Bürgerbeteiligung zum Nahverkehrskonzept im Bürgersaal Auenheim

Können die Busse ihre Abfahrtszeiten einhalten? Wird es Verbesserungen im Schülerverkehr geben? Können die Gewerbegebiete besser angebunden werden? Wie bei der Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung zum Nahverkehrskonzept in der Kernstadt wurden auch in Auenheim zahlreiche Fragen gestellt sowie Anregungen und Ideen geäußert. Im Bürgersaal Auenheim ging es um das Bussystem in den nördlichen Ortschaften Auenheim, Leutesheim, Bodersweier, Zierolshofen und Querbach. Die wichtigsten Fragen von der Veranstaltung werden im Folgenden beantwortet.

Ein Plan vom vorgeschlagenen Busnetz in den nördlichen Ortschaftenzoom

Welche Veränderungen haben die Verkehrsplaner vorgeschlagen?

- Der nordwestliche Teil von Bodersweier wird an das Busnetz angeschlossen.

- Die Linie 403 fährt über Bodersweier direkt nach Leutesheim und nicht mehr über  
  Auenheim.

- Das Gewerbegebiet Auenheim wird mit einer neuen Stadtbuslinie an das 
  Verkehrsnetz angeschlossen. Mit dieser neuen Stadtbuslinie, die zwischen
  Leutesheim und Niedereich verkehrt, bekommen die Bürgerinnen und Bürger eine
  direkte Verbindung zum Zentrum am Markt, zum Rathaus, zum Ortenau-Klinikum
  und zum Schwimmbad.

- Die Linie 301 bedient das Gewerbegebiet Läger nicht mehr, sondern fährt direkt vom
  Bahnhof über Querbach und Bodersweier Richtung Freistett.

- Busse fahren von Leutesheim, Auenheim und Bodersweier während der Kernzeiten
  zwischen 8 und 19 Uhr im Halbstundentakt und nicht wie bisher im Stundentakt. In
  Zierolshofen und Querbach bleibt es beim Stundentakt.

- In den sogenannten Randzeiten nach 19 Uhr und am Wochenende fahren mehr Busse, auch
  nach Querbach und Zierolshofen.

- Die Zahl der Haltestellen wird in den größeren Ortschaften Bodersweier, Auenheim
  und Leutesheim deutlich erhöht.

Baubürgermeister Harald Krapp erklärte den Anwesenden das Nahverkehrskonzept und beantwortete ihre Fragen.zoom

Fragen, Anregungen und Kritik der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

- Was kostet die Umsetzung des Konzeptes?

  Die reinen Betriebskosten für die Umsetzung des Gesamtkonzeptes für die 
  Kernstadt und alle Ortsteilen belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Davon sind
  allerdings noch die Einnahmen abzuziehen, welche die Stadt durch den Verkauf von
  Fahrkarten erzielt. Abgespeckte Varianten des Gesamtkonzeptes, in der
  bestimmte Vorschläge nicht verwirklicht werden, sind günstiger: Die Kosten dafür
  würden sich auf rund eine Million Euro belaufen. Der Gemeinderat wird entscheiden,
  welche Variante umgesetzt wird.


- Werden sich die Kosten auf die Fahrpreise auswirken?

  Nein. Die Fahrpreise legt nicht die Stadt fest, sondern die Tarifgemeinschaft Ortenau
  (TGO). Das neue Bussystem soll die Bürgerinnen und Bürger außerdem ermuntern,
  verstärkt Monats- und Jahreskarten zu kaufen, so dass die Diskussion um den
  Preis von Einzelfahrscheinen in den Hintergrund tritt.

Verkehrsplaner Dr. Frank Gericke stellt das neue Konzept vor.zoom

- Morgens sind die Schulbusse nach Rheinbischofsheim zu voll, gerade im
  Winter. Wird sich daran etwas ändern?

  Der Schulverkehr hängt nur unwesentlich mit dem neuen Nahverkehrskonzept
  zusammen. Die Verkehrsbetriebe überprüfen regelmäßig die Bedarfssituation und
  stellen, wenn nötig, mehr Fahrzeuge zur Verfügung.

- Am Nachmittag ist die Verbindung von der Tulla-Realschule nach Auenheim
  schlecht. Die Kinder brauchen mehr als eineinhalb Stunden für den
  Heimweg. Wird sich daran etwas ändern?

  Nach dem neuen Konzept fahren mehr Linien über das Schulzentrum in der
  Vogesenallee. Vier Buslinien fahren in den Kernzeiten im Halbstundentakt zum
  Rendezvous-Halt am Rathaus. Dort bestehen Umsteigemöglichkeiten in alle
  Richtungen, auch nach Auenheim. Somit würden die Schüler in weniger als 30
  Minuten nach Hause kommen.

Rund 60 Bürgerinnen und Bürger kamen zur Vorstellung und Diskussion des Nahverkehrskonzeptes in den Bürgersaal Auenheim.zoom

- Schaffen es die Busse, den geplanten 30-Minuten-Takt einzuhalten? Gerade
   in Leutesheim, wo mehrere Haltestellen bedient werden müssen?

  
   Die Verkehrsplaner vom Büro Modus Consult sind die geplanten Strecken
   abgefahren, um zu überprüfen, ob die Taktung einzuhalten ist. In Leutesheim hat
   dies funktioniert. Sollte es sich im Betrieb erweisen, dass die Taktung zu knapp
   bemessen ist, werden Anpassungen vorgenommen.
   Den Leutesheimern wird mit der neuen Stadtbuslinie außerdem eine Alternative zur
   Linie 403 zur Verfügung stehen. Sollte ein Bus Verzögerung haben, kann die zweite
   Linie genutzt werden.

- Warum werden die Badischen Stahlwerke als größter Arbeitgeber in Kehl
  und die Gewerbegebiete in Willstätt und Goldscheuer nicht direkt von den
  Bussen angefahren?


  Der Bedarf in diesen Gebieten besteht nur in den Morgen- und Abendstunden, von 
  daher würde es sich nicht rentieren, eine Linie direkt dorthin zu führen.

- Könnte ein Ringbus eingerichtet werden, der mehrere Ortschaften, die
  Industriegebiete und die Kernstadt abfährt?

  Von Ringbussen wird in modernen Verkehrskonzepten abgesehen, weil sie zwar 
  viele verschiedene Haltestellen bedienen, zwischen den am weitesten voneinander
  entfernt liegenden Haltestellen jedoch ein zu weiter Weg liegt. Dies macht das
  Angebot wenig attraktiv.

Nach der der Vorstellung des Konzeptes und der Diskussion konnten die Bürgerinnen und Bürger noch einmal eine Bewertung abgeben.zoom

15.02.2016

 

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