Hundekot auf städtischen Grünflächen, Straßen und Spielplätzen besonders im Sommer ein Problem

Nach der Arbeit entspannt auf die Wiese liegen und den Feierabend an der frischen Luft genießen: In Kehl kann man im Sommer vor allem im grünen Rheinvorland gut entspannen – allerdings dauert die Suche nach einem sauberen Platz manchmal etwas länger: Auf vielen städtischen Grünflächen findet sich Hundekot, den Herrchen und Frauchen nicht weggeräumt haben. Die Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes müssen regelmäßig ausrücken, um die unerwünschten Hinterlassenschaften zu beseitigen – und haben auch beim Rasenmähen auf öffentlichen Grünflächen schon die ein oder andere unangenehme Überraschung erlebt.

Nicht nur unter den Schuhsohlen, sondern manchmal auch im Gesicht der Betriebshof-Mitarbeiter landet der Kot der Vierbeiner, wenn diese die städtischen Rasenflächen mähen. Das ruft nicht nur Ekel hervor, sondern kann sogar zu Krankheiten führen: Wenn der Kot an die Schleimhäute gelangt, kann dies Darminfektionen auslösen, erklärt Frank Wagner, Leiter des Bereichs Grünflächen beim städtischen Betriebshof. Auch auf Spielplätzen sind nicht selten Hundeexkremente zu finden – die Kleinen, die dort herumtollen, entdecken sie im Sandkasten oder tapsen hinein. Friedhöfe, Sportanlagen und Parks sind weitere Orte, an denen Hundehalter ihre Tiere ihr Geschäft verrichten lassen, ohne es danach zu beseitigen.
Besonders schlimm ist das Problem im Bereich um den Sundheimer Sportplatz sowie den Sundheimer Festplatz, auf den Freiflächen bei der Hebelschule, im Rheinvorland und in den Randgebieten der Ortschaften.


Aufgerissene gelbe Säcke, Müllansammlungen neben Altglascontainern, Zigarettenkippen in der Pflasterrillen in der Fußgängerzone, Trinkbecher und Fastfood-Verpackungen entlang von Straßenrändern und in städtischen Grünanlagen: Kehl hat ein Müllproblem – häufiger als noch vor ein paar Jahren werfen offenbar mehr Zeitgenossen ihren Abfall achtlos weg oder lassen ihn an Ort und Stelle liegen, anstatt ihn in die dafür vorgesehenen Müllbehälter zu stecken. Und das obwohl im Stadtgebiet mehr und noch dazu größere Mülleimer aufgestellt wurden. Die Zahl der Mitarbeiter im städtischen Betriebshof, die für die Müllbeseitigung zuständig sind, musste aufgestockt werden, dennoch haben sie Mühe, für ein ordentliches Stadtbild zu sorgen: Unzufriedene Bürgerinnen und Bürger beklagen in an die Stadtverwaltung gerichteten Briefen und E-Mails, mangelnde Sauberkeit in der Stadt; Ratten gehen in Kehl inzwischen am helllichten Tag spazieren. Auf Veranlassung von OB Toni Vetrano und unter Federführung des Bereichs Umwelt wurde nun eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, der neben der Betriebshofleitung auch Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiative Umweltschutz und der Wirtschaft sowie die Geschäftsführerin der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH, Fiona Härtel, angehören. Ziel der Gruppe ist es, Bürgerinnen und Bürger dafür zu sensibilisieren, dass jede und jeder zu einer sauberen Stadt beitragen kann. In loser Folge stellt die Stadtverwaltung vor, wo der Müll zum Problem geworden ist.


22 solcher Tütenspender sind inzwischen im ganzen Stadtgebiet verteilt. Derzeit werden die schwarzen Tüten durch rote ausgetauscht, damit es stärker auffällt, wenn unvernünftige Zeitgenossen diese in die Landschaft anstatt in den Abfallbehälter werfen.

Dabei müssen Hundebesitzer die Tüten für die Hinterlassenschaften ihrer Haustiere noch nicht einmal selbst mit zum Gassigehen nehmen, denn vielerorts stehen Tüten-Spender, daneben Behälter, in denen der Kot samt Tüte entsorgt werden kann. Insgesamt 22 Tütenspender mit Abfalleimern sind über die Kernstadt und die Ortschaften verteilt. Die Hundehalter, die das Verdaute ihrer Haustiere immerhin in den Tüten aufsammeln, entsorgen diese aber nicht immer in diesen Behältern, sondern lassen sie einfach irgendwo liegen.

So sollte es sein: Hundebesitzer sollten die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner auch wieder beseitigen.

Rund 50 Kilogramm Kot sammeln die Betriebshof-Mitarbeiter wöchentlich aus den dafür vorgesehen Behältern ein – ungefähr die gleiche Menge liege aber wild in der Landschaft verteilt, schätzt Frank Wagner. 50 Kilogramm Kot pro Woche, das macht mehr als 2,5 Tonnen pro Jahr – ganz schön heftige Mengen an Exkrementen, welche die Betriebshof-Mitarbeiter auffegen und wegschaufeln müssen oder die ihnen unter den Rasenmäher geraten.

Aikos Besitzer benutzen die Hundekottüten rege, doch oft werden sie zweckentfremdet, so dass Tütenspender immer wieder leer sind.

Auch in städtischen Blumenbeeten, zum Beispiel in denen neben der Stadthalle, lassen Hundehalter die Vierbeiner ihr großes Geschäft verrichten. Das führt nicht nur zu unangenehmen Gerüchen – vor allem im Sommer –, sondern schadet auch den Pflanzen. Sie werden plattgedrückt von den Hunden, die im Beet herumlaufen, wie Roland Vogt, Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes, berichtet. In den Randgebieten der Ortschaften, wo sich häufig Äcker befinden, könnten durch den Kot sogar Viren und Bakterien in die Lebensmittelkette gelangen und damit auch den Menschen schaden, erklärt Frank Wagner.
Um gegen das Problem mit dem Hundekot anzukämpfen, hat der Betriebshof die schwarzen Tüten in einigen Spendern bereits gegen rote ausgetauscht – es hat sich herausgestellt, dass diese weniger oft einfach so in die Landschaft geworfen werden, weil sie „plakativer“ seien, wie Frank Wagner erklärt.

17.08.2016

 

Flüchtlingshilfe Kehl

Daten und Fakten zum Thema Flüchtlinge in Kehl sowie Informationen für ehrenamtliche Helfer sind auf der Internetpräsenz www.fluechtlingshilfe.kehl.de zusammengestellt.

Familienbörse

Wer Familien von der anderen Rheinseite kennenlernen möchte, findet hier Kontakte.

Termine

 
 

Stadtverwaltung Kehl · Hauptstraße 85 · 77694 Kehl · Tel.: 07851 88-0 · Fax: 07851 88-1102 · info@stadt-kehl.de