Zweckverbände
In den vergangenen 20 Jahren wurden verschiedene Hochwasserschutzmaßnahmen geplant und realisiert, immer mit dem Ziel, die Vorflut zu verbessern, um die Ortschaften zu schützen. Dabei wurden Entwässerungsgräben und Bäche leistungsfähiger ausgebaut sowie neue Entwässerungsgräben und Regulierungsbauwerke angelegt, um die Ortschaften von großen Wassermassen zu entlasten. Bei der Umsetzung der Renaturierungsmaßnahmen wurden auf deren ökologische Verträglichkeit geachtet. Die Hochwasserschutzmaßnahmen wurden und werden vom Land Baden-Württemberg gefördert; die verbleibenden Kosten teilen sich die Verbandsgemeinden.
Verbandsgebiet
Das Verbandsgebiet erstreckt sich im Dreieck zwischen den Verbandsgemeinden, wird dabei südlich begrenzt von der Kinzig, westlich vom Rhein, östlich vom DKW-Kanal
(Durbach-Kammbach-Wannenbach-Kanal) und dem Renchflutkanal.
Die wichtigsten Gewässer des Hanauerlandes sind:
Plauelbach, Gießelbach, Rinnbach, Kammbach, Flößgraben, Fischgießen, Galgenbach, Mühlbach, Holer, Rötzgraben, Lehrwaldgraben, Horbengraben, Spitzgraben, Flussgraben, Banngraben, Holer, Reihersteggraben, Schiffweggraben, Ablassgraben, Schwarzer Graben.
Gewässerunterhaltung
Außerhalb der Ortschaften wird die Gewässerunterhaltung vom Zweckverband durchgeführt. Innerhalb der Ortschaften sind die jeweiligen Kommunen zuständig.
Verbandsorganisation
Dem Verband stehen der Oberbürgermeister der Stadt Kehl, Dr. Günther Petry (Vorsitzender), der Bürgermeister der Stadt Rheinau, Michael Welsche, sowie der Bürgermeister der Gemeinde Willstätt, Marco Steffens, als Mitglieder der Verbandsversammlung vor.
Für die Abwicklung der Verbandsaufgaben zuständig sind: Verbandsrechner Peter Grün, Verbandsschriftführerin Beate Göbel, Verbandsingenieurin Dipl. Ing. Katrin Korth und Gewässerwart Alexander Sirch.
Aktuelle Hochwasserschutzmaßnahmen
Seit Mai 2008 wird die letzte große Hochwasserschutzmaßnahme "Fließpolder Korker Wald" realisiert. Mit dieser Maßnahme werden insgesamt rund vier Kilometer Damm, sechs Regulierungsbauwerke, zwei Durchlassbauwerke , ein Brückenbauwerk und etwa ein Kilometer Flutmulde erstellt. Außerdem wird der Holchenbach auf einer Länge von rund 500 Metern renaturiert. Die Baumaßnahme soll 2009 abgeschlossen werden.
Verbandsgebiet
Das Verbandsgebiet besteht aus den Gemarkungen der Stadt Kehl mit den Stadtteilen Marlen, Goldscheuer, Kittersburg und Hohnhurst, der Gemeinde Willstätt mit den Ortsteilen Eckartsweier und Hesselhurst, den Gemeinden Friesenheim, Hohberg, Meißenheim, Neuried und Schutterwald.
Aufgaben
Die Aufgaben des Zweckverbandes sind der Hochwasserschutz im Schutter-Unditz-Gebiet zwischen Lahr im Süden, Hohberg und Friesenheim im Osten und Kehl im Norden.
Insbesondere sind dies:
- Planung der abflussregulierenden Maßnahmen einschließlich des vorhandenen und eventuell zu ergänzenden Messstellennetzes.
- Durchführung baulicher Maßnahmen.
- Ausbau und Sanierung der Schutter, Schütterleüberleitung, Unditz und Tieflachkanal (Verbandsgewässer).
- Einrichtung von Hochwasserretentionsgebieten.
- Neubau, Erweiterung und Sanierung von wasserbaulichen Regulierungsbauwerken (Schleusen, Wehre) und der für die Planung und den Betrieb erforderlichen Messstellen.
- Maßnahmen zur Regulierung der Abflüsse im Bereich Kehl-Süd.
- Zum Betrieb und der Unterhaltung der dem Verband gehörenden Anlagen zählen auch Dämme, Regulierungsbauwerke und Pegel.
- Regelung des Wasserabflusses einschließlich des Hochwasserabflusses an den von den Verbandsgemeinden derzeit zu unterhaltenden Verbandsgewässern; Erstellen eines Betriebs- und Unterhaltungsreglements.
- Renaturierungsmaßnahmen im Verbandsgebiet, Erstellen von Pflege- und Entwicklungsplänen.
- Betrieb und Unterhaltung der dem Verband gehörenden Anlagen inklusive der Messstellen und der Verbandsgewässer Schutter, Schütterleüberleitung, Unditz und Tieflachkanal.
Finanzierung
Der Zweckverband finanziert sich durch Umlagen der Verbandsgemeinden und durch Landeszuschüsse.
Der Zweckverband Klärschlammtrocknung "Nördlicher Ortenaukreis" wurde im September 2001 gegründet. Die Gemeinden Achern, Appenweier, Gengenbach, Kehl, Oberkirch, Rheinau und Willstätt sowie die Abwasserzweckverbände Raum Offenburg, Achertal, Vorderes Renchtal haben sich aufgrund einer früher gemeinsam genutzten Klärschlammtrocknungsanlage zu einem Zweckverband zusammengeschlossen, mit dem Ziel die Anlage vorzuhalten oder zu betreiben. Die Entwicklung bei der Klärschlammverwertung in Baden-Württemberg hat dazu geführt, dass die Mitglieder ihre Klärschlämme gemeinsam der thermischen Verwertung zuführen. Aufgrund der erfolgreichen Kooperation sind in den vergangenen Jahren drei weitere Mitglieder, der Abwasserzweckverband Kinzig- und Harmersbachtal und die Abwasserverbände Neuried-Schutterwald und Sasbachtal dem Zweckverband beigetreten. Der Zweckverband lässt jährlich rund 24.000 Tonnen entwässerten Klärschlamm thermisch verwerten. Der ZVKNO verfügt über kein eigenes Personal. Die Aufgaben werden durch Mitarbeiter des Abwasserzweckverbandes "Raum Offenburg" wahrgenommen.
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