Mixmarkt und Club Insomnia komplett niedergebrannt - 1,3 Millionen Euro Schaden

Der Mixmarkt in Kehl sowie der im gleichen Gebäude befindliche Insomnia-Club sind am Sonntag (10. Januar) komplett niedergebrannt: Um 5.58 Uhr wurde die Kehler Feuerwehr alarmiert, weil dichter Qualm aus dem Gebäude drang. Den Feuerwehrleuten gelang es zwar, in das Gebäude einzudringen, sie hatten jedoch keine Chance, das Feuer von innen zu löschen. Kurz nach 7 Uhr durchbrachen die Flammen das Flachdach des Gebäudes. Am Nachmittag räumte ein Bagger die Trümmer beiseite, um sicherzustellen, dass sich darunter keine Glutnester mehr befanden. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den späten Nachmittag hinein an. Den Sachschaden schätzt die Kehler Feuerwehr auf rund 1,3 Millionen Euro.

Der Brand war im Bereich der im Supermarkt integrierten Gaststätte ausgebrochen; beim Eintreffen des ersten Löschzugs befanden sich die Räume des Clubs bereits im Vollbrand. Vier Trupps der Feuerwehr konnten in die Gaststätte und durch den Eingangsbereich in den Supermarkt gelangen und versuchten, das Feuer von innen zu bekämpfen. Bedingt durch die Bauart des Gebäudes hat sich das Feuer jedoch im Bereich der Dachkonstruktion ausgebreitet. Darauf wies auch hin, dass aus sämtlichen Öffnungen des Gebäudekomplexes dicker schwarzer Rauch quoll. Weil der stellvertretende Feuerwehrkommandant Roland Walter, der den Einsatz leitete, daraus schloss, dass in der Dachkonstruktion „eine gefährliche thermische Aufbereitung“ stattfand, zog er die Feuerwehrkräfte aus dem Innenangriff zurück. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass das Gebäude nicht mehr zu retten sein würde.
Gegen 7 Uhr zündete dann das gesamte Gebäude durch. Eine Brandbekämpfung war nur noch von außen möglich. Inmitten der Rauchschwaden schlugen die Flammen meterhoch durch das Flachdach. Die Feuerwehrleute bauten sogenannte Riegelstellungen auf, um die dicht um den Brandherd liegenden Gebäude – darunter mehrstöckige Wohngebäude – zu schützen. Diese wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Zeitweise wurden gleichzeitig 4500 Liter Löschwasser aus 15 C-Rohren und drei Wasserwerfern aus den eingesetzten Hubrettungsfahrzeugen der Feuerwehren Kehl, Oberkirch und Offenburg auf die Brandstelle abgegeben.

 
 
 
 

Im Einsatz waren beide Löschzüge der Kernstadt, die Ausrückbereiche Bodersweier-Zierolshofen-Querbach, Goldscheuer-Hohnhurst und Kork-Odelshofen. Der Ausrückbereich Auenheim-Leutesheim besetzte das Gerätehaus, um im Falle eventueller Paralleleinsätze im Stadtgebiet ausrücken zu können. Die Kehler Feuerwehr wurde von den Wehren aus den Nachbarstädten und Gemeinden unterstützt: Im Einsatz waren die Drehleitern der Feuerwehren Oberkirch und Offenburg, die Abrollbehälter Atemschutz und Aufenthalt der Feuerwehr Achern und Löschfahrzeuge aus Willstätt, Legelshurst, Hesselhurst, Eckartsweier und Sand. Eine Löschgruppe der Feuerwehr Offenburg war während den Löscharbeiten zur Absicherung der Einsatzkräfte in Bereitstellung vor Ort.
Um 10.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Ab 13.30 Uhr begann ein Abbruchunternehmen in Abstimmung mit dem Gebäudeeigentümer und der Kriminalpolizei mit dem Abriss von Gebäudeteilen, um die unter der eingestürzten Decke liegenden Brandnester gezielt zu bekämpfen. Von oben wurde das ganze Ausmaß des Brandes sichtbar; der Gebäudekomplex war komplett niedergebrannt, das Dach hatte sich planenartig über die Supermarktregale gelegt.

Vom ehemaligen Kehler Mixmarkt und dem Club Insomnia ist nur noch eine Brandruinie übrig.zoom

Die Verpflegung der mehr als 120 Einsatzkräfte, die über viele Stunden hinweg an der Brandstelle waren, wurde durch 20 Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes sichergestellt. Das THW unterstützte die großräumige Absperrung der Einsatzstelle. Die Führungsunterstützungsgruppe der Feuerwehren Kehl und Willstätt bildeten die Einsatzleitung. Ferner waren vor Ort mehrere Streifen der Polizei, der Kriminaldauerdienst, die Energieversorger E-Werk Mittelbaden, Badenova und die technischen Dienste Kehl; die Geschäftsleitung der Familienheim Mittelbaden und die Gebäudeeigentümer. Auch Oberbürgermeister Toni Vetrano hat sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht.
Wegen der enormen Rauchentwicklung und der weithin sichtbaren Rauchfahne wurden in Abstimmung mit der Polizei Rundfunk- und Lautsprecherdurchsagen für das Kernstadtgebiet veranlasst. Die Bevölkerung wurde gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Eine Gesundheitsgefährdung habe jedoch zu keiner Zeit bestanden, versichert die Kehler Feuerwehr.
Da auch im Straßburger Stadtgebiet die Geruchsbelästigung zu spüren war, wurde mit der Leitstelle der Straßburger Feuerwehr ständig Kontakt gehalten. Personenschäden sind während des Einsatzes nicht aufgetreten.

Am Nachmittag hat ein Abruchunternehmen die Trümmer so zusammengeschoben, dass die Feuerwehr sicher sein konnte, dass sich darunter keine Brandnester mehr verbergen.zoom

10.01.2016

 

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