Standsicherheit gefährdet: Sechs Ahornbäume in der Großherzog-Friedrich-Straße müssen gefällt werden

Die sechs Ahornbäume in der Großherzog-Friedrich-Straße zwischen Haupt- und Schulstraße sollten eigentlich erhalten bleiben und die künftige Tramstrecke säumen. Als das Pflanzbeet im Zuge der Bauarbeiten geöffnet wurde, zeigte sich jedoch, dass die Bäume nur flache Wurzeln ausgebildet haben. Durch die unmittelbar benachbarte Baugrube haben sie an Halt verloren, ihre Standsicherheit ist nicht mehr gewährleistet. Die Bäume müssen deshalb Ende des Monats gefällt werden, bis Mitte März soll eine Neupflanzung erfolgen.

„Wir wollten diese Bäume unbedingt erhalten. Die Leitungen in der Trambaustelle wurden deshalb besonders behutsam in Handschachtung verlegt, um die Wurzeln nicht zu schädigen. Leider hat sich bei den Arbeiten aber gezeigt, dass wir keine andere Wahl haben, als die Bäume zu entnehmen“, bedauert Baubürgermeister Harald Krapp. Die städtischen Baumpfleger hatten erwartet, dass das Wurzelgeflecht der Bäume tief in die Erde reichen würde, lange Haltewurzeln die Bäume versorgen und ihnen Halt für einen sicheren Stand geben würden. Nachdem die Baugruben für die Verlegung der Versorgungsleitungen geöffnet waren, präsentierte sich jedoch ein ganz anderes Bild: Die Ahornbäume hatten keinerlei tiefe Wurzeln ausgebildet. Vielmehr zeigte sich, dass das bisherige Pflanzbeet so klein angelegt war, dass die Bäume mit ihren Wurzeln darin regelrecht gefangen waren. „Durch die Öffnung des Beetes im Zuge der Arbeiten wurde diesem kompakten Wurzelpaket ein wesentliches Widerlager genommen. Das war nicht zu vermeiden“, erklärt Harald Krapp.
Die Stadtverwaltung beauftragte deshalb einen Baumsachverständigen mit einem Fachgutachten. Seine Stellungnahme nach umfangreichen Prüfungen bestätigt, dass die Standsicherheit der Bäume nicht mehr gewährleistet ist. Er kommt in seinem Gutachten zu dem Ergebnis, dass eine Entnahme der Bäume sowie eine nachhaltig angelegte Neupflanzung notwendig sind. Bis Mitte März sollen nun vier schmalkronige Bäume anstelle der Ahorne gepflanzt werden. Dafür wird ein zusammenhängender Pflanzgraben von zwei Metern Breite und 38 Metern Länge angelegt. „Durch die Größe des Pflanzbeetes und den Verbund untereinander ist ein gesundes Wurzelwachstum mit guter Versorgung für die Bäume zu erwarten“, sagt Baubürgermeister Harald Krapp. Das Beet soll mit speziellen Baumsubstraten sowie integrierten Bewässerungs- und Belüftungseinrichtungen ausgestattet werden, um das Wachstum der Bäume noch zu verbessern.

07.02.2018

 

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