Neues Konzept für den Sundheimer „Kleinriedle“-Spielplatz

Der Sommer steht vor der Tür und damit auch die Zeit der Spielplatzbesuche. Im Sonnenschein macht Kindern das Herumtollen im Freien am meisten Spaß – doch was, wenn der Spielplatz um die Ecke nicht wirklich dazu einlädt? Beim Kleinriedle-Spielplatz in Sundheim gibt es deutlichen Verbesserungsbedarf, sind sich Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung einig. Mit Beteiligung von Eltern und Anwohnern hat die Stadt in Kooperation mit einem Landschaftsarchitekten-Büro deshalb drei Skizzen für eine Neugestaltung erarbeitet. Diese haben Kehlerinnen und Kehler nun diskutiert und entschieden: Ein Mehrgenerationen-Spielplatz soll es werden, mit Angeboten für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren.

Spärlich ausgestattet ist der „Kleinriedle“-Spielplatz derzeit noch: Zwei Sandflächen, zwei Rutschen, eine Tischtennis-Platte, ein Geschicklichkeits-Parcours und zwei Wippen. Für die große Fläche von rund 5000 Quadratmetern – das ist rund die Hälfte eines Fußballfeldes – ist dies nicht viel. Möglichkeiten, das Gelände besser zu nutzen und das Angebot auszubauen, gibt es viele, wie es im Gemeinderat 2015 im Rahmen der gesamtstädtischen Spielplatz-Konzeption vorgestellt worden war. Wie der Spielplatz sich entwickeln soll, hat ein Planungsteam unter der Leitung von Silke Roder, Leiterin des Bereichs Tiefbau-Grünflächen, und Nanine Delmas, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste und Soziales, zusammen mit dem Planungsbüro „Bresch Henne Mühlinghaus“ bei mehreren Gesprächen mit Bürgern und Bürgerinnen, Kindern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kindertageseinrichtung St. Raphael sowie der Grundschule Sundheim herausgearbeitet.

13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen, um sich vom Planungsteam der Stadt die Entwürfe für den neuen „Kleinriedle“-Spielplatz zeigen zu lassen.zoom

Drei Entwürfe fassen die bei den Bürgergesprächen am häufigsten geäußerten Wünsche zusammen. Gemeinsam haben alle drei Skizzen, dass sie sämtliche Altersgruppen berücksichtigen, vom Kleinkind, das mit Wasser und Matsch herumexperimentieren möchte, bis zum Senior, der gerne Boule spielt. Einig war man sich auch darüber, dass mehr Parkplätze geschaffen werden sollen, damit Spielplatzbesucherinnen und –besucher nicht mehr im Anwohnerbereich parken. Ebenso hatten die Bürgerinnen und Bürger angeregt, dass ein zweiter, direkterer Zugang zum Spielplatz sein müsse.

Stellte den Bürgerinnen und Bürgern die drei Gestaltungsskizzen vor: Landschaftsarchtiekt Christian Wild.zoom

Der Entwurf, für den sich die 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der voraussichtlich letzten Bürgerbeteiligung zum Thema „Kleinriedle“ entschieden haben, umfasst all diese Wünsche. Er beinhaltet unter anderem einen Bolzplatz in sicherer Entfernung von den Wohnhäusern, einen Bereich, in dem die Kleinen mit Wasser und Sand hantieren können, sowie eine Seilbahn. Acht Parkplätze stehen den Gästen zur Verfügung, die von weiter außerhalb kommen. Die ausgewählte Skizze sieht zusätzlich die Einrichtung einer Spiellandschaft mit Rutschen vor sowie einen Kletter- und Balancierbereich und einen Rückzugsbereich mit Versteckmöglichkeiten.
Außerdem sollen für die älteren Besucherinnen und Besucher eine Boule-Bahn eingerichtet oder Fitness-Geräte aufgestellt werden. Über das gesamte Gelände führt zudem ein Rundkurs, auf dem zum Beispiel Inline-Skater fahren könnten oder Kinder mit ihren Bobby-Cars. Außerdem laden in allen Bereichen Sitzgelegenheiten zum Verweilen oder zum „Chillen“ ein, wie Landschaftsarchitekt Christian Wild erläuterte.

Der Sieger-Entwurf zoom

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Bürgerbeteiligung waren mit dem Sieger-Entwurf zur Neugestaltung des Spielplatzes sehr zufrieden – es wurde lediglich bemängelt, dass die Anzahl der Parkplätze eventuell nicht ausreichen könne. Außerdem forderte ein Teilnehmer, dass Vorrichtungen gegen Hunde getroffen werden sollen, damit diese ihren Kot nicht auf dem Spielgelände hinterlassen. Zudem fänden es die Bürgerinnen und Bürger hilfreich, wenn Schilder im Ort deutlicher auf den Spielplatz hinwiesen, merkte eine Teilnehmerin an: „Viele wissen gar nicht, dass es den gibt.“
Die Kritik nahmen die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt an und versprachen, sie so weit wie möglich in den Plänen zu berücksichtigen. Als Budget für die Spielplatz-Neugestaltung seien im städtischen Haushalt rund 100 000 Euro vorgesehen, erklärte Grünflächen-Planer Thomas Zipp. In den kommenden Wochen werde der Sieger-Entwurf unter Berücksichtigung der geäußerten Wünsche und des Budgets überarbeitet; nach den Sommerferien könnten die Bauarbeiten dann voraussichtlich beginnen. Laufe alles nach Plan, könnten Eltern, Kinder, Jugendliche und Senioren den Platz wohl ab dem Frühjahr 2017 nutzen.

Info Spielplatz-Konzeption:
Die gesamt-städtische Spielplatz-Konzeption startete im Sommer 2012. Im Rahmen der Konzeption wurden insgesamt 34 Kehler Spielplätze unter die Lupe genommen und hinsichtlich ihrer Aufenthaltsqualität und Ausstattung bewertet. Dabei wurde auch die Anzahl der im jeweiligen Wohnquartier lebenden Kinder berücksichtigt. Der „Kleinriedle“-Spielplatz ist wie zum Beispiel auch der „Wasserband“-Spielplatz am Rhein einer der „zentralen Spielplätze“, die von allen Kehlerinnen und Kehlern genutzt werden sollen und nicht nur von den Menschen, die in unmittelbarer Nähe wohnen. Pro Jahr sind im Stadthaushalt rund 100 000 Euro für die Sanierung eines Spielplatzes eingestellt. Rund zehn sollen in der Zukunft noch umgestaltet werden, der „Kleinriedle“-Spielplatz ist davon der erste.

So sieht der "Kleinriedle"-Spielplatz aktuell aus.zoom

15.04.2016

 

Flüchtlingshilfe Kehl

Daten und Fakten zum Thema Flüchtlinge in Kehl sowie Informationen für ehrenamtliche Helfer sind auf der Internetpräsenz www.fluechtlingshilfe.kehl.de zusammengestellt.

Familienbörse

Wer Familien von der anderen Rheinseite kennenlernen möchte, findet hier Kontakte.

Termine

 
 

Stadtverwaltung Kehl · Hauptstraße 85 · 77694 Kehl · Tel.: 07851 88-0 · Fax: 07851 88-1102 · info@stadt-kehl.de