Kehl bekommt „das beste Stadtbussystem in der ganzen Ortenau“

Nicht nur die Ortschaften werden durch das neue Stadtbussystem besser an die Kernstadt angebunden – auch die Busverbindungen innerhalb des Stadtgebietes werden sich deutlich verbessern. „Das ist ein Meilenstein für die Stadt“, erklärte Baubürgermeister Harald Krapp beim Bürgerabend am Dienstag (27. Februar) in der Stadthalle, „das beste Stadtbussystem in der ganzen Ortenau“. Wer heute nach 20 Uhr mit der Tram von Straßburg komme und nach Hause wolle, „hat ein Problem“, beschrieb Verkehrsplaner Dr. Frank Gericke die bestehende Situation. Vom 9. Dezember an, wenn das Stadtbussystem in Betrieb geht, soll sich das ändern: Dann fährt bis ein Uhr nachts entweder ein Bus oder ein Anruf-Linien-Taxi.

Unter der Woche, also von Montag bis Donnerstag, starten allabendlich ab 20 Uhr und bis ein Uhr nachts Anruf-Linien-Taxen (ALT) an der Rendezvous-Haltestelle am Rathaus und fahren auf den Busrouten durch die Stadt. Das ALT ist nicht zwangsläufig ein klassisches Taxi, sondern kann auch ein Kleinbus sein. Benutzt werden kann es mit dem normalen Busticket, also auch mit der Monatskarte, einen speziellen Fahrpreis wie beim Anruf-Sammel-Taxi, gibt es nicht mehr. Wer mit dem ALT fahren möchte, muss sich spätestens eine halbe Stunde vor Abfahrt telefonisch anmelden – wer das ALT regelmäßig mehrere Abende hintereinander nutzen möchte, kann das auch gebündelt mitteilen. Die Auslastung des ALT wird dann zeigen, ob und in welchen Abendstunden in der Kernstadt vielleicht auch ein Bus eingesetzt wird.

Nicht das Busangebot, sondern eher die Linienführung sorgte für Diskussionsstoff beim Bürgerabend zum Nahverkehrskonzept in der Kernstadt.zoom

Busse fahren in den Abendstunden – und ebenfalls bis ein Uhr in der Nacht – an Freitagen und Samstagen, den klassischen Ausgehtagen, nicht nur in der Kernstadt, sondern im Stundentakt auch in alle Ortschaften. Lediglich die letzten Verbindungen nach Zierolshofen und Hohnhurst erfolgen mit dem ALT, ein rascher Umstieg „ist gesichert“, kündigte Frank Gericke an. Genutzt wird das ALT auch, um den Kehler Hafen und das Gewerbegebiet Auenheim anzubinden und damit Verbindungslücken zu schließen.
Mit dem Halbstundentakt – der in der Innenstadt teilweise sogar zum Viertelstundentakt wird – sollen vor allem Menschen angesprochen werden, die den Bus bislang nie oder nur gelegentlich nutzen. Ein weiterer Effekt des Systems, das die Zahl der Fahrten in der Kernstadt von derzeit 205 auf 409 nahezu verdoppelt (an Sonntagen werden 82 statt bislang 24 Fahrten angeboten), soll die Reduktion der Autos im Stadtkern darstellen. Insgesamt lässt sich die Stadt das neue Bussystem rund eine Million Euro kosten – die Einnahmen sind bereits abgezogen.

Gerd Baumer (am Stehpult) erläuterte als Vertreter des Arbeitskreises Radverkehr beim Bürgerabend in der Stadthalle das Radwegekonzept (Bericht folgt).zoom

Diskussionen gab es beim Bürgerabend im Zedernsaal nicht über das Angebot, sondern nur über die Routen, welche die Busse in der Innenstadt nehmen. Baubürgermeister Harald Krapp stellte klar, dass im neuen Bussystem nur noch ein Bus pro Stunde stadtauswärts durch die Pfarrgasse fahren werde – dass die Pfarrgasse im Moment durch Bus- und Lkw-Verkehr stärker belastet sei, liege an der Großbaustelle für den Bau der Tram; das werde sich nach Abschluss der Bauarbeiten wieder ändern.
Sowohl Harald Krapp also auch Verkehrsplaner Gericke versicherten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Bürgerabend, dass das Bussystem nicht starr sei: Man werde beobachten, wie es sich entwickle und dann gegebenenfalls nachsteuern.

28.02.2018

 

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