15 Meter hoher Schrotthaufen im Hafen in Brand geraten - Rauch barg keine Gefahr für Mensch und Tier

Ein etwa 15 Meter hoher Haufen von gemischtem Schrott ist am Mittwochmorgen (28. September) im Kehler Hafen in Brand geraten. Die Kehler Feuerwehr wurde um 7.25 Uhr alarmiert. Die Rauchentwicklung war so stark, dass die Polizei über das Lagezentrum in Offenburg die Firmen im Hafen aufgefordert hat, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Hafenverwaltung informierte die Firmen im nördlichen Hafengebiet. Die Gleisanlagen im Hafen wurden gesperrt; die Kanalisation abgeriegelt. Nachdem die Feuerwehr - auch mit Hilfe des deutsch-französischen Löschbootes Europa 1 - den Schrottberg oberflächlich abgekühlt hatte, begannen die Arbeiten an der Umsetzung des Schrotts. Diese sind inzwischen erledigt. Gegen 11.30 Uhr konnte die Feuerwehr melden: "Feuer aus." Am späten Nachmittag lagen auch die Analyseergebnisse der Luft- und Wasserproben vor: Von der Rauchentwicklung ist im weiteren Umfeld keine Gefahr für Mensch und Tier ausgegangen. Das Löschwasser muss abgesaugt werden.

Bereits kurz nach Ausbruch des Brandes auf dem Gelände der Firma Amend in der Oststraße war die dichte Rauchwolke weithin sichtbar, sie drehte sich wie eine Walze in Richtung Hafenbecken.

Die Hafenverwaltung hatte die Unternehmen im betroffenen Gebiet über den Brand informiert und aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Gleisanlagen im Hafen wurden gesperrt, das Containerterminal musste aufgrund der Rauchentwicklung für etwa eine Stunde lang die Arbeit einstellen.

Auch die Kanalisation war dichtgemacht worden, um zu verhindern, dass das Löschwasser ins Abwassersystem gelangen konnte. Die städtische Pumpstation wurde abgeschaltet. Das Löschwasser wurde zum einen auf dem Gelände der Firma, zum anderen im Kanalsystem zurückgehalten. Feuerwehrkommandant Gerhard Stech hat die Entnahme von Luft- und Wasserproben veranlasst, die im Laufe des Tages analysiert wurden. Die Wasserproben wurden in einem Labor in Rheinau untersucht, die Luftproben bei der Berufsfeuerwehr in Mannheim. Die Ergebnisse: Das Löschwasser muss abgesaugt und entsorgt werden; von der Rauchwolke ging im weiteren Umfeld der Einsatzstelle keine Gefahr für Menschen und Tier aus.

Um den etwa 15 Meter hohen Berg von bunt gemischtem Schrott besser kühlen zu können, wurde auch das deutsch-französische Feuerlöschboot Europa 1 alarmiert, das mit einer Besatzung aus Straßburger Berufsfeuerwehrleuten im Hafen eintraf.

Gemeinsam mit Mitarbeitern der Firma Amend hat die Feuerwehr den Schrottberg auseinander gezogen. Mit dem Einsatz am Morgen konnte der Schrott zwar gekühlt werden, ob das Wasser jedoch bis zum Brandherd vordringen konnte, ließ sich nicht feststellen. Um alle Brandnester ablöschen zu können, musste der Berg abgetragen werden. Um 11.30 Uhr konnte die Feuerwehr den Löscheinsatz beenden, die Aufräumarbeiten dauerten noch bis 12.30 Uhr an.

 
 
 
 

28.09.2016

 

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