Regierungspräsidentin übergibt Planfeststellungsbeschluss für zweiten Bauabschnitt der Tram

Der Planfeststellungsbeschluss für den zweiten Bauabschnitt der Tram – vom Bahnhof bis zum Rathaus – liegt vor: Zur Freude von Oberbürgermeister Toni Vetrano und des Kehler Gemeinderats kam Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer am Mittwochabend (21. September) höchstpersönlich ins Kehler Rathaus, um das ersehnte Papier in der öffentlichen Gemeinderatssitzung zu überreichen. Das Gremium begleitete die Übergabe mit Beifall. Die Vokabel vom historischen Tag sei zwar reichlich abgenutzt, in diesem Zusammenhang wolle er sich aber dennoch benutzen, freute sich OB Vetrano und bedankte sich bei der Regierungspräsidentin für die konstruktive Zusammenarbeit und die Unterstützung ihrer Behörde.

Eigentlich sei es nicht ihre Art, „einfach so in eine Sitzung reinzuplatzen“, sagte die Regierungspräsidentin nach ihrer Ankunft im Bürgersaal, aber in diesem Fall „heilige der Zweck die Mittel“. Es sei ihr wichtig gewesen, den Planfeststellungsbeschluss, für den der Gemeinderat und der OB „hart gekämpft haben“, persönlich zu überbringen. Die Baugenehmigung für den letzten Bauabschnitt der Tram vom Kehler Bahnhof bis zum Rathaus bedeute einen „hohen Effizienzgewinn“ in Sachen Mobilität und sei ein wichtiger Impuls für die städtebauliche Entwicklung. Durch das gemeinsame Tram-Projekt zeige sich wieder einmal, wie gut die grenzüberschreitende Kooperation zwischen Straßburg und Kehl funktioniere: „Kehl ist immer ein Paradebeispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit“, lobte sie und betonte die Bedeutung der Tram „für die Stadt Kehl und weit über die Stadtgrenzen hinaus“.

"Kehl ist ein Paradebeispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit", lobte Bärbel Schäfer die Stadt.zoom

„Während überall in Europa Grenzzäune gezogen werden, haben wir gemeinsam mit unseren Straßburger Partnern eine Brücke über den Rhein gebaut“, betonte Oberbürgermeister Toni Vetrano, „komplett und vollkommen“ mache das Projekt aber erst der Planfeststellungsbeschluss für den zweiten Bauabschnitt. Diese Baugenehmigung hole die Tram vom Rhein „mitten in unsere Stadt, macht sie zu einem innerstädtischen Verkehrsmittel und damit auch zu einem Motor für die künftige Stadtentwicklung“. Durch die Tram werde sich in Kehl mindestens so viel Dynamik entwickeln wie durch die Gartenschau – „davon können wir ausgehen“, sagte der OB.
Seit dem Brückenschluss, seit man auf dem Weg nach Straßburg auf der B 28 über Schienen fahre, spüre man mit jedem Tag mehr, dass die Tram nun komme, erklärte Toni Vetrano. Die Tram werde das Lebensgefühl in Kehl verändern. Kehlerinnen und Kehler würden sich rasch daran gewöhnen, „dass wir viele Dinge, die wir in Straßburg schätzen, auf einmal bequem erreichen können“. Er gehe jede Wette ein, sagte Toni Vetrano, „dass wir uns spätestens nach einem Jahr schon fragen, wie wir früher ohne Tram ausgekommen sind“.
Der Planfeststellungsbeschluss hat darüber hinaus auch angenehme Auswirkungen auf die städtischen Finanzen: Jetzt können die seit Baubeginn der Tram im Winter 2014 aufgelaufenen Rechnungen bei Bund und Land eingereicht werden – die Stadt hofft immerhin auf Zuschüsse in einer Größenordnung von rund 60 Prozent, was in konkreten Zahlen rund neun Millionen Euro bedeutet. Regierungspräsidentin Schäfer betonte in diesen Zusammenhang, dass dieser Beitrag zum grenzüberschreitenden Tramprojekt auch eine starke Leistung von Bund und Land sei.

21.09.2016

 

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