210 Scheinwerfer und ein eigener Computerserver: die Technik hinter der Trambrücken-Beleuchtung

In Regenbogenfarben wird die neue Trambrücke beim großen Tramfest am Wochenende, 29. und 30. April, nach Einbruch der Dunkelheit erstrahlen. Zu einem Highlight des grenzüberschreitenden Fests wird das Beleuchtungsspektakel am Samstagabend ab 21.30 Uhr, wenn gleichzeitig ein Feuerwerk den Himmel über den Rhein in ein Farbenmeer verwandelt. Hinter der Beleuchtung steckt eine ausgeklügelte Technik: Neben den 210 Scheinwerfern, welche die Brückenbögen anstrahlen, und einigen Hundert Metern Elektrokabel verfügt die Brücke auch über einen eigenen Computerserver, über welchen sich die Beleuchtung auf die Sekunde genau steuern lässt.

Ein Programm, das Informatiker eigens für die Beleuchtung der Brücke geschrieben haben, bestimmt, in welchen Farben sie erstrahlt. Zehn verschiedene Farbmuster können insgesamt kreiert werden, erklärt Beleuchtungstechniker Mickael Riesterer von der Firma WE-EF LUMIERE, die sich auf die Produktion von Scheinwerfern für öffentliche Räume und Bauwerke spezialisiert hat. So ist es etwa möglich, die deutschen und die französischen Nationalfarben oder die Europafarben Blau und Gelb auf die Brückenbögen zu projizieren.
210 LED-Scheinwerfer sind insgesamt auf der Trambrücke angebracht, jeder setzt sich aus fünf kleinen Lampen zusammen. Jede Lampe kann die vier Grundfarben Rot, Grün, Blau und Weiß erzeugen und, indem die verschiedenen Farben vermischt werden, auch jegliche andere Couleur: Rot, Grün und Blau ergeben zum Beispiel Weiß, erklärt Mickael Riesterer, aus Grün und Rot wird Gelb, aus Blau und Rot Violett. Auch unterschiedlich breite oder hohe Lichtkegel können produziert werden – möglich machen dies verschiedene Prismen in den Lampen, welche die Lichtstrahlen unterschiedlich brechen.

Bei einem Beleuchtungstest im März konnte das Farbenspiel an der neuen Trambrücke bereits bewundert werden.zoom

Drei Firmen haben die Trambrückenbeleuchtung insgesamt geplant und vorbereitet, berichtet Mickael Riesterer. Bereits im Dezember 2016 haben Elektrotechniker im Beisein der Beleuchtungsexperten die Scheinwerfer auf der Brücke angebracht und Stromkabel verlegt. Außerdem wurden zwei Computer in die Brücke eingebaut – jeweils einer auf deutscher und einer auf französischer Seite. Sie steuern die Beleuchtung der Brücke über das Programm, das die Informatiker für das Bauwerk erarbeitet haben.
Um die Computer zu aktivieren und das Programm für die Beleuchtung der Brücke zu starten, ist lediglich ein Klick auf dem Smartphone nötig, erläutert Mickael Riesterer: „Ich besuche einfach die Website, die wir eingerichtet haben, und klicke auf Start“.
Damit er auf den brückeneigenen Server und somit auf die Internetseite zugreifen kann, muss er beim Tramfest mit seinem Smartphone in der Nähe der Brücke stehen – über kurz oder lang soll die Aktivierung der Beleuchtung aber auch über längere Distanzen funktionieren. Mitarbeiter der Straßburger Stadtverwaltung werden derzeit geschult, damit sie das Farbenspiel selbst steuern können.
Denn nicht nur beim Tramfest soll die neue Brücke angestrahlt werden: Bei festlichen Anlässen wird sie künftig in bunten Farben leuchten, an den restlichen Tagen wird sie nach Einbruch der Dunkelheit weiß angestrahlt. Nach Sonnenuntergang schalten sich die Scheinwerfer automatisch an und bei Sonnenaufgang wieder aus.

Mickael Riesterer zeigt auf einen der Kästen auf der Trambrücke, in denen sich die Scheinwerfer für die Brückenbeleuchtung befinden.zoom

26.04.2017

 

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