Naturkita in Goldscheuer

Im Video: Der Gruppenwagen ist da – Kitaleiter Markus Mathis freut sich auf Start im Sommer

(von links) Ortsvorsteher Richard Schüler, Susanne Camara (Bildung und Betreuung von Kindern) und der Leiter der Naturkita Markus Mathis.
Freuen sich auf den Start der neu geschaffenen Naturkita in Goldscheuer: (von links) Ortsvorsteher Richard Schüler, Susanne Camara (Bildung und Betreuung von Kindern) und der Leiter der Naturkita Markus Mathis.

Nachdem zu Jahresbeginn bereits der Gruppenwagen für die Naturkita auf dem ehemaligen Freibadgelände in der Kernstadt aufgestellt wurde, steht nun auch der Gruppenwagen für das Goldscheurer Pendant. Bevor Kinder im Alter ab drei Jahren die neue Kindertageseinrichtung in Beschlag nehmen können, sind auf dem Areal hinter der Grundschule noch einige Arbeiten zu verrichten.

Beim Spazierengehen durch die Ortschaft ist es Markus Mathis sofort aufgefallen: das rund 4000 Quadratmeter große Areal hinter der Grundschule in Goldscheuer. Ein mannshoher Staketenzaun fasst bereits Teile des Grundstücks ein. Unter zwei hochgewachsenen Nadelbäumen liegen Sitzhölzer und auf einer umgegrabenen Gartenfläche wachsen Setzlinge empor. Neugierig wandte sich der gelernte Naturerlebnispädagoge Markus Mathis an die Ortsverwaltung und erkundigte sich, was auf dem Areal passiert. Als er von der geplanten Naturkita erfuhr, bewarb er sich auf die vakante Leitungsstelle – und bekam den Job. Inzwischen steht auch der wichtigste Bestandteil der Naturkita auf seinem zukünftigen Arbeitsplatz: der Gruppenwagen. 20 Mädchen und Jungen im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt finden dort einen Rückzugs- und Aufenthaltsraum, an dem sie sich bei Regen und Kälte aufwärmen können. Zwar wird das Naturkita-Konzept ideell oftmals als „Kita ohne Wände“ bezeichnet, ein Gruppenwagen ist dennoch fester Bestandteil. Und – beispielsweise bei Unwetter mit Starkwinden – gibt es in der angrenzenden Grundschule einen Schutzraum als zusätzlichen Rückzugsraum. Der Gruppenwagen bietet auf einer Fläche von 25 Quadratmeter einen Sitzbereich, eine Garderobe für Jacken, Schuhe und Rucksäcke, eine kleine Küchenzeile, eine Art Hochbett, in dem sich einige Kinder ausruhen oder sich bei Bedarf schlicht zurückziehen können, sowie Sanitäranlagen. Beheizt werden die Räumlichkeiten mit Gas. „Die Idee ist, dass die Kinder ständig unterwegs sind“, sagt Susanne Camara vom städtischen Bereich Bildung und Betreuung von Kindern. Und zu entdecken gibt es auch jenseits des Staketenzauns reichlich. An das Gelände hinter der Grundschule schließt sich ein kleines Wäldchen an, das die Kinder, begleitet durch das pädagogische Fachpersonal, erkunden und erforschen können. „Mit der Naturkita können wir den Kindern und Eltern im Ort eine größere Vielfalt an Betreuungsangeboten bieten“, freut sich Markus Mathis. Was ihn an der neuen Aufgabe reizt: „Von Anfang an mit dabei zu sein, die Kita mit zu entwickeln und das Projekt reifen zu sehen“, sagt er. Wenn er im Mai seine Stelle als Leiter der Naturkita Goldscheuer antritt, steht auch die Personalfindung ganz oben auf seiner Prioritätenliste. In Summe 2,5 Planstellen sind für die Betreuung der bis zu 20 Kinder vorgesehen. Erste Anmeldungen für die neu geschaffene Kindertageseinrichtung gibt es bereits. Ortsvorsteher Richard Schüler lobt die Naturkita als „zeitgemäße Lösung“, mit der den jüngsten Bürgerinnen und Bürgern der Ortschaft ein umfassendes Angebot gemacht werde. Durch die unmittelbare Nähe zur Grundschule und dem Sportplatz könnten sie sich bereits früh mit ihrer Umgebung vertraut machen.

Aktuell sieht die Naturkitafläche noch nach Baustelle aus. Bis es voraussichtlich im Sommer losgehen kann, sind noch einige Handgriffe nötig. Unter anderem legen die Mitarbeitenden des Betriebshofs einen neuen Eingangsbereich an und der Holzzaun wird als Sichtschutz noch vollständig um das Gelände aufgestellt.

Das Aufstellen des Gruppenwagens im Video

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