwehr haben die Abrissarbeiten begonnen. Die Grundschule wird grundsaniert und ausgebaut, die Einsatzzentrale der Feuerwehr erweitert und mit neuer Technik ausgestattet. Insgesamt investiert die Stadt rund vier Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau beider Gebäude.

Moderner, schöner und vor allem größer soll das Schulgebäude werden, das in den 1970er-Jahren errichtet wurde und schon seit einiger Zeit aufgrund fehlender personeller Kapazitäten auf seine Sanierung wartet. Seit Montagmorgen (8. Januar) sind die Bauarbeiten in vollem Gange: Die bislang einstöckige Grundschule wird grundsaniert, um eine Etage erweitert und unter anderem durch den Einbau eines Aufzuges barrierefrei. Zudem werden an die neue Fassade voll verglaste „Lese-Inseln“ angebaut – also lichtdurchflutete Vorbauten, die den Kindern die Möglichkeit bieten, sich in gemütlich eingerichteten Leseecken zum Schmökern zurückzuziehen.

Vor dem Abriss muss das Schulgebäude vollständig entkernt werden.zoom

Dafür wird im ersten von zwei Bauabschnitten der gesamte linke Flügel des durch ein Foyer zweigeteilten Gebäudes bis zur Kellerdecke abgerissen. „Der neue Rohbau soll – wenn alles läuft wie geplant – bis Juli 2019 stehen“, erläutert die zuständige Bauleiterin Irene Chayle-Döring. Danach werde der rechte Flügel in Angriff genommen. Bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind, werden vier der insgesamt sechs Grundschulklassen in Container ausquartiert, die durch sogenannte Flurcontainer an den Teil des Gebäudes angeschlossen werden, der aktuell nicht von den Bauarbeiten betroffen ist. Sobald die Arbeiten an der Grundschule abgeschlossen seien, werde auch die gesamte Außenanlage umgestaltet, berichtet Irene Chayle-Döring. Zahlreiche Balancier- und Spielgeräte sowie ein Barfußpfad sollen den Kindern künftig in einer mit 26 Bäumen bepflanzten Grünanlage ausreichend Platz zum Spielen und Toben bieten. Insgesamt sind für den Ausbau und die Sanierung der Guggenmos-Grundschule 3,45 Millionen Euro veranschlagt.

In dem neuen Aufbau werden die Feuerwehrmänner mehr Platz für die Küche, die Umkleide- sowie einen Aufenthalts- und Besprechungsraum zur Verfügung haben.zoom

Auch bei der Einsatzzentrale der Feuerwehr rückten am Montagmorgen die Rohbauer an. Dort wird ein neues Stockwerk aufgesetzt, das vor allem den hauptamtlichen Feuerwehrmännern ihre 24-Stunden-Schichten erleichtern soll. In der bisherigen Raumlösung waren die Küche, ein kleines Lager, der Umkleide- sowie der Aufenthalts- und Besprechungsraum im Keller auf einer Fläche von 25 Quadratmetern untergebracht – zu wenig Platz, vor allem, seitdem das Personal in den vergangenen Jahren um fünf weitere Mitarbeiter aufgestockt wurde, berichtet Feuerwehrkommandant Viktor Liehr. Darum steht den Einsatzkräften in dem Aufbau künftig eine doppelt so große Fläche zur Verfügung.

Für die Bauarbeiten, die voraussichtlich bis Ende des Jahres andauern werden, mussten die Einsatzzentrale und der Ruheraum in Container ausquartiert werden.zoom

Außerdem wird die Einsatzzentrale modernisiert und für die Einrichtung des Digitalfunks vorbereitet. „Wir besitzen bald die modernste Einsatzzentrale der Ortenau“, freut sich Viktor Liehr. Die aktuelle Technik sei veraltet und stamme noch aus dem Jahr 1990, so dass es teilweise keine Ersatzteile mehr gebe.
„Die Kosten für die Modernisierung der Technik sowie den Ausbau des Gebäudes belaufen sich auf rund 540 000 Euro“, weiß Bauleiter Martin Harter. Für die Bauarbeiten, die voraussichtlich bis Ende des Jahres andauern werden, mussten die Einsatzzentrale und der Ruheraum in Container ausquartiert werden. Diese befinden sich derzeit auf dem Hof der Leitstelle; der Umkleideraum mitsamt den Spinden wurde in die Fahrzeughalle verlegt. Für ihn und seine Mannschaft bedeuteten die Bauarbeiten und die 24-Stunden-Schichten im Container natürlich eine enorme Mehrbelastung, „man arbeite parallel zum Baustellenbetrieb, sagt Viktor Liehr und betont: „Aber wir wissen ja was kommt und freuen uns darauf, da nehmen wir das gerne in Kauf!“

12.01.2018

 

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