Graffiti-Projekt zum Thema „Farbflut“ verschönert das Kehler Freibad

Eine „Farbflut“ erwartet seit dem Wochenende die Besucherinnen und Besucher des Kehler Freibads: 14 Jugendliche aus der Albert-Schweitzer- und der Wilhelmschule hatten in der vergangenen Woche die Gelegenheit, zusammen mit den professionellen Künstlern Sophia Hirsch und Johannes Mundinger ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und im Rahmen eines Kooperationsprojekts der Offenen Jugendarbeit, des städtischen Gebäudemanagements, des Kulturbüros und des Club Voltaires die Außenwand zur Schwimmbadstraße nach ihren Vorstellungen zu gestalten.

Neben Wasserwelten mit Fischen und Wasserpflanzen prangen nun auch bunte Herzen, Autos, Gruppen von Menschen, über deren Kopf ein Flugzeug fliegt, auf den einzelnen Abschnitten der Wand und verwandeln sie in ein buntes Gesamtkunstwerk. Der Fantasie der jungen Künstler waren keine Grenzen gesetzt; von den Profis bekamen sie lediglich Tipps und Hilfestellung bei der Umsetzung.

Der junge Schüler aus der Albert-Schweitzer Schule, Aloysius Kirchhoff (12) posiert vor seinen frischgemalten Autos.

Der gebürtige Offenburger Johannes Mundinger nutzte nicht zum ersten Mal die große Fläche einer Wand für eines seiner Werke. Nachdem ihn Künstlerkollegin Ilse Teipelke über das Kehler Projekt informiert hatte, konnte er seine Berliner Kollegin Sophia Hirsch dazu gewinnen, sich ebenfalls zu beteiligen. Die beiden Künstler arbeiten schon länger zusammen und eines ihrer ersten gemeinsamen Werke war vergangenes Jahr in der Nová Galerie in Prag zu sehen. Einen Teil der Wand hatten die Künstler bereits im Juni bemalt – und dabei auch eine Widmung für den Club Voltaire angebracht. Das Kehler Projekt ist somit Teil des europäischen Großprojektes "Between Stopovers" der beiden Künstler geworden, das von Kehl über Belgrad und Kraków nach Berlin führt, wobei Wände bemalt und Ausstellungen realisiert werden.
Beginn für das Kunstprojekt war bereits vor etwa sechs Monaten, als der Club Voltaire für seine Idee die Zuschusszusage vom städtischen Kulturbüro bekam. Die eigentlich bereits von Jugendlichen gestaltete Freibadwand war kurz vorher verunstaltet worden und stellte deshalb die perfekte Fläche für eine künstlerische Neugestaltung dar. Die Schulleiter der Albert-Schweitzer- und der Wilhelmschule, Wolfram Fuchs und Wolfgang Panzer, waren von der Projektidee sofort begeistert und hatten keine Schwierigkeiten, Jugendliche zu finden, die Lust hatten, an diesem Workshop teilzunehmen. Sabine Näger, Kunstlehrerin der Kehler Wilhelmschule, erklärte sich bereit, ihre Schüler bei diesem Projekt zu begleiten. Das Basiscamp war während des Workshops im Haus der Jugend untergebracht, wo die jungen Künstler von dessen Leiter Alex Neumann tatkräftig unterstützt wurden.

Epida Kyziridoo (14), Daniela Torba (14) und Athéna Ebessa (18) aus der Wilhelmschule präsentieren die Freibadwand.

Am Freitagnachmittag feierten die Jugendlichen den Abschluss ihrer Arbeit – die Albert-Schweitzer-Schule war mit ihrem Catering-Bus vor Ort und versorgte Besucher wie Gäste mit Fruchtcocktails und frischem Obstsalat. Für Unterhaltung sorgte eine akrobatische Vorführung der Trickaholics.

12.07.2016

 

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