Radkonzept für die Kernstadt: „Neukunden sind die Zielgruppe“

Nicht nur für passionierte Radfahrer, vor allem „für Neukunden“ soll das Radeln in der Kernstadt attraktiver werden: Wie durch große grüne Piktogramme, Fahrradstraßen und –streifen erreicht werden soll, dass mehr Menschen das Fahrrad nutzen, stellten Verkehrsplaner Dr. Frank Gericke und Gerd Baumer als Vertreter des Arbeitskreises Radverkehr beim Bürgerabend in der Stadthalle vor. Der Power-Point-Vortrag steht zum Herunterladen bereit.

Das große grüne Leitpiktogramm zeige, „dass der Radfahrer erwünscht ist und dass er geleitet wird“, erläuterte Frank Gericke. Es sei auch als Werbemaßnahme für den Radverkehr zu verstehen und weise auch Menschen, die heute noch nicht mit dem Rad führen, auf das Radwegenetz hin. „Das Leitpiktogramm steht über allem und sollte so rasch wie möglich realisiert werden.“
Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern im Arbeitskreis Radverkehr seien in der Kernstadt 16 Maßnahmen identifiziert worden – „günstige und sehr teure“. Eine dieser Maßnahmen ist ein gegenläufiger Radweg auf einer Straßenseite der Vogesenallee mit einem getrennten Weg für Fußgänger. Dass die Ein- und Ausfahrt für den neuen Rewe-Markt am Sundheimer Kreisel über diesen Radweg führe, stellt Baubürgermeister Harald Krapp klar: „Das ist nichts Außergewöhnliches, was wir machen, es entspricht den Vorgaben.“ Das Gelände soll entsprechend aufgefüllt und auf das gleiche Niveau angehoben; der Radweg beleuchtet werden. Die Einfahrt werde vollflächig markiert.
Ziel des Arbeitskreises ist es auch, die Friedhofstraße als Umfahrung für die Hauptstraße zur Fahrradstraße zu machen. Während die Richtlinie auch in der Fahrradstraße die Rechts-vor-Links-Regel vorgebe, werde auf Wunsch des Arbeitskreises mit der Verkehrsbehörde noch diskutiert, ob in der Friedhofstraße nicht der Fahrradfahrer Vorfahrt bekommen könne. Unabhängig davon, ob dies gelingt, sind Radfahrer in Fahrradstraßen gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer, dürfen also zum Beispiel nebeneinander fahren; Autofahrer müssen Rücksicht nehmen. Wenn die Friedhofstraße erst von vielen Radfahrern genutzt würde, fänden diese dann zwangsläufig auch Akzeptanz, ist der Verkehrsplaner überzeugt. Auf Wunsch zahlreicher Bürgerinnen und Bürger soll nun noch geklärt werden, ob in bestimmten Tempo-30-Zonen dem Radfahrer Vorfahrt eingeräumt werden kann oder ob dort weiterhin die Rechts-vor-Links-Regelung gelten wird. In der Hauptstraße Richtung Sundheim könnten Schutzstreifen für Radfahrer angelegt werden, der Platz reiche dafür aus, erläuterte Frank Gericke. In Richtung Fußgängerzone würden die Fahrradfahrer bei den Umbauarbeiten für die Tram mitbedacht.
Zum Radwegekonzept gehören auch Abstellpunkte für Fahrräder in der Stadt: 20 Orte für Abstellanlagen sind im Konzept vorgeschlagen; die Qualität ist unterschiedlich und reicht von einfachen Bügeln bis hin zu überdachten Fahrradständern und Ladestationen für E-Bikes.

Der Vortrag von Dr. Frank Gericke mit den entsprechenden Plänen steht zum Herunterladen bereit.


Arbeitskreis Radverkehr

Im Laufe des Bürgerabends brachten zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusätzliche Anregungen fürs Radwegekonzept mit ein: Bürgermeister Harald Krapp ermunterte sie, im Arbeitskreis Radverkehr mitzuarbeiten – das Radwegekonzept liege erst im Entwurf vor, sei noch nicht beschlossen und könne daher noch verändert werden. Wer sich beteiligen möchte, kann sich an die Leiterin des Bereichs Tiefbau/Grünflächen/Betriebshöfe Dr. Silke Roder wenden und sich per E-Mail an s.roder@stadt-kehl.de anmelden. Die Einladungen für die künftigen Treffen werden dann zugeschickt.

02.03.2018

 

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