Gerhard Stech mit Feuerwehrehrenkreuz in Gold ausgezeichnet

Der Kehler Feuerwehrkommandant Gerhard Stech ist am Freitagabend mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Gold ausgezeichnet worden. Mit dieser Medaille würdigt der Deutsche Feuerwehrverband Gerhard Stechs „hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens“. Die Auszeichnung, die zu den vom Bundespräsidenten genehmigten Ehrenzeichen gehört, wird jährlich nur an einen von 3000 aktiven Feuerwehrmännern verliehen.

„Vieles, was heute in Baden-Württemberg Standard ist, hatte seinen Ausgang in Kehl“, sagte Kreisbrandmeister Reinhard Kirr in seiner Laudatio bei der Hauptversammlung der Kehler Feuerwehr in der Korker Gemeindehalle. Darauf sei auch er stolz, „schließlich hat das auch in den Landkreis hinein gewirkt“. Reinhard Kirr erinnerte in diesem Zusammenhang zum Beispiel an die Brandschutzkonzeption, die von 1990 bis 2000 unter der Leitung von Gerhard Stech in Kehl entwickelt wurde. Sie war die Grundlage für den 1993 aufgestellten Feuerwehrbedarfsplan. Kehl gehörte zu den ersten Städten im Land, die über einen solchen langfristigen Bedarfsplan verfügten – was Gerhard Stech sogar Lob vom Landesrechnungshof Baden-Württemberg eintrug.
Auch das Konzept, zum Erhalt der Einsatzfähigkeit abteilungsübergreifende Ausrückebereiche zu bilden, stammt von Gerhard Stech. Zwar hat er sich damit nicht bei allen freiwilligen Feuerwehrangehörigen beliebt gemacht – in Querbach traten damals so viele Feuerwehrleute aus der Feuerwehr aus, dass die Abteilung aufgelöst werden musste –, doch gerade, dass er diese Diskussion „ausgehalten und durchgestanden hat“, wie Reinhard Kirr formulierte, zeichne ihn als Kommandanten aus und habe dazu geführt, dass der Name Gerhard Stech „in allen Behörden und Ministerien bekannt ist“.

Kreisbrandmeister Reinhard Kirr heftete dem Kehler Feuerwehrkommandanten Gerhard Stech (links) das Feuerwehrehrenkreuz in Gold an.zoom

Die Kooperation mit der DLRG, die dazu geführt hat, dass die Kehler Wehr inzwischen seit mehr als zehn Jahren über Feuerwehrtaucher verfügt, „ist einmalig in Baden-Württemberg“, erklärte der Kreisbrandmeister, der sich bei seinem Stellvertreter (Gerhard Stech ist seit 1993 stellvertretender Kreisbrandmeister) auch in sehr persönlichen Worten bedankte; er habe viel von ihm gelernt. Gerhard Stech habe auch in dieser Funktion immer darauf geachtet, „ob das, was wir hier machen, auch auf Kehl passt“, er sei „hartnäckig, aber fair“, befand Reinhard Kirr und nannte auch gleich ein Beispiel: Als der Kehler Kommandant die alte Drehleiter durch eine Teleskopmastbühne ersetzen wollte, wollte das Land dies nicht zulassen. Gerhard Stech habe den Landesbranddirektor eingeladen, sei mit ihm einen halben Tag lang durch die Stadt und den Hafen gefahren. „Beim Mittagessen war er fast erschlagen“, berichtete Reinhard Kirr, und so habe Kehl anstatt einer Drehleiter eine Teleskopmastbühne bekommen.

Mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Gold werden hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens ausgezeichnet.

Das deutsch-französische Feuerlöschboot Europa 1 habe Gerhard Stech von der Konzeption über den Bau und die Inbetriebnahme bis zum heutigen Tag begleitet, nannte der Kreisbrandmeister eine weitere Kehler Besonderheit, die auch Oberbürgermeister Toni Vetrano in seiner Rede betonte: „Wir haben einen Feuerwehrkommandanten, der im wahrsten Wortsinn über die Grenzen hinausblickt“, lobte er. Er habe die Kontakte zur Straßburger Feuerwehr geknüpft und so ausgebaut, dass trotz der Unterschiede in Größe und Struktur eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe gewachsen sei. Das gelte für die Europa 1, es gelte aber auch für die Feuerwehrtaucher und die gemeinsame Ausbildung der Feuerwehrleute. "Die grenzüberschreitende Kooperation in dieser Form ist kein schmückendes Beiwerk, sondern trägt zur Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger bei."
Gerhard Stech denke strategisch und agiere mit Augenmaß, sagte Toni Vetrano, wenn es um die Ausstattung und Organisation der Feuerwehr gehe ebenso wie im Einsatz.
Im Einsatz strahle Gerhard Stech Souveränität und Ruhe aus, „in einem Maße, dass diese sich auf die Mannschaft überträgt“. Selbst bei den drei Großbränden in den vergangenen zehn Monaten – beim Brand des Wohngebäudes in Odelshofen, der Schreinerei Kleinhans und des Mixmarkts – habe er jede Sekunde das Gefühl gehabt, dass der jeweilige Einsatzleiter die Situation voll im Griff habe.

20.03.2016

 

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