Ergebnisse der Fußverkehrs-Checks im Gemeinderat vorgestellt

Besser zu Fuß: Bei zwei Vor-Ort-Begehungen haben Bürgerinnen und Bürger im vergangenen Herbst gemeinsam mit Verkehrsplanern und Vertretern der Stadt den Fußverkehr in der Kernstadt und in Kork unter die Lupe genommen. Kehl war als eine von 15 Kommunen in Baden-Württemberg ausgewählt worden, in der die Fußverkehrs-Checks stattgefunden haben – insgesamt 60 Kommunen hatten sich auf das vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur geförderte Programm beworben. Nachdem Verkehrsminister Winfried Hermann im Februar in Stuttgart die Ergebnisse der Fußverkehrs-Checks aus allen 15 Kommunen vorgestellt hatte, konnten die Kehler Resultate jetzt auch im Gemeinderat präsentiert werden.

Die Abschlussveranstaltung der Fußverkehrs-Checks in Kork mit Planer Philipp Hölderichzoom

Als eine Maßnahme hatte Planer Philipp Hölderich vom Büro Planersocietät bei den Fußverkehrs-Checks etwa vorgeschlagen, dort, wo grobes Kopfsteinpflaster verlegt ist, einen geeigneteren Untergrund für Rollstuhlfahrer zu schaffen. Blinden würden darüber hinaus taktile Leitsysteme auf Gehwegen und Plätzen die Orientierung erleichtern. Auch das Absenken von Bordsteinen und das Versetzen von Hindernissen wie Containern könnte das Potenzial bereits vorhandener Fußgängerwege ausschöpfen, indem es sie leichter zugänglich macht. Durch das Aufstellen von Displays mit Smileys würden Autofahrer sich eventuell eher an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und so eine geringere Gefahr für Fußgängerinnen und Fußgänger darstellen. Und auch durch Markierungen am Boden oder Querungsinseln könnte das Überqueren stark befahrener und schwer einsehbarer Straßenabschnitte für Fußgängerinnen und Fußgänger sicherer gemacht werden. Stellenweise könnte sogar der Verkehr in ganzen Straßenabschnitten für die unterschiedlichen Nutzergruppen – Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer - neu geordnet werden.

Verkehrsminister Winfried Hermann bei der Vorstellung der Ergebnisse der Fußverkehrs-Checks in Stuttgart.zoom

Fehlende sichere Querungsmöglichkeiten oder auch falsch geparkte Fahrzeuge, die verhindern, dass Fußgänger rechtzeitig gesehen werden oder den Gehweg nutzen können, seien häufige, jedoch einfach zu behebende Probleme, betonte Minister Winfried Hermann in diesem Zusammenhang bei der Vorstellung der Ergebnisse in Stuttgart. „Nun ist es Aufgabe der Städte und Gemeinden, den angestoßenen Prozess dauerhaft weiter zu gestalten und die Belange der Fußgängerinnen und Fußgänger ernst zu nehmen. Das Land wird die Kommunen auch dabei unterstützen“, erklärte er weiter.
Für das weitere Vorgehen in Kehl empfiehlt Planer Philipp Hölderich die Thematisierung des Fußverkehrs bei Neuplanungen oder Aktionstage zum Thema. Außerdem schlägt er vor, eine Arbeitsgruppe Fußverkehr zu gründen, die sich aus Verwaltung, engagierten Bürgern, Experten, Stadträten und einem Vertreter der Polizei zusammensetzen könnte. In diesem Kreis könnten die einzelnen Maßnahmen abgewogen und priorisiert werden, bevor der Gemeinderat letztlich über ihre Umsetzung letztlich entscheidet.
Wer sich den ausführlichen Ergebnisbericht des Fußverkehrs für Kehl anschauen möchte, findet ihn unter diesem Link.

Einen zusammenfassenden Bericht zu allen Fußverkehrs-Checks arbeitet das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur derzeit aus. Sobald er fertiggestellt ist, wird er, zusammen mit weiteren Informationsmaterialien zu den Fußverkehrs-Checks, auf der Internetseite des Ministeriums unter diesem Link zu finden sein.


22.03.2016

 

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