Eltern aus Bodersweier fordern schnellen Umzug des Kindergartens

„Wir brauchen Platz zum Spielen“, „Auch mein Geschwisterchen möchte einen Kiga-Platz“, „Wollt ihr im Flur Mittagessen?“: Mit Plakaten, Luftballons und Trillerpfeifen sind am Montagmorgen Eltern, Großeltern und Kindergartenkinder aus Bodersweier in den Bürgersaal des Rathauses gezogen, um mit Oberbürgermeister Toni Vetrano über den Zustand und die Zukunft der Kindertageseinrichtung Bodersweier zu diskutieren. Sie forderten einen schnellen Umzug in das Gebäude der Werkrealschule. Über eine entsprechende Machbarkeitsstudie wird der Ortschaftsrat am 2. März beraten, bevor der Gemeinderatsbeschluss am 8. März erfolgt.

Nachdem die rund 60 Kinder und Erwachsenen aus der Ortschaft zunächst vor dem Rathaus demonstriert hatten, überreichten die Jungen und Mädchen dem Rathauschef im Bürgersaal als Gastgeschenk Pizzakartons, in denen eine Botschaft stand: „Lieber Toni, lieber Gemeinderat, wir würden gerne was bei dir bestellen“, heißt es darin. Sie hätten gerne einen „großen Kindergarten mit großem Turnraum“, einen Essraum, kleinkindgerechte Toiletten, eine Kochmöglichkeit und Betreuungsplätze für ihre Geschwisterchen. „Bitte liefere das in die ehemalige Schule in Bodersweier“, schließt der Brief.

Kinder überreichen OB Botschaft in Pizzakartonszoom

Oberbürgermeister Toni Vetrano verwies auf das Ergebnis der Machbarkeitsstudie, das hier öffentlich einsehbar ist und dem Gemeinderat am 8. März vorgestellt wird. Die Verwaltung schlägt dem Gremium darin vor, dass der Kindergarten mit fünf Gruppen in die Schule umziehen soll. Die Baukosten für den Umbau werden auf rund 1,6 Millionen Euro geschätzt, hinzu kommen rund 450 000 Euro für die Umgestaltung der Außenanlage. „Wir wollen das und wenn der Gemeinderat grünes Licht gibt, dann wird es so kommen“, sagte der OB. Er erläuterte auch, warum diese Entscheidung nicht früher gefällt wurde: Dass das Werkrealschulgebäude im Sommer tatsächlich frei wird, weil die Schülerzahlen über mehrere Jahre hinweg zu niedrig waren, steht offiziell erst seit rund einem halben Jahr fest. Die Tendenz dazu habe sich zwar schon früher abgezeichnet, erklärte er, es seien aber verschiedene Nutzungen für das freiwerdende Gebäude diskutiert worden, darunter die Unterbringung einer Außenklasse der Grundschule Leutesheim. Diese Diskussion habe Zeit gebraucht. Im September 2016 fand eine Bürgerversammlung in Bodersweier statt, bei der der Umzug des Kindergartens großen Zuspruch fand; im selben Monat beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung mit einer entsprechenden Machbarkeitsstudie.

Diskussion mit OB Vetrano im Bürgersaalzoom

„Wenn der Umzug vom Gemeinderat beschlossen wird, dann wollen wir sicher sein, dass die Umsetzung nicht an den Kapazitäten der Verwaltung scheitert“, betonte Elternbeirat Jürgen Hartmann. „Natürlich haben Kindergärten und Schulen Priorität“, entgegnete OB Vetrano. „Aber wir können nicht alles zeitgleich machen. Die Projekte konkurrieren miteinander und es wird umso schwieriger, wenn unvorhergesehene Arbeiten wie das Hallendach am Einstein-Gymnasium und in Auenheim dazukommen.“ Der Baubeschluss für die Josef-Guggenmos-Schule sei beispielsweise bereits 2011 gefasst worden, die Arbeiten hätten indes noch nicht begonnen. Auch für andere Kindertageseinrichtungen seien Um- und Neubauten erforderlich, so muss der Neubau der Kita Elisabeth noch fertiggestellt werden, der Spatenstich für den Neubau der Kita Sunheim erfolgt am morgigen Dienstag (21. Februar). Der Anbau an der Kita Don Bosco soll bis zum neuen Kindergartenjahr fertig werden, auch in Auenheim und Zierolshofen stehen Umbauten an.

Demonstration vorm Rathauszoom

20.02.2017

 

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