Außengelände Josef-Guggenmos-Schule

Bolzplatz, Jugendtreff, Pausenhof: An der Josef-Guggenmos-Grundschule wurden mehr als 8000 Quadratmeter für 1,5 Millionen Euro umgestaltet

Weiche Hackschnitzel, bunte Spiel- und Balancierelemente und viel Grün bieten den Schülerinnen und Schülern der Josef-Guggenmos-Schule einen Ausgleich zum Unterricht.

Für 1,5 Millionen Euro ist das Außengelände der Josef-Guggenmos-Schule parallel zur Sanierung und Erweiterung des Gebäudetrakts umgestaltet worden. Eine offizielle Einweihung des neugestalteten Areals musste coronabedingt zwar ausbleiben, von den Grundschülerinnen und -schülern wird der neue Pausenhof jedoch emsig genutzt, ebenso wie das neue Kleinspielfeld.

Der blaue Platz, der direkt an die Außenfläche der Guggenmos-Grundschule angrenzt, ist als Ersatz für den Bolzplatz an der Villa RiWa gedacht, der einem Piratenspielplatz und einem Quartiersplatz weichen musste.

Die erste Pausenglocke nach den Sommerferien 2020 hielt für die Grundschülerinnen und -schüler eine Überraschung bereit: Der 2386 Quadratmeter große Pausenhof war vollständig neugestaltet worden. Statt über asphaltierten Boden können sie nun über eine entsiegelte und mit weichen Hackschnitzeln ausgekleidete Außenfläche wetzen. Bunte Spiel- und Balancierelemente aus robustem Robinien- und Eichenholz sollen den Heranwachsenden einen Ausgleich bieten zu den eher sitzbetonten Unterrichtsstunden. Sogar eine leuchtend rote Slackline, ein Balancierseil, wurde auf dem neuen Pausenhof gespannt. „Die Schülerinnen und Schüler sollen sich bewegen und klettern können wie in einem Parcours“, beschreibt Thomas Zipp vom Grünflächenmanagement das Gestaltungskonzept der Außenfläche. Und damit sich die Schülerinnen und Schüler möglichst lange an den Spielgeräten erfreuen können, ohne dass ein Austausch einzelner Elemente nötig wird, wurden die einzelnen Holzstelen mit sogenannten Pfostenschuhen versehen, die dafür sorgen, dass die Feuchtigkeit nicht in das Holz ziehen kann. Und wer nach soviel Bewegungsangebot einen Moment braucht, um durchzuschnaufen, findet auf dem Schulhof Sitzgelegenheiten im Stil überdimensionierter Buntstifte vor. Besonders glücklich ist Thomas Zipp darüber, dass, trotz der Großbaustelle, mit einer Hainbuche und einem Ahorn zwei große Bäume auf der Außenfläche erhalten werden konnten. Sehr viel Arbeit habe jedoch die Terrasse aus Kunststoffpanelen bereitet. Der Grund: Damit sich der Kunststoff nicht statisch auflädt (und wieder entlädt, wenn Schülerinnen und Schüler beispielsweise an einen Türgriff fassen), wurde jede zweite Panele mit einer Metallleiste versehen. Diese wiederum ist an den Blitzschutz des Gebäudes angeschlossen. Zusätzlich verfügt die Terrasse über ein aufrollbares Sonnensegel und ist durch eine Rampe barrierefrei.

Direkt an die Außenfläche der Grundschule grenzt eine Kleinspielfläche mit blauem EPDM-Granulatbelag an. Sie ist Bolzplatz und Basketballfeld zugleich und wird von Schülerinnen und Schülern unter Aufsicht in den Pausen mitgenutzt. Beliebt ist der Platz bei Kindern und Jugendlichen jedoch auch nach Schulschluss, an Wochenenden und in den Ferien. Dann werden dort Tore geschossen und Körbe geworfen. Damit kein Ball im Schulhof oder auf der am Kleinspielfeld vorbeiführenden Karlstraße landet, wurde eine Art Gitterkäfig um den Platz gezogen. „Das Kleinspielfeld ist ein Ersatz für den asphaltierten Bolzplatz an der Villa RiWa“, berichtet Thomas Zipp. Der ehemalige Bolz- und vormalige Tennisplatz ist dem Piratenspielplatz und einem Quartiersplatz gewichen. Hinter der Kleinspielfläche an der Karlstraße stehen Baucontainer, die von der Offenen Jugendarbeit als Jugendtreff genutzt wird, beispielsweise für Ferienbetreuungsangebote. Hier mussten Anschlüsse für Fernwärme, Glasfaser, Wasser und Abwasser sowie für Strom gelegt werden. Auch die Außengestaltung des Platzes rings um den Jugendtreff Kreuzmatt hat die Stadt neu angelegt, etwa mit Baumpflanzungen und Sitzsteinen.

An den zahlreichen Spielgeräten des neu gestalteten Pausenhofs können sich die Schülerinnen und Schüler nach Lust und Laune austoben.

Zwischen Josef-Guggenmos-Grundschule, Kita Kreuzmatt und den Gewerblichen Schulen führt die Mozartstraße entlang. Im Zuge der Sanierungs- und Umgestaltungsarbeiten ist die Querverbindung zwischen Karl- und Haydenstraße auf 560 Quadratmetern neu gepflastert worden. Dies entspricht der Strecke von der Karlstraße bis zur Höhe der Kita.
Im Zuge dessen sind auch die angrenzenden Parkplätze der Gewerblichen Schule neu gepflastert worden, die Kosten von rund 15 000 Euro hat der Landkreis als Schulträger übernommen.

Die Planung der mehr als 8000 Quadratmeter großen Außenfläche wurde durch das Planungsbüro Bresch, Henne, Mühlinghaus aus Bruchsal erstellt. Die Gestaltung der Außenanlagen von Schule und Jugendtreff sind Teile eines städtebaulichen Sanierungskonzeptes für den gesamten Stadtteil Kreuzmatt, das ebenfalls von BHM erarbeitet wurde.  An der Planung beteiligt waren neben den städtischen Abteilungen auch Vertreter der Lehrerschaft, der Gemeinwesenarbeit und des Jugendtreffs. Ausführende Firma war Schöllmann, Garten- und Landschaftsbau aus Schutterwald.