Bürgerbeteiligung zum Nahverkehrskonzept in Goldscheuer

Verbesserungen im Schülerverkehr, mehr Sicherheit und Platz in den Bussen, eine bessere Anbindung an Offenburg: Bei der letzten Veranstaltung zum neuen Nahverkehrskonzept wurden in der Kulturfabrik Goldscheuer einige Fragen und Vorschläge geäußert. Die Fragen werden im Folgenden beantwortet.

Welche Veränderungen schlagen die Planer vor?

- In Marlen, Goldscheuer und Kittersburg werden zusätzliche Haltestellen
  eingerichtet.

- In Goldscheuer wird der Bus über die Goethestraße und nicht mehr über die
  Hauptstraße geführt.

- Von Goldscheuer und Marlen fahren die Busse im Halbstundentakt (wie bisher), von
  Kittersburg und Hohnhurst weiter im Stundentakt.

- Außerhalb der Kernzeiten werden auch in den Abendstunden und am Wochenende
  Fahrten angeboten.

- Alle Fahrten der Linien 301 und 106 laufen über den Rendezvous-Halt am Rathaus in
  der Kernstadt. Von dort bestehen Umsteigemöglichkeiten in alle Richtungen.

Verkehrsplaner Dr. Frank Gericke erläuterte die Planungen für die Ortschaften.zoom

Warum fährt kein Bus vor sechs Uhr morgens?
Der Bedarf für dieses Angebot muss noch erhoben werden. Eine Ausweitung der Abfahrtszeiten in die Abendstunden und über das Wochenende ist aus Sicht des Verkehrsplaners eher vorstellbar, als die Einrichtung von Busverbindungen in den frühen Morgenstunden. Bei jeder Einrichtung einer Busverbindung müssen auch die Kosten berücksichtigt werden.

Wenn Busse auch in den Abendstunden fahren, fällt dann das Sammeltaxi weg, das abends die Ortschaften bedient?
Wenn die Busse abends in einem ausgedünnteren Takt fahren, dann könnte das Sammeltaxi ergänzend bestehen bleiben.

Steigen die Fahrpreise mit dem neuen Konzept?
Die Preise bestimmt die Tarifgemeinschaft Ortenau. Das neue Nahverkehrskonzept hat keinen Einfluss auf deren Preisgestaltung.

Die Busse sind unbequem, haben zu hohe Sitze. Kann man daran etwas ändern?
Die Busse mit diesen Sitzen sind größtenteils schon ausrangiert, es fahren nur noch wenige davon in Kehl. Auch die übrigen Busse dieser Bauart werden von den Unternehmen ersetzt durch Busse mit niedrigeren Sitzen.

Auf Plänen konnten die Bürgerinnen und Bürger die Überlegungen für ihre Ortschaften begutachten.zoom

Könnte man mehr Platz in den Bussen schaffen und eventuell Anschnallgurte anbringen, um Kinder sicherer zu transportieren?
Diese Veränderung fällt in die Zuständigkeit der Verkehrsbetriebe, die die Fahrzeuge stellen. In Kehl sind dies die RVS (Südwestbus) und die SWEG. In den Bussen gibt es keine Anschnallpflicht und damit auch keine Sicherheitsgurte. Ziel des Gesetzgebers ist es derzeit, mehr Platz für die Fahrgäste zur Verfügung zu stellen. Das bedeutet mehr Stehplätze und weniger Sitzplätze.

In Kittersburg sind die Busse morgens zu voll. Gerade für jüngere Schüler ist das nicht optimal. Kann sich daran etwas ändern?
Das Verkehrsunternehmen, das in Goldscheuer die Schulbusse bedient, die SWEG, testet regelmäßig die Auslastung der Busse, besonders in den Morgenstunden. Mitarbeiter des Verkehrsbetriebs fahren dazu selbst in den Bussen mit. Es wurden bereits Anpassungen im Hinblick auf die Taktung, die Busgrößen und die Linienführung gemacht und es werden zum Teil zusätzliche Busse, sogenannte Verstärkerbusse, eingesetzt, um Platzprobleme zu lösen. Ortsvorsteher Richard Schüler wird aber mit den Verantwortlichen der SWEG über weitere Verbesserungsmöglichkeiten sprechen.

Nach der Veranstaltung gab jeder Besucher noch einmal eine Bewertung zum vorgestellten Konzept ab.zoom

Ist die Verlegung der Streckenführung von der Hauptstraße auf die Goethestraße in Goldscheuer eine gute Lösung? Zumal die Straßen dort sehr eng sind und außerdem ein Kindergarten in der Goethestraße ist?
Über die Hauptstraße fährt der Bus durch ein Randgebiet. In der Goethestraße ist das Einzugsgebiet viel größer. Dies war der Gedanke, der dem Veränderungsvorschlag zugrunde liegt. Wie die Linie genau geführt wird, steht noch nicht fest.

Ist der Halbstundentakt denn auch auf die Schulzeiten abgestimmt?
Nein, der Schulverkehr muss gesondert betrachtet werden. Der Rendezvous-Punkt in Kehl, an dem sich alle Linien im Halbstundentakt treffen, bestimmt die Taktung im Kehler Stadtverkehr nach dem neuen Konzept. Zudem ist der Schülerverkehr, und hier gerade der in Richtung Offenburg, den viele Kinder und Jugendliche aus den südlichen Ortschaften nutzen, vom Offenburger ÖPNV-System abhängig. Dessen zentrale Bestandteile sind der Schlüsselbus sowie die Bahn mit Regional- und Fernverkehr, deren Taktung jeweils auch die Taktung des Regionalverkehrs in den südlichen Ortschaften Kehls beeinflusst.

22.02.2016

 

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