Die Ausländerangelegenheiten: Eine Willkommensbehörde

Neuer Anstrich für den Bereich Ausländerangelegen: „Willkommen“ auf Türkisch, Russisch, Albanisch und in 15 weiteren Sprachen kann man seit wenigen Tagen auf der frisch gestrichenen Wand im Büro der Ausländerangelegenheiten Kehl lesen. An den Wänden hängen bunte Bilder, die Tische schmücken Orchideen. Damit wollen Bereichsleiter Ewald Bühler und sein dreiköpfiges Team erreichen, dass die Neuankömmlinge sich ab der ersten Minute im Büro noch wohler fühlen.

Der Bereich Ausländerangelegenheiten ist für alle Menschen zuständig, die keinen deutschen Pass haben und nach Kehl ziehen. Sie melden dort ihren Wohnsitz an, beantragen eine Aufenthaltserlaubnis, oder erhalten die ersten Dokumente, die für den Asylantrag erforderlich sind.
2015 wurden in den beiden Büros des Bereichs Ausländerangelegenheiten 7336 Personen beraten. Die Zahlen sind in den vergangenen zwei Jahren im Zusammenhang mit dem Zustrom der Flüchtlinge gestiegen - allerdings waren sie aufgrund der Grenzlage Kehl schon immer recht hoch. So haben sich im Jahr 2011 beispielsweise 5000 Menschen im Rathaus beraten lassen.

Ausländerangelegenheiten

Anders als bei manch anderer Behörde üblich werden die Kundinnen und Kunden in Kehl an Schreibtischen beraten und nicht am Schalter. So können sie bei ihrer Anmeldung in Kehl auf Bildschirmen sehen, welche persönlichen Daten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eintippen. Mit dieser Vorgehensweise wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Vertrauen gegenüber der Behörde stärken. Transparenz liegt dem Team am Herzen, sagt Leiter Ewald Bühler.


Im Wartebereich zeigen elektronische Schilder anhand grüner beziehungsweise roter Symbole, ob die beiden Büros besetzt oder frei sind. Die grün und rot leuchtenden Männchen sind für alle Menschen unabhängig von ihren Sprachkenntnissen verständlich

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Wer kein Deutsch spricht, kann bei der Anmeldung auch auf die Hilfe eines Dolmetschers oder einer Dolmetscherin zurückgreifen. Dafür arbeitet der Bereich Ausländerangelegenheiten mit dem Dolmetscher-Pool der Stadt Kehl zusammen. Ein Vorteil dieser Kooperation ist auch, dass die ehrenamtlichen Dolmetscherinnen und Dolmetscher oft selbst einen Migrationshintergrund haben und so als Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler agieren können. Soll man die Hand zur Begrüßung reichen oder könnte es den Ansprechpartner überfordern? Auch solche oder ähnliche Fragen klären die Dolmetscherinnen und Dolmetscher.

Auch bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt die Ausländerbehörde die Neuankömmlinge in Kehl. Sie kooperiert mit Behörden und Institutionen wie Infobest oder dem Institut für deutsche Sprache (IDS). Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung sind bei der Arbeitssuche in der Regel ausreichende deutsche Sprachkenntnisse. Ziel ist es deshalb, die Neuankömmlinge in die Sprachkurse des IDS zu integrieren. Vergangenes Jahr haben 60 Kundinnen und Kunden des Bereichs Ausländerangelegenheiten den Kurs abgeschlossen.
Die Stadt Kehl bietet Flüchtlingen direkt vier Stellen im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes an – dieser kann für junge Leute einen ersten Schritt in den Arbeitsmarkt darstellen.
Der Bereich ist ständig bedacht, den Neuankömmlingen den Start so angenehm wie möglich zu machen – durch den Ausbau des Beratungsangebotes ebenso wie durch die Gestaltung der Abteilung. Nach der Umgestaltung des Büros plant das Team als nächstes, den Wartebereich zu verschönern.


24.02.2016

 

Flüchtlingshilfe Kehl

Daten und Fakten zum Thema Flüchtlinge in Kehl sowie Informationen für ehrenamtliche Helfer sind auf der Internetpräsenz www.fluechtlingshilfe.kehl.de zusammengestellt.

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