Mittelasiatisches in der Internationalen Küche Kehl: Kennenlernen bei Tschebureki und Beljaschi

Was ist unter mittelasiatischem Essen zu verstehen? Wie werden die Speisen zubereitet? Das haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Internationale Küche Kehl beim Kochtreff in der Hebelschule erfahren – und sich dabei kennengelernt und ausgetauscht. Gekocht wurden Teigtaschen nach Originalrezepten aus dem Raum Kasachstan und Kirgistan.

Hackfleischtaschen, einmal mit und einmal ohne Hefe, Gemüsetaschen für die Vegetarier und Salat standen auf dem Plan. Den Teig für die Taschen hatte Emma Müller, eine der beiden „Chefköchinnen“ des Abends, schon vorbereitet. Die gebürtige Kasachin war schon mehrmals bei den Treffen der Internationalen Küche Kehl dabei und kennt sich aus in der Küche der Hebelschule. Auch Auguste Blum, die zweite „Chefköchin“, nimmt regelmäßig begeistert am Kochtreff in der Kreuzmatt teil. „Natürlich kriegt man alle Rezepte auch im Internet“, sagt sie, „hier kochen wir aber gemeinsam, wir lernen uns kennen und können uns über unterschiedliche Kulturen austauschen“. Besonders interessant fand sie es in der Vergangenheit, bei den Kochabenden indische und afrikanische Gerichte kennenzulernen. „Ich wäre zuhause nie auf die Idee gekommen, einfach mal indisch zu kochen.“ Zusammen mit ihren beiden Töchtern erklärte Auguste Blum diesmal, wie man Tschebureki – frittierte Teigtaschen mit Hackfleischfüllung – in ihrer Heimat Kirgistan zubereitet. Emma Müller war für die Beljaschi, Hackfleischtaschen ohne Hefe, zuständig.

An der Kochinsel wird der Teig geformt und das Öl zum Braten erhitzt.zoom

Die 15-köpfige Gruppe, von der fünf Hobbyköche zum ersten Mal mitkochten, verteilte sich auf drei Kochinseln, wo gemeinsam geschnitten, gebraten und frittiert wurde. Eine der neuen Teilnehmerinnen, Bianca Schulz, hatte über eine Freundin von der Internationalen Küche erfahren und ist nach ihrem ersten Besuch begeistert: „Ich werde auf jeden Fall wiederkommen.“ Das hat auch Sabine Blank vor, die von ihrer Arbeitskollegin auf den Kochtreff aufmerksam wurde. Weil sie schon viel Zeit in Dänemark und Lettland verbracht hat, möchte sie künftig selbst als „Chefköchin“ zum Programm beitragen und zusammen mit anderen dänische und lettische Speisen zubereiten. „Gemeinsam zu kochen und dabei andere Kulturen kennenzulernen – das ist das Ziel der Gruppe“, erklärt Stefanie Studer von der Gemeinwesenarbeit Kehl-Kreuzmatt, die das Projekt „Internationale Küche Kehl – gemeinsam kochen & Kulturen kennenlernen“ von städtischer Seite aus begleitet. Jedes Mal erklärt sich ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin als „Chefkoch“ bereit, Rezepte aus seinem oder ihrem Heimatland mitzubringen, die alle zusammen nachkochen und anschließend verspeisen können. Aus den Rezepten, die bisher gekocht wurden, soll ein Kochbuch veröffentlicht werden. Hierfür werden während der Kochtreffs zahlreiche Fotos der Speisen gemacht, die das Kochbuch anschaulicher machen sollen.

Typische mittelasiatische Gerichte sind Tschebureki (links) und Beljaschi (rechts).zoom

Info
Das bisher als „Sprache geht durch den Magen“ bekannte Modellprojekt wurde im Jahr 2013 in einem Forum zur Bildungslandschaft Kreuzmatt entwickelt.
Der Kochtreff findet in der Regel am letzten Mittwoch eines Monats statt – Bewohnerinnen und Bewohner der Kreuzmatt und alle weiteren Interessierten dürfen, nach vorheriger Anmeldung unter 07851 958690 oder per E-Mail an s.studer@stadt-kehl.de, mitkochen. Am 28. Februar wird usbekisch gekocht, am 25. April süddeutsch und am 27. Juni geht die kulinarische Reise nach Marokko. Auch für das zweite Halbjahr haben sich schon Chefköchinnen und Chefköche angemeldet, die lettische und tunesische Gerichte kochen möchten.

 
 
 
 

07.02.2018

 

Flüchtlingshilfe Kehl

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