Bye bye, Bus 21

Ein bisschen Nostalgie und eine ganze Menge Vorfreude auf die Tram: So lässt sich die Stimmung der Passagiere bei der letzten Fahrt des Bus 21 von Kehl nach Straßburg am Freitagabend (28. April) um 22.12 Uhr am besten beschreiben. Unter den Fahrgästen, die sich das Ereignis nicht entgehen lassen wollten, war auch der Straßburger Erste Beigeordnete und Präsident der CTS, Alain Fontanel.

Ließ sich die letzte Fahrt mit dem Bus 21 nicht entgehen: Alain Fontanel (Dritter von rechts), der von einem Team des französischen Senders France 3 begleitet wurde.

Per Live-Übertragung begleitete das Team des französischen Fernsehsenders France 3 Alain Fontanel bei der letzten Fahrt der grenzüberschreitenden Buslinie, die bereits 1958 in Betrieb genommen wurde. „Ich will bei allem dabei sein“, sagte der französische Politiker, „heute Abend fahre ich mit dem letzten Bus und morgen früh um 4.30 Uhr mit der ersten Tram von Straßburg nach Kehl.“

Für Rainer Lutz war die Fahrt mit dem letzten Bus der Linie 21 ein Erlebnis.

Auch für Rainer Lutz, Lehrer aus Kehl, war es ein Erlebnis, die letzte Fahrt der historischen Buslinie zu begleiten: „Heute habe ich mir das letzte Aller-Retour-Ticket gekauft – das ist schon eine besondere Sache“, sagte er. Ein bisschen Nostalgie verspüre er, aber er freue sich vor allem auf die neue Tram zwischen Straßburg und Kehl, die den Bus 21 ab sofort ersetzt.„Wichtig ist nur, dass die Verbindung bestehen bleibt“, meinte er. Die Straßenbahnverbindung berge nicht nur Vorteile für die Menschen, die in der Grenzregion leben, sondern setze vor allem auch ein politisches Zeichen: „In Zeiten, in denen immer mehr Staaten für Trennung und Unabhängigkeit plädieren, ist es es toll, dass zwischen Deutschland und Frankreich Brücken gebaut werden.“

Nacer Hammouti und sein Sohn Malik waren ebenso bei der letzten Fahrt dabei.

Nacer Hammouti und seine beiden Söhne Malik und Yacine fanden sich eher zufällig im letzten Bus der Linie 21 wieder. „Wir fahren regelmäßig mit dem Bus nach Kehl, um im Rheinvorland zu spazieren und um günstig einzukaufen“, erzählte der Straßburger, der gebürtig aus Algerien stammt. „Und wir sind sehr zufrieden, dass die Tram jetzt kommt“, ergänzte er. Die Straßenbahnverbindung sei schneller und sie müsse die Grenzkontrolle an der Europabrücke nicht passieren.

29.04.2017

 

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