Eisige Temperaturen führen zum Baustopp auf städtischen Baustellen

Bis zu zweistellige Minusgrade in der Nacht und gefühlte minus zehn Grad über die Mittagszeit: Die eisigen Temperaturen haben am Dienstag (27. Februar) zur Einstellung der Arbeiten auf einigen Baustellen der Stadt geführt. Voraussichtlich bis Montag ruhen die Arbeiten im historischen Gebäude der Tulla-Realschule, das zum Kulturhaus umgebaut wird; das Gleiche gilt für die Baustelle der Guggenmos-Schule. Auf der Trambaustelle können maximal noch die Gleisbauer aktiv sein, aber eben auch nur solange sie nichts betonieren müssen. Wann die Arbeiten weitergehen können, wird hier tagesaktuell entschieden.

Auf dem Kehler Wochenmarkt waren am Dienstagmorgen von normalerweise 19 Standbetreibern nur elf vor Ort; auch die Zahl der Wochenmarktbesucher hielt sich bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes und eisigem Wind in Grenzen. Die Standbetreiber schützten ihre Stände durch Zelte und verhinderten durch Wärmeanlagen, dass es selbst Obst und Gemüse zu kalt wurde. Dennoch findet der Kehler Wochenmarkt auch am Freitag wieder statt, auf der französischen Rheinseite seien einige Märkte komplett abgesagt worden, berichtet Marktmeister Klaus Scheuer.

Weniger Marktbeschicker, deutlich weniger Besucher: Die eisige Kälte beeinträchtigt auch den Wochenmarkt. Am Freitag findet er wieder statt.zoom

„Die Vögel zwitschern und die Frühblüher wachsen. Der kurzzeitige Frost hat bisher keine Auswirkungen auf die Umwelt gehabt“, sagt Frank Wagner, Leiter des Bereichs Grünflächen beim städtischen Betriebshof. Auch die Fußballplätze seien trotz der eisigen Kälte bespielbar, versichert er. Auswirkungen auf die Bäume, Sträucher und sonstigen Pflanzen in den städtischen Grünbereichen fürchtet er nicht: Deren Wachstum sei in der kalten Jahreszeit reduziert, so dass die tiefen Temperaturen keine Schäden anrichteten. Dem Betriebshof kommen die fest gefrorenen Böden sogar zupass: Sie können jetzt nämlich mit Lastwagen und schwerem Gerät befahren werden, ohne Schaden zu nehmen. So konnten große Mengen an Schüttgütern, wie Boden und Sand als Fallschutzbelag auf die Spielplätze in Zierolshofen, im Sundheimer-Feld, in Niedereich und in der Wolfsgrube gefahren werden. Nach den Starkregen und den Überschwemmungen in den vorangegangenen Wochen waren solche Arbeiten und Überfahrten auf Vegetations- und Freiflächen nicht mehr möglich gewesen.
An den Stahlbetonstützen auf der Baustelle der Guggenmos-Schule sollten eigentlich die Klebeanker gebohrt werden – dazu jedoch muss die Außentemperatur bei mindestens fünf Grad plus liegen, erklärt der Leiter des städtischen Gebäudemanagements, Michael Heitzmann. Der Bau wurde deshalb bis Montag stillgelegt. Im Kulturhaus war zwar am Dienstag noch ein Bauarbeiter tätig, im Laufe des Tages stellte jedoch auch er seine Tätigkeit im unbeheizten und noch nicht vollständig geschlossenen Gebäude ein. Im Neubau der Kindertagesstätte Sundheim laufen die Arbeiten weiter: Das Haus kann beheizt werden, so dass dort die Verlegung der Böden weitergeht.

Auch auf der Trambaustelle ruhen wegen der Kälte die Bauarbeiten. Betoniert werden  kann gar nicht. Wann es weitergeht, wird tagesaktuell entschieden.zoom

Auch auf der Trambaustelle herrschte am Dienstag weitgehend Ruhe: Arbeiten mit Beton seien unmöglich, erläutert Ilona Jetschmanegg, bei Stadt für die Großbaustelle zuständige Tiefbauingenieurin. Lediglich der Gleisbau sei dort noch im Gange, wo nichts betoniert werden müsse. Auch Aufbrucharbeiten könnten noch weitergehen. Wie lange die Trambaustelle ruht, kann sie nicht voraussagen; das hängt immer auch davon ab, wie tief der Boden durchgefroren ist: „Es wird tageweise entschieden, wie es weitergeht.“

27.02.2018

 

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