Tourismus-Vertreter wollen Tradition in den Fokus rücken und enger mit Straßburg zusammenarbeiten

17 Hotels, 23 Ferienwohnungen, eine Jugendherberge und zwei Wohnmobil-Stellplätze: Wer nach Kehl kommt, muss nach einer Übernachtungsmöglichkeit nicht lange suchen. Nicht nur, weil es in der Stadt viele Gastgeber gibt, sondern auch, weil alle Unterkünfte mittlerweile im Internet aufgelistet und zum Teil auch online buchbar sind. Die Entwicklung eines neuen Unterkunftsverzeichnisses war eines der großen Projekte der Kehl Marketing GmbH im vergangenen Jahr. Aber auch weitere Angebote wurden ins Leben gerufen, um Touristen in die Stadt am Rhein zu locken. Bei einem Treffen im Europa Hotel, zu welchem die Kehl Marketing GmbH die Kehler Gastgeber und Gästeführer eingeladen hatte, wurden sie vorgestellt. Auch Vertreter des elsässischen Tourismusverbands und der Tourist-Information Straßburg präsentierten bei der Veranstaltung ihre aktuellen Projekte.

Das Hauptaugenmerk bei der Veranstaltung, zu der erstmals auch Vertreter des Tourismus-Gewerbes aus dem Elsass eingeladen waren, lag auf der stärkeren Verknüpfung des touristischen Angebots auf der deutschen Seite des Rheins mit dem Angebot im Elsass. So schlug Franck Kormann, Referent vom Tourismusverband „Alsace Destination Tourisme“ etwa vor, dass Touristen-Attraktionen im Elsass auch auf der Website der Kehler Tourist-Information und in den Kehler Pensionen, Hotels und Gästezimmern beworben werden könnten. Zudem könnten die Tourist-Informationen in Kehl und Straßburg noch stärker zusammenarbeiten, was Reservierungen und Tickets für Angebote auf der jeweils anderen Seite des Rheins angehe. Einige Angebote aus Straßburg kann man bereits von Kehl aus buchen: So ist der Straßburg-Pass zum Beispiel in der Tourist-Information erhältlich, und ebenso können Tickets für Bootsrundfahrten durch Straßburg in einzelnen Unterkünften in Kehl gebucht werden.

Franck Kormann (links) vom elsässischen Tourismusverband „Alsace Destination Tourisme“ sprach sich für eine engere Zusammenarbeit zwischen Straßburg und Kehl aus. Rund 25 Gastgeber und Gästeführer waren bei dem Treffen im Europa Hotel zusammengekommen.zoom

Auch Fiona Härtel, Geschäftsführerin der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH, betonte die Bedeutung des Austausches zwischen den Tourismus-Vertretern in Kehl und in Straßburg – vor allem vor dem Hintergrund, dass die beiden Städte bald durch eine direkte Tramlinie miteinander verknüpft sein werden. „Die Erreichbarkeit wird super sein“, freut sich die Wirtschaftsförderin über die neue Verbindung. In 20 Minuten werde man voraussichtlich ab Ende 2018 vom Kehler Rathaus bis zum Place Kleber im Straßburger Zentrum fahren können, und bereits ab Ende April 2017 könnten Passagiere vom Kehler Bahnhof innerhalb noch kürzerer Zeit in die elsässische Metropole gelangen.
Um Touristen und Bürger über die genauen Beförderungsbedingungen in der Tram zu informieren, ist ein Flyer geplant, der auf Deutsch und Französisch Fragen beantwortet wie: Darf ich mein Fahrrad mit in die Straßenbahn nehmen? Welche Preisregelungen gelten für Kinder? Und wie kann ich die Tram nutzen, wenn ich im Besitz einer TGO-Monatskarte oder einer Europass-Fahrkarte bin?
Die Tram mache es leichter, die „Möglichkeiten zu nutzen, die der Raum Straßburg-Kehl bietet“, lobte Fiona Härtel. Genauso wichtig wie die gute Erreichbarkeit des Elsass sei für den Kehler Tourismus aber auch die Hervorhebung der lokalen Traditionen als Anziehungspunkt für Gäste. „Wir müssen den Großraum Kehl, also das Hanauerland, auf beiden Seiten des Rheins mehr in den Fokus rücken“, betonte sie. Die Hanauer Tradition sei vor allem in den Ortschaften noch erlebbar, wie etwa in Kork mit seinen urigen Fachwerkbauten und Wirtshäusern. Jede Ortschaft habe ihre eigenen charakteristischen Merkmale; „diese Vielseitigkeit von Kehl gilt es zu betonen“, sagte die Wirtschaftsförderin.

Wirtschaftsförderin Fiona Härtel freut sich, dass durch die grenzüberschreitende Tramlinie D auch die Tourismus-Branchen von beiden Seiten des Rheins enger zusammenwachsen werden.zoom

Aber nicht nur die Ortschaften böten Gelegenheit, das Brauchtum und die Kultur der Region kennenzulernen, sondern auch Veranstaltungen, wie zum Beispiel der neu ins Leben gerufene HanauerLandMarkt. Auf dem Markt verkaufen die Aussteller in diesem Jahr regionale Lebensmittel, außerdem werden erstmals auch traditionelle Musik, Tanz und altes Handwerk dargeboten, kündigte Antje Lenz, Leiterin des Bereichs Tourismus bei der Kehl Marketing GmbH an: „Das Thema Heimat, das aktuell sehr im Trend ist, soll im Mittelpunkt stehen“, sagte sie.
Ebenso Heimattypisches in den Fokus rücken sollen die Kehler Genusstage, die nach einem erfolgreichen Debüt dieses Jahr zum zweiten Mal stattfinden. Bei der Veranstaltung bereiten Kehler Gastronomen jeweils ein typisches regionales Menü vor – die Besucher können sich aussuchen, was ihrem Geschmack entspricht oder unterschiedliche Speisen in mehreren Gaststätten probieren.

Alle Veranstaltungstermine der Kehl Marketing GmbH für das Jahr 2017 – Märkte, Stadtfeste, Aktionen sowie eine Freizeitbörse – sind auch im Internet unter www.marketing.kehl.de zu finden. Weitere Veranstaltungen wie Konzerte, Führungen, Lesungen und Vorträge sind auf der Website des Kulturbüros unter www.kultur.kehl.de aufgelistet.

29.03.2017

 

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