Kindertageseinrichtung Kreuzmatt als „Gesundheitsförderliche Einrichtung“ ausgezeichnet

Die mittlerweile fünfte Kindertageseinrichtung in der Raumschaft Kehl, zu der auch Willstätt und Rheinau gehören, hat vom Präventionsnetzwerk Ortenau (PNO) ein Zertifikat für die „Entwicklung einer gesundheitsförderlichen Einrichtung“ erhalten. Neben Gesundheitsförderung und Resilienz war auch der Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskindern Thema der 18-monatigen Organisationsentwicklung zur gesundheitsförderlichen Einrichtung des PNO.

Seit Februar 2016 nahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig an Fortbildungen zur Gesundheitsförderung der Kinder teil. „Es war eine Herausforderung, die wir aber bald als Chance erkannten“, erklärte die Leiterin der Kindertageseinrichtung, Gabi Schellbach, in ihrer Begrüßungsrede. Die Prozessbegleitung habe der Referent und Psychotherapeut Bernd Thormann übernommen, der das Team sehr praxisnah begleitet habe. Resilienz, die psychische und physische Stärke von Kindern, Netzwerke bilden – diese Themen seien den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kindertageseinrichtung in den Fortbildungen vermittelt worden. In der Kreuzmatt gebe es einen besonders hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund.

Das Team der Kindertageseinrichtung Kreuzmatt freut sich mit seinen Gästen über die Auszeichnung.zoom

Wie gehe ich mit traumatisierten Kindern mit Fluchterfahrung um? Und wie stehe ich selbst zu dem brisanten Thema? Auch mit diesen Fragen setzte sich das Team der Kita Kreuzmatt intensiv auseinander.
Sie seien alle sehr engagiert, lobte Ullrich Böttinger, Leiter des Präventionsnetzwerks Ortenaukreis, das Team der Kindertageseinrichtung Kreuzmatt. Das PNO sei ein bundesweit beispielhaftes und sehr wirkungsvolles Projekt zur Gesundheitsförderung und Prävention, deshalb habe der Kreistag im Dezember 2017 auch die Weiterführung des PNO über das Ende des Förderzeitraums hinaus beschlossen. Der Ortenaukreis wird das Projekt mit rund 400 000 Euro im Jahr unterstützen, hinzu kommen Gelder von Krankenkassen auf Grundlage des Präventionsgesetzes. Auch Nanine Delmas, Fachbereichsleiterin für Bildung, Soziales und Kultur, lobte alle Beteiligten und betonte, dass die vom PNO begleitete Organisationsentwicklung ein besonderer Prozess sei.
Auch in Zukunft wollen sich Gabi Schellbach und ihr Team weiterbilden. Für Juni sei eine bedarfsorientierte Weiterbildung zum Thema „Gesund großwerden im digitalen Zeitalter“ geplant, erklärte Michaela Tisch, regionale Präventionsbeauftragte des Landratsamtes für die Raumschaft Kehl. Die fünf Stunden umfassende Teamfortbildung soll mit einem Elternabend und einem anschließend stattfindenden Kindertheater abgeschlossen werden.

Hintergrund
Das Präventionsnetzwerk Ortenaukreis ist ein gemeinsames Praxisforschungsprojekt des Landratsamts Ortenaukreis und des Zentrums für Kinder- und Jugendforschung im Forschungs- und Innovationsverbund an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und erstreckt sich zunächst über einen Zeitraum von vier Jahren, bis Ende Oktober 2018. Ziel ist die Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit sowie der sozialen Teilhabe von drei- bis zehnjährigen Kindern und ihren Familien im Ortenaukreis. Insgesamt 37 Kindertageseinrichtungen und 17 Schulen aus Lahr, Achern, Offenburg, Sasbach und Kehl beteiligen sich; in Kehl sind es acht Kindertageseinrichtungen und zwei Schulen. Unterstützt werden sie durch zentrale und regionale Präventionsbeauftragte, die Prozessbegleitung übernimmt jeweils eine Referentin oder ein Referent.

24.01.2018

 

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