Kehler Jugendgemeinderätinnen in Berlin

Mutmacher und Inspiration: Kehler Jugendgemeinderätinnen besuchen den Jugendkongress in Berlin

Charlotte Oestereich, Emilie Buchert, Marieke Reydel, Tuhana Güler und Najda Ben Amar posieren vor dem Brandenburger Tor in Berlin.
Den Jugendkongress in Berlin besuchten (von links) Charlotte Oestereich, Emilie Buchert, Marieke Reydel, Tuhana Güler und Najda Ben Amar.

Fünf Jugendgemeinderätinnen haben sich von Kehl aus zum Jugendkongress in der Bundeshauptstadt aufgemacht: An fünf Tagen konnten sie zahlreiche Kontakte knüpfen sowie Mut und Inspiration für ihre eigene Jugendgemeinderatsarbeit sammeln.

„Die fünf Tage in Berlin haben uns zusätzlich motiviert, engagiert zu bleiben und Jugendliche mitzuziehen“, berichten Marieke Reydel, Charlotte Oestereich, Emilie Buchert, Tuhana Güler und Najda Ben Amar nach ihrem Besuch beim Jugendkongress. 290 Jugendliche aus sämtlichen Teilen der Republik hatten sich Ende Mai auf Einladung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (kurz: BfDT) in der Bundeshauptstadt eingefunden. Nicht nur Jugendparlamente waren dort vertreten, auch Mitglieder von Jugendfeuerwehren sowie jugendliche Umweltaktivistinnen und -aktivisten der Fridays for Future-Bewegung. In Workshops und Außenforen wurde über Rassismus und Nationalsozialismus diskutiert und wie Jugendliche für Politik und Ehrenamt begeistert werden können. „Formate wie Politik und Pizza sind gute Anknüpfpunkte für weniger politisch interessierte Jugendliche“, berichten die fünf Jugendgemeinderätinnen. Im Frühjahr hatte der Stadtjugendring in der Kehler Stadthalle eine Fragerunde mit Jugendlichen und den OB-Kandidatinnen und -Kandidaten ausgerichtet. 2019 organisierte das Jugendzentrum unter demselben Titel eine Fragerunde zur Gemeinderatswahl. Politik und Pizza blieb jedoch nicht das einzige Konzept aus der Rheinstadt, das bei den Teilnehmenden des Jugendkongresses Anklang fand. Das geplante Umweltprojekt „A tree against trash“ wurde ebenfalls begeistert aufgenommen. In der Woche vom 17. bis 24. September wollen die Mitglieder des Kehler Jugendgemeinderats in der Kernstadt und den Ortschaften achtlos weggeworfenen Abfälle aufsammeln. Für jeden Kubikmeter Müll sollen im Anschluss 100 Bäume im Stadtgebiet gepflanzt werden. Derzeit suchen die Jugendgemeinderätinnen und -räte mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung nach Sponsoren für ihre Müllsammelaktion.

Auch für die eigene Arbeit im Jugendgemeinderat in Kehl war der Berlinbesuch für Marieke Reydel, Charlotte Oestereich, Emilie Buchert, Tuhana Güler und Najda Ben Amar bereichernd. „In Rhetorik-Workshops haben wir gelernt, vor Gruppen aufzutreten“, berichtet Marieke Reydel. In Workshops zu Projektmanagement erhielten die Jugendlichen und jungen Erwachsene Tipps, wie sie künftige Projekte angehen können und lernten, in Projektgruppen effizienter zu arbeiten. „In kürzester Zeit haben wir sehr viel Erfahrungen gesammelt“, resümieren die fünf Jugendgemeinderätinnen. Ein weiterer großer Mehrwert ihrer Teilnahme am Jugendkongress: die Vernetzung. Bereits auf der Rückfahrt begannen Überlegungen, sich mit den neugeknüpften Kontakten aus Darmstadt, Hamburg, Berlin und Stuttgart erneut zu treffen. „Daraus können neue Ideen resultieren“, freuen sich die fünf Jugendgemeinderätinnen. Und natürlich sollen auch die übrigen 20 Jugendgemeinderätinnen und -räte von den Erfahrungen und Erkenntnissen profitieren. Daher wollen ihnen Marieke Reydel, Charlotte Oestereich, Emilie Buchert, Tuhana Güler und Najda Ben Amar noch vor der nächsten Sitzung ausführlich Bericht erstatten.