Wasserversorgung

Die Technischen Dienste Kehl versorgen rund 33.000 Einwohner der Stadt Kehl mit Trinkwasser. Bei einer jährlichen Verkaufsmenge von ca. 1,9 Millionen Kubikmeter wird das Wasser rund um die Uhr durch ein 180 Kilometer langes Leitungsnetz direkt zum Kunden befördert. Leutesheim und Zierolshofen werden vom Wasserversorgungsverband "Korker Wald" mit Trinkwasser versorgt.

Die TDK sind stolz darauf, dass sie den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Kehl einen der günstigsten Wasser- und Abwasserpreise in ganz Deutschland bieten können.


Anschluss an das Trinkwassernetz

Wer ein Grundstück an das öffentliche Trinkwassernetz anschließen lassen möchte, kann sich hier die Antragsunterlagen herunterladen. Diese sind vollständig auszufüllen und zu unterschreiben und nach Erhalt der Baugenehmigung, jedoch vier Wochen vor Beginn der Baumaßnahme, in doppelter Ausfertigung bei den Technischen Diensten Kehl einzureichen. Bitte fügen Sie dem Antrag die notwendigen Planunterlagen bei.

Die Versorgung mit Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz erfolgt auf Grundlage der Wasserversorgungssatzung (WVS) der Stadt Kehl in der jeweils gültigen Fassung. Der Anschlussnehmer ist nach § 16 WVS für die Ausführung der Anlage verantwortlich.

Installationsarbeiten an der Wasserversorgungsanlage dürfen nicht in Eigenleistung ausgeführt werden. Die Anlage darf nur durch ein in der Handwerksrolle eingetragenes oder durch ein von den Technischen Diensten Kehl zugelassenes Installationsunternehmen erstellt oder verändert werden. Bitte geben Sie Name und Anschrift der ausführenden Firma im Antrag an. Fehlende Angaben und Unterlagen erschweren die Bearbeitung und verzögern die Genehmigung.

Ist eine Eigenwasserversorgungsanlage (Regenwasseranlagen, Förderung von Grundwasser) vorhanden bzw. geplant, so teilen Sie dies den Technischen Diensten Kehl bitte mit.

Wasserversorgungsantrag mit Anlagen


Wasserwerk Kehl

Das Wasserwerk Kehl, das sich im Gewann Schutterwaldwiesen auf der Gemarkung Willstätt befindet, wurde im Oktober 1980 in Betrieb genommen. Gleichzeitig erfolgte die Abschaltung des alten Werkes beim Wasserturm, das 75 Jahre lang in Betrieb war. Das neue Wasserwerk versorgt die Kernstadt sowie die Ortsteile Goldscheuer, Marlen, Kittersburg, Hohnhurst, Auenheim, Kork, Bodersweier, Neumühl, Odelshofen und Querbach mit Trinkwasser.

Im Wasserwerk Kehl wird aus drei, jeweils 60 Meter tiefen Brunnen, das Grundwasser mit einer Gesamtförderleistung von 210 Litern pro Sekunde gewonnen. Durch die Zugabe von Sauerstoff werden Eisen und Mangan gebunden, die durch Filter aus dem Wasser entfernt werden. Da die Qualität des Trinkwassers in Kehl gut ist, kann auf eine Zugabe von Chlor zur Desinfektion verzichtet werden. Durch Reinwasserpumpen wird das Wasser mit einem Druck von 4,8 bar in das Rohrleitungsnetz abgegeben. Das Wasserwerk verfügt über einen Wasserspeicher, der insgesamt 1000 Kubikmeter fasst.

In den Jahren 1993 bis 1995 wurde die Steuerungsanlage des Wasserwerks erneuert und 2004 wurde auf dem Flachdach eine Photovoltaikanlage installiert.

Wasserwerk Auenheim

1928 wurde südlich der Ortschaft Auenheim ein Wasserwerk und ein Tiefbrunnen für die Wasserversorgung gebaut.1964 wurde ein neuer leistungsfähiger Brunnen errichtet. Dieser Brunnen hat eine Tiefe von 42 Metern und eine Förderleistung von 16 Liter/Sekunde. Das Wasserwerk Auenheim wurde im Juni 1988 außer Betrieb genommen, wird jedoch noch für Notfälle bereitgehalten.

Wasserwerk Kork

In der Nähe der Bahnlinien, östlich der Ortschaft Kork, liegt das 1954 erbaute Wasserwerk mit Tiefbrunnen. Dieser Brunnen verfügt über eine Tiefe von 78 Metern und eine Förderleistung von 16 Liter/Sekunde. Ab 1966 wurde der Ortsteil Odelshofen mit Trinkwasser aus dem Brunnen Kork versorgt. Die Förderung von Trinkwasser wurde im Oktober 1987 in Kork eingestellt. Auch dieses Wasserwerk ist noch betriebsbereit und kann für Notfälle verwendet werden.

Wasserwerk Bodersweier

Das Wasserwerk und der Tiefbrunnen, beide 1957 erbaut, liegen südlich von Bodersweier an der Landesstraße nach Kork. Der Brunnen des Wasserwerks Bodersweier hat eine Tiefe von 20 Metern und eine Förderleistung von 25 Liter/Sekunde. 1969 wurde in Querbach die Wasserleitung verlegt, somit konnte Querbach an die Wasserversorgung des Wasserwerks Bodersweier angeschlossen werden. Im Juni 1991 wurde die Förderung am Brunnen Bodersweier eingestellt. Auch er wird betriebsbereit gehalten, um in Notfällen die Wasserversorgung übernehmen zu können.

Wasserwerk Neumühl

Die Wasserversorgung von Neumühl wurde 1959 am östlichen Ortsrand an der Straße nach Kork mit Wasserwerk und Brunnen erbaut. Hier liegt die Brunnentiefe bei 40 Metern und die Förderleistung bei 14 Liter/Sekunde. Die Einstellung der Förderung erfolgte im April 1983. Auch dieses Wasserwerk wird für Notfälle betriebsbereit gehalten.

Wasserturm

Wasserturm

Der 1905 erbaute Wasserturm liegt im Süden der Kernstadt, an der Kreuzung Schwimmbadstraße - Iringheimer-Straße. Er dient als Hochbehälter und hat ein Fassungsvermögen von 300 Kubikmetern.
In Notfällen ist auch am Wasserturm die Förderung von Trinkwasser zur Notversorgung möglich.
Im Jahr 2003 wurde der Wasserturm gründlich saniert und erstrahlt auch nachts in neuem Licht.

Historische Daten

Die Firma Hessemer aus Frankfurt am Main plante 1904 die Wasserversorgung der Stadt Kehl mit einem Tiefbrunnen, dem Wasserturm und dem Rohrnetz. Die Bauarbeiten am Wasserturm führte die Kehler Firma Azone im Auftrag der Firma Hessemer aus. Die Inbetriebnahme erfolgte im Oktober 1905.
Die Firma Hessemer hatte sich damals das Wasserversorgungsmonopol gesichert und nahm den Bau der Versorgungseinrichtungen, den Betrieb der Wasserverteilung und den Wasserverkauf selbst vor.
Es kam zu Unstimmigkeiten zwischen der Stadt Kehl und der Firma Hessemer aufgrund des hohen Wasserpreises. Die Stadt Kehl versuchte mehrfach, das Wasserwerk zu erwerben, um es in eigener Regie führen zu können. Aber die Firma Hessemer war zu diesem Verkauf nicht bereit und konnte dadurch ihre Monopolstellung ausnutzen. Nach mehreren Prozessen konnte die Stadt Kehl dann die gesamte Wasserversorgung für 285.000 Reichsmark von der Firma Hessemer kaufen und selbst betreiben.
Den ersten Weltkrieg überstanden die Wasserversorgungsanlagen unbeschädigt.
1922 wurde das Wasserwerk um einen Tiefbrunnen erweitert. Außerdem wurde ein Anbau am Wasserturm zur Unterbringung neuer Pumpen und Betriebsräumen realisiert.
Im 2. Weltkrieg 1945 wurde das Rohrnetz stark beschädigt. Auch der Wasserturm erlitt einige Treffer, die den Betrieb unmöglich machten. Zu diesem Zeitpunkt konnte nur stundenweise ein Teil des Ortsnetzes mit Wasser beliefert werden. Erst 1950 wurden die Kriegsschäden am Wasserturm beseitigt. Nach der endgültigen Freigabe der Stadt im Jahr 1953 wurde das Rohrnetz nach und nach wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand gebracht. Durch den ansteigenden Wasserverbrauch im Stadtgebiet wurde 1969 ein weiterer Tiefbrunnen im Bereich des Wasserturms gebaut. Auf weitere Investitionen wurde verzichtet, weil damals feststand, dass nur durch eine außerhalb liegende Wassergewinnungsanlage der künftige Wasserbedarf gedeckt werden konnte.
Von 1971 bis 1975 dauerte die Eingemeindung der Ortschaften Neumühl, Kork, Odelshofen, Ouerbach, Marlen, Goldscheuer, Kittersburg, Hohnhurst, Auenheim, Bodersweier, Leutesheim und Zierolshofen.
Dadurch erweiterte sich die Wasserversorgung um fünf Wasserwerke (Auenheim, Kork, Bodersweier, Neumühl und Goldscheuer).
Das neue Wasserwerk versorgte ab 1980 zunächst nur die Kernstadt. Nach erfolgtem Anschluss der einzelnen Ortschaften stellte die Stadt Kehl in den alten Wasserwerken die Trinkwasserförderung ein. Die Ortschaften Leutesheim und Zierolshofen beziehen weiterhin ihr Trinkwasser vom Zweckverband Gruppenwasserversorgung Korker Wald“.


Daten

Wasserwerke 6
davon reine Notversorgung 5
Brunnen 9
davon reine Notversorgung 6
Anzahl der Wasserspeicher 1
Inhalt der Wasserspeicher cbm 1.000
Anzahl der Hochbehälter 1
Inhalt der Hochbehälter cbm 300
Hauptrohrnetz km ca. 180
Hausanschlüsse km wird derzeit ermittelt
Wasserzähler ca. 8.100
versorgte Einwohner 33.000
Wasserverkauf pro Jahr gesamt ca. 1,9 Mio m³
durchschnittl. Wasserverbrauch je Einwohner pro Jahr ca. 56 m³

Gebühren

Die Wassergebühr setzt sich zusammen aus einer vom Wasserverbrauch unabhängigen Grundgebühr und einer Verbrauchsgebühr je Kubikmeter.

Grundgebühr für Wasserzähler

Nenndurchflussmenge Qn monatliche Gebühr
bis Qn 2,5 2,60 €
bis Qn 6,0
4,00 €
bis Qn 15,0
11,00 €
bis Qn 60,0
24,00 €
über Qn 60,0 32,00 €


Die Grundgebühr eines Standrohrzählers beträgt monatlich 11,- Euro.
Verbrauchsgebühr: pro Kubikmeter 1,33 Euro zzgl. MwSt.

Bereitstellungsgebühr (§46 Wasserversorgungssatzung):
Für besondere Bedarfsfälle sowie für Reserveanschlüsse wird zusätzlich zu der Grund- und der Verbrauchsgebühr eine Bereitstellungsgebühr von 0,10 Euro pro Kubikmeter erhoben.

Der Wasserversorgungsbeitrag beträgt je Quadratmeter Nutzungsfläche 1,78 Euro. Die Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.


Kundencenter

Silke Burgmann-Sauer
Britta Hoffmann
Marga Münscher
Herderstr. 2
77694 Kehl

Tel:  07851 88-1618
Tel:  07851 88-1616
Tel:  07851 88-1617
Fax: 07851 88-1626
S.Burgmann-Sauer@Stadt-Kehl.de
B.Hoffmann@Stadt-Kehl.de
M.Muenscher@Stadt-Kehl.de

 

Wasserversorgungsbeitrag

Christel Kleinmann
Beate Schuler
Rathaus II
Herderstr. 3
77694 Kehl

Tel:  07851 88-1153
Tel:  07851 88-1159
Fax: 07851 88-1156
C.Kleinmann@Stadt-Kehl.de
B.Schuler@Stadt-Kehl.de

 

Wasserturm

Karl-Friedrich Jockers
Schwimmbadstr. 1
77694 Kehl

Tel:  07851 88-1640
Fax: 07851 89-88920
kf.jockers@stadt-kehl.de

 
 
 
 

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