Heizzeiten für städtische Gebäude werden im Rathaus gesteuert

Eine zentrale Steuerung der Heizzeiten in städtischen Gebäuden zur Energieeinsparung, der Ausbau der Nahwärmeversorgung und die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für den Umweltschutz: Mit dem Klimaschutzkonzept hat der Gemeinderat zugleich einen Aktionsplan beschlossen, um den CO2 – Ausstoß in Kehl deutlich zu reduzieren. Über den Stand der Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen diskutierte der Arbeitskreis Klimaschutz, dem neben Gemeinderäten und Verwaltungsmitgliedern auch Vertreter der Bürgerinitiative Umweltschutz und des grenzüberschreitenden Netzwerks SPPPI angehören.

Repair-Café, Fußverkehrs-Checks, die Vortragsreihe „Energiebewusst modernisieren“ gezielt für Handwerker oder eine Anleitung über spritsparendes Verhalten für Verwaltungsangestellte – die 2015 umgesetzten Projekte zum Thema Klimaschutz waren vielfältig, der Fokus insbesondere auf Information, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit ausgelegt. Klimaschutzmanagerin Inge Kastenhuber vom städtischen Bereich Umwelt präsentierte den aktuellen Stand beim Klimaschutz in Kehl und gab auch eine Aussicht auf die im Jahr 2016 geplanten Projekte. So soll unter anderem die Wanderausstellung „Klima. Wandel? Wissen!“ in die Ortenau kommen oder ein Geocaching-Projekt zum Klimawandel und –schutz realisiert werden.

Arbeitskreis Klimaschutzzoom

„Wenn wir Klimaschutz betreiben wollen, brauchen wir konkrete Maßnahmen und müssen diese auch durchziehen. Was wir sehen wollen, sind Ergebnisse“, forderte Bürgermeister Harald Krapp. Ergebnisse konnte neben Inge Kastenhuber auch die Energiemanagerin der Stadt, Eva-Maria Siegmund, bereits vorweisen: Zum einen wurde die Gebäudeleittechnik, also die zentrale Steuerung von Raumtemperatur und Heizzeiten, in städtischen Gebäuden wie dem Hallenbad, der Hebelschule, dem Einstein Gymnasium, den Rathäusern 1 und 3 sowie in den Mehrzweckhallen in Kork, Bodersweier und Goldscheuer ausgebaut. Darüber hinaus wurden insgesamt elf neue Messgeräte, sogenannte „Datenlogger“, angeschafft, um Temperatur und Feuchtigkeit in den städtischen Gebäuden messen und aufzeichnen zu können. Auch für das Jahr 2016 ist bereits Einiges geplant: So sollen unter anderem ausgewählte städtische Gebäude daraufhin untersucht werden, wie sie energetisch optimiert werden können. Dabei soll erfasst werden, wo und wann Heizzeiten in den einzelnen Gebäuden verkürzt werden könnten.

Arbeitskreis Klimaschutzzoom

So soll unter anderem das Neubaugebiet Schneeflären in den Osterferien an das Wärmenetz angeschlossen werden. In der Diakonie in Kork ist außerdem ein Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 532 Kilowatt geplant, welches im Juli 2016 in Betrieb genommen werden soll. Dadurch können voraussichtlich rund 1280 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Dies entspricht einer Versorgung von bis zu 1000 Einfamilienhäusern.
Zwei externe Fachleute von den Firmen Gassmann GmbH und Viessmann Deutschland GmbH stellten den Mitgliedern des Arbeitskreises Klimaschutz die neuen und energieeffizienten Heiztechniken „Eisheizung“ und „Brennstoffzellenheizung“ für Eigenheime vor.

Hintergrund:

Die Entwicklung des vom Bundesministerium für Um-welt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderten Klimaschutzkonzeptes wurde 2013 von der Stadt Kehl kommunal in Auftrag gegeben und von der Firma endura ausgearbeitet. Darin verpflichtet sich die Stadt Kehl, den CO2-Ausstoß bis 2023 um rund 27 000 Tonnen zu reduzieren. Die zentralen Bestandteile des Konzeptes bestehen aus einer Energie- und CO2-Bilanz für das gesamte Stadtgebiet sowie einer Analyse des Potentials für Energieeinsparung, Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien. Zudem wurden darin Klimaschutzziele festgelegt und ein konkreter Maßnahmenkatalog erstellt, durch den der Energieverbrauch, die Energiekosten und der CO2-Ausstoß vermindert werden sollen. Das gesamte Klimaschutzkonzept inklusive dem vollständigen Aktionsplan, der auch Informationen zu den jeweiligen Einsparpotenzialen sowie dem vorgesehenen Zeitpunkt und den Kosten der Umsetzung enthält, können Interessierte im Bereich Umwelt der Stadtverwaltung, telefonisch unter 07851 88-1197, anfragen oder im Internet als PDF-Datei hier herunterladen.

30.03.2016

 

Flüchtlingshilfe Kehl

Daten und Fakten zum Thema Flüchtlinge in Kehl sowie Informationen für ehrenamtliche Helfer sind auf der Internetpräsenz www.fluechtlingshilfe.kehl.de zusammengestellt.

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