Ausstellung in historischer Lok erzählt Geschichte der Straßenbahn

Die neue Tramlinie zwischen Straßburg und Kehl ist in greifbarer Nähe: In den frühen Morgenstunden wird sie am Samstag, 29. April, in Betrieb genommen. Dass die Straßenbahnlinie D nicht die erste ist, die zwischen den beiden Städten verkehrt, zeigt beim großen Trameröffnungsfest am Wochenende (29. und 30. April) eine Ausstellung auf dem Bahnhofsvorplatz. Sie ist an beiden Veranstaltungstagen von 10 bis 20 Uhr zu sehen; der Eintritt ist frei.

Der Waggon einer historischen Lok, die bereits 1897 die damalige Rheinbrücke überquert hat, beherbergt die Ausstellung und befördert die Besucher zurück in die Vergangenheit. Anhand von lebensgroße Figuren, historischen Zitaten und Gegenständen wird veranschaulicht, wie die Bevölkerung in der Grenzregion die grenzüberschreitende Tramlinie im Zeitraum zwischen den 1880er-Jahren und dem Ende des Zweiten Weltkrieges genutzt hat – und was sie vielleicht an ihr gestört hat: Welche Kinder und Jugendlichen nutzten die Verbindung für ihren Weg zur Schule? Was zog die Straßburger am Wochenende und an Feiertagen nach Kehl? Und warum klagte Hutfabrikant Rehfus im Jahr 1901 gegen die Betreiber der Straßenbahn?

Museums- und Archivleiterin Ute Scherb steigt in die historische Dampflok, die bereits 1897 die damalige Rheinbrücke überquert hat.zoom

Außerhalb des Waggons erläutern Abbildungen und Texte die Geschichte der Bahnverbindung zwischen Straßburg und Kehl – von 1898 bis heute. Außerdem können die Besucher die historische Dampflok bewundern, die im Jahr 1897 in Straßburg gebaut wurde, und den Waggon selbst, der im Jahr 1909 erbaut wurde. Beide stammen aus dem Fuhrpark der Straßburger Verkehrsbetriebe. Das Kleinbahnmuseum Selfkantbahn aus der Nähe von Aachen hat sie vor rund 20 Jahren gekauft und nun für das Tramfest zur Verfügung gestellt. Die ausgestellten Gegenstände haben das Hanauer Museum und die Kehl Marketing zusammengetragen – Vieles wurde sogar eigens für die Veranstaltung angeschafft. Zuständig für die Konzipierung der Ausstellung ist das Büro Schwarz-Düser + Düser aus Karlsruhe, das bereits die sehr erfolgreiche Ausstellung „Zwischenzeit“ im Hanauer Museum entworfen hat.

Dieser Waggon beherbergt die Ausstellung zur Tramgeschichte. Am Mittwoch (26. April) wurde er auf dem Bahnhofsvorplatz abgestellt.zoom
Jens Düser vom Ausstellungsbüro Schwarz-Düser + Düser im Waggon, der am Donnerstag (27. April) für die Ausstellung hergerichtet wurde.zoom

27.04.2017

 

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