Umgebaute Villa RiWa feierlich eingeweiht

Sie ist Sitz der Gemeinwesenarbeit Kreuzmatt und vieler anderer sozialer Einrichtungen und bildet damit das Zentrum des Stadtteils Kreuzmatt: Nach einer Rekordumbauzeit von nur zehn Monaten präsentiert sich die Villa RiWa hell, freundlich und einladend – am Samstag (4. Juni) wurde sie feierlich eingeweiht und konnte im Rahmen des Tag der offenen Tür und des Kreuzmattfestes besichtigt werden. 2,7 Millionen Euro hat die Städtische Wohnbau GmbH in das Projekt investiert – die städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren solange in Containern ausquartiert; die übrigen Einrichtungen hatten sich für die Bauzeit anderweitig Unterschlupf suchen müssen. Dafür, für ihre Geduld und ihre konstruktive Mitarbeit in der Bau- und Planungsphase bedankte sich Wohnbau-Geschäftsführer Walter Springmann bei der kleinen Feier im Besprechungsraum im Dachgeschoss des Hauses, in dem einst französische Offiziere untergebracht gewesen waren. Oberbürgermeister Toni Vetrano ging auf die Entwicklung der Kreuzmatt in den vergangenen 24 Jahren ein, wo sich so viel verändert habe, dass Bewohner anderer Stadtteile schon neidisch würden. Die Leiterin der Gemeinwesenarbeit Claudia Mündel betonte, dass alles, was in der Kreuzmatt geschehen sei, gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern erarbeitet worden sei.

Mehr als 1900 Quadratmeter Büro- und Wohnfläche sei durch den Umbau entstanden; der Einbau der Aufzüge in dem aus den 1960er-Jahren stammenden Gebäude habe hohe Anforderungen an die Ingenieurskunst gestellt, berichtete Walter Springmann. Er bedankte sich auch bei den einstigen Mietern der Wohnungen in der Villa RiWa, die viel Flexibilität gezeigt hätten. Die Arbeit der aus Bewohnerinnen und Bewohnern der Kreuzmatt bestehenden Wohnumfeldgruppe hob er besonders lobend her und bezeichnete den Initiator und langjährigen Sprecher der Gruppe als „Robin Hood der Kreuzmatt“, der sich immer an den richtigen Stellen dafür eingesetzt habe, „dass es ein Vorankommen für die Bewohner gegeben hat“.
Zwar müsse die Städtische Wohnbau immer ein Auge auf die Wirtschaftlichkeit haben, doch komme die Gesellschaft auch ihrem sozialen Auftrag nach: In den nächsten Monaten werde mit dem Bau von 27 Wohnungen begonnen, die sozial gefördert seien.

Hell und freundlich präsentieren sich die Räume in der für 2,7 Millionen Euro sanierten Villa RiWa. Der Raum im Dachgeschoss kann für große Besprechungen und für Veranstaltungen genutzt werden.zoom

Einweihungsfeier: Der Stadtteil sei quicklebendig und zeichne sich auch dadurch aus, dass hier „erfreulich viele Kinder“ lebten. In den vergangenen 24 Jahren seit die Städtische Wohnbau die Wohnblocks vom Bund übernommen habe, habe die städtische Tochtergesellschaft 25 Millionen Euro in die Sanierung und den Umbau der rund 400 Wohnungen in der Kreuzmatt investiert. Dass nun auch die Beethovenstraße saniert und die Kindertageseinrichtung Kreuzmatt umgebaut und renoviert worden seien, steigere die Lebensqualität im Viertel ebenso wie auch der Anbau von Balkons an die Wohnblocks. Durch die energetische Sanierung der Gebäude und den Anschluss an die von der Wärmegesellschaft Kehl erzeugte Nahwärme sei die Kreuzmatt auch in Sachen Klimaschutz vorbildlich.
Besonders freue er sich jedoch darüber, betonte Toni Vetrano, dass die Menschen im Stadtteil dankbar seien, für das, was hier geleistet worden sei. Es habe ihn sehr berührt, dass bei der Einweihung der Kindertagesstätte vor zwei Wochen allein die Eltern der Kindergartenkinder dafür gesorgt hätten, dass ein großes Buffet mit Leckereien habe aufgebaut werden können.

Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Wohnbau-Geschäftsführer Walter Springmann bei der Leiterin der Gemeinwesenarbeit, Claudia Mündel. für die kooperative Zusammenarbeit während der Planungs- und Bauphase bei der Sanierung der Villa RiWa.zoom

Claudia Mündel ging in ihrer Rede auf den umfangreichen Planungsprozess ein, der 2012 in der Kreuzmatt begonnen worden sei und in dem gemeinsam mit dem Bewohnerinnen und Bewohnern ein Umgestaltungskonzept für den Stadtteil erarbeitet worden sei. Sie zeichnete die Geschichte der Gemeinwesenarbeit von ihren Anfängen 1995 bis heute nach und freute sich vor allem darüber, dass mit dem Bewohner-Café ein Treffpunkt im Stadtteil geschaffen worden sei, an dem man auch zusammenkommen könne, ohne konsumieren zu müssen. Anschließend lud sie alle Anwesenden ein, mit den Einwohnern des Stadtteils das 20. Kreuzmattfest zu feiern.

04.06.2016

 

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