Erstvermietermappe mit nützlichen Tipps zur Vermietung von Ferienunterkünften

Lange Zeit als kurzlebiger Trend belächelt, feiert die „Sharing Economy“ immer größere Erfolge. Im Mittelpunkt dieser Bewegung steht das „Collaborative Consumption“, also der Gemeinschaftskonsum von Gegenständen oder Unterkünften. Auch im Raum Kehl werden immer häufiger private Unterkünfte über Portale wie Airbnb, Wimdu oder 9flats an Reisende vermittelt. Im Unterkunftsverzeichnis der Kehl Marketing GmbH sind bereits mehr als 50 Vermieter registriert, die regelmäßig Ferienwohnungen, -häuser oder Privatzimmer an Urlaubsgäste vermieten. Dabei werde oft vergessen, dass auch bei privaten Vermietungen eine Reihe von Vorschriften zu beachten ist, weiß Carolin Bohrer aus Erfahrung. Hilfestellung bei Fragen zu diesem Thema gibt es deshalb in der Tourist-Information. In einer Erstvermietermappe können alle wichtigen Fakten nachgelesen werden. Bei einer kostenlosen Beratung können weitere Fragen geklärt werden.

Mit einer Luftmatratze (englisch Airbed) und einem selbst gemachten Frühstück (englisch Breakfast) fing alles an – die Idee für das Geschäftsmodell des Branchen-Vorreiters Airbnb entstand im Jahr 2007 durch einen Geistesblitz der Gründer Joe Gebbia und Brian Chesky. Da sie wussten, dass in dieser Zeit Hotelzimmer knapp und teuer waren, boten sie während einer großen Designmesse in San Franzisco ihre eigene Wohnung als Übernachtungsmöglichkeit an. Schnell stellte sich heraus, dass viele Menschen auf der Suche nach alternativen Unterkünften waren – und das nicht nur während einer Messe. Bis heute haben nach Angaben des Unternehmens mehr als 60 Millionen Menschen Übernachtungen über Airbnb gebucht. Deutsche Webseiten wie 9flats oder Wimdu befinden sich ebenfalls auf dem Vormarsch und versuchen mit ähnlichen Strategien ihr Glück auf dem hart umkämpften Reisemarkt.

Die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information helfen gerne bei Fragen zur privaten Vermietung von Unterkünften.zoom

Auch im Raum Kehl vermieten immer mehr Menschen Wohnungen oder Privatzimmer an Urlaubsgäste. Allein auf Airbnb sind in Kehl bereits rund 30 Unterkünfte gelistet, in der gesamten Ortenau weit über 300 – Tendenz steigend. Wer auf diese Weise etwas Geld dazu verdienen möchte, darf allerdings nicht vergessen, dass bei Vermietungen Regeln beachtet werden müssen – selbst wenn nur gelegentlich das eigene Zimmer oder die Wohnung auf den Plattformen angeboten wird. Denn ein Blick auf die aktuelle Rechtslage zeigt: Viele der Vorschriften im Beherbergungsgewerbe gelten sowohl für private, als auch für gewerbliche Vermieter. Dazu zählen beispielsweise zahlreiche Auflagen zu Lebensmitteln und Hygiene oder Meldepflichten beim Bau- und Gewerbeamt. Außerdem muss jeder Vermieter die Einnahmen bei seiner Lohn- oder Einkommenssteuererklärung angeben.
Damit Vermieter oder solche, die es werden wollen, bei der Vielfalt an Vorschriften den Überblick behalten, hat die Tourist-Information eine „Erstvermietermappe“ zusammengestellt, in der alle wichtigen Fakten zur privaten Vermietung nachgelesen werden können. „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“, zitiert Carolin Bohrer von der Kehl Marketing GmbH die bekannte Volksweisheit und betont: „Es sind oft kleine Dinge, an die man nicht unbedingt denkt, aber sobald etwas passiert, ist man nicht abgesichert.“

Die Erstvermietermappe kann kostenlos in der Tourist-Information abgeholt werden.zoom

Wenn beispielsweise ein Ferienhaus mit einem Pool ausgestattet ist, unterliegt der Vermieter einer Schutz- und Obhutspflicht. Fällt ein Kind in den Pool, verletzt sich oder ertrinkt gar, kann der Vermieter dafür haftbar gemacht werden. An solche Fälle wolle natürlich niemand denken, wenn er eine Unterkunft vermiete, erklärt Carolin Bohrer. Dennoch sei es sehr wichtig, sich im Vorfeld über das geltende Steuerrecht, über Haftungsfälle und nützliche Versicherungen zu informieren. Denn auch wenn durch offenes Kaminfeuer ein Brand entstehe, zahlten Versicherungen nur, wenn die Ferienunterkunft als solche registriert und zusätzlich abgesichert sei. „Solche Dinge können alle im Vorfeld abgeklärt werden“, sagt Carolin Bohrer. „Dafür reicht oft ein kurzer Anruf.“ Neben den Informationen zu Anmeldepflichten, Steuer- und Melderecht, Versicherungen und Haftung sind in der Erstvermietermappe zudem Tipps für die Berechnung von angemessenen Preisen sowie zur Vermarktung von Ferienunterkünften zu finden.
Die Mappe kann jederzeit während der Öffnungszeiten der Tourist-Information kostenlos mitgenommen werden. Diese ist immer von Montag bis Freitag zwischen 9 Uhr und 13 Uhr und 13.30 Uhr und 17 Uhr sowie samstags von 10 Uhr bis 13 Uhr geöffnet. Auf Wunsch können die in der Mappe aufgeführten Themen bei einer ebenfalls kostenlosen Beratung gemeinsam mit einer Mitarbeiterin der Tourist-Information besprochen und Fragen dazu geklärt werden.

05.01.2017

 

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