Bodersweierer Krippenkinder beziehen neue Räume

Die neuen Räume für die Kleinkindgruppen der Kindertageseinrichtung Bodersweier sind fertig – am Freitag, 16. März, wird die Unterkunft von der Leiterin der Einrichtung, den Erzieherinnen, Kindern und Eltern offiziell eingeweiht. Die zwei Krippengruppen werden für die kommenden zwei Jahre provisorisch in einem umgebauten Teil der ehemaligen Werkrealschule untergebracht, weil in dem fünfgruppigen Kindergarten für die Betreuung verschiedene Räume fehlen. Danach sollen sie – gemeinsam mit den anderen drei Gruppen – den gesamten eingeschossigen Gebäudetrakt der einstigen Schule beziehen, der zur Kindertageseinrichtung umgebaut wird.

Dass diese Übergangslösung dringend notwendig gewesen ist, bestätigt der Leiter des städtischen Gebäudemanagements, Michael Heitzmann, bei der Vor-Ort-Begehung: „Vor allem der Kleinkinderbereich platzte im alten Kindergartengebäude aus allen Nähten, darum musste eine schnelle Lösung her.“ Denn eigentlich ist der Umzug des fünfgruppigen Kindergartens erst im Frühjahr 2020 vorgesehen, wenn der eingeschossige Gebäudetrakt der ehemaligen Werkrealschule zur Kindertageseinrichtung umgebaut worden ist.

Bauleiterin Irene Chayle-Döring (links) gemeinsam mit der Leiterin des Kindergartens, Martina Hug, bei der Vor-Ort-Begehung. zoom

Damit die Bauarbeiten dort ungestört verlaufen können, werden die Krippenkinder solange im Erdgeschoss des zweigeschossigen Teils des Gebäudes untergebracht. Insgesamt 100 000 Euro hat der Gemeinderat bereitgestellt, um diesen Bereich der einstigen Schulen so herzurichten, dass er als Kindertageseinrichtung genutzt werden kann. Dadurch konnten die Plätze im Kleinkindbereich schon jetzt von zehn auf 20 aufgestockt werden; alle Kinder, die sich noch auf der Warteliste befanden, bekommen damit ihren Platz.
„Ich freue mich sehr über die schönen und kindgerechten Räume, die Bauleiter haben an alles gedacht“, erklärt die Leiterin der Kindertageseinrichtung, Martina Hug, zufrieden. Die Übergangslösung entlaste die Erzieherinnen enorm – vor allem, weil die drei ehemaligen Klassenzimmer, die in einen Personalraum sowie in zwei Gruppenräume mit jeweils angrenzendem Schlafbereich umgebaut worden sind, auf sie und ihr Personal gar nicht wie ein Provisorium wirkten.

Gemeinsam begutachten Bauleiterin Irene Chayle-Döring und der Leiter des städtischen Gebäudemanagements, Michael Heitzmann, die Umbaumaßnahmen in der ehemaligen Werkrealschule. zoom

Dafür wurden Wände hochgezogen und gestrichen, der Bodenbelag erneuert, Elektroleitungen verlegt und ein WC-Container so an das Gebäude angeschlossen, dass er sich nahtlos an das Gebäude anfügt und vom Flur aus ebenerdig betreten werden kann. Rund 250 Quadratmeter steht den ein- bis dreijährigen Kindern in der neuen Bleibe zur Verfügung – zweieinhalb Mal so viel wie zuvor.
Auch der ehemalige Pausenhof wurde kleinkindgerecht umgestaltet: In einem rund 400 Quadratmeter großen Außenbereich können die Kinder künftig im Matschkasten, mit einer Vogelnestschaukel, einer Federwippe oder einer kleinen Rutsche spielen; bei schlechtem Wetter haben sie die Möglichkeit, auf den großen Flur auszuweichen. „Jetzt fehlen nur noch ein paar Bilder, etwas Dekoration und die restlichen Möbel“, erklärt die Kita-Leiterin, die bei der Vor-Ort-Begehung noch mitten im Umzug steckt. Auch im Außenbereich sind noch ein paar letzte Handgriffe zu erledigen: Bis zum Eröffnungsfest am Freitag wird dieser noch eingezäunt und ein neuer Zugang, der den Außenbereich mit den Gruppenräumen verbindet, fertiggestellt.

Der 400 Quadratmeter große Außenbereich bietet den Kleinen künftig viel Platz zum Toben und Spielen.zoom

„Die Umbauarbeiten im eingeschossigen Gebäudetrakt beginnen Ende des Jahres“, kündigt Michael Heitzmann an. Der Kindergarten sei wegen der vielen städtischen Bauprojekte auf der Prioritätenliste nach hinten gerutscht, ihn vorzuziehen sei nicht möglich gewesen, denn auch in anderen Kindertageseinrichtungen seien Um- und Neubauten dringend erforderlich gewesen. So habe das städtische Gebäudemanagement einen Neubau für die Kindertageseinrichtungen Elisabeth und Sundheim sowie einen Anbau für den Kindergarten Don Bosco errichtet. Außerdem stünden in den Kindertageseinrichtungen von Auenheim und Zierolshofen ebenfalls Umbaumaßnahmen an. Die Krippenkinder provisorisch auszulagern, sei darum die einzige Möglichkeit gewesen, das Platzproblem noch vor 2020 zu lösen.

Ein neuer Zugang, der den Außenbereich mit den Gruppenräumen verbindet, muss bis zum Eröffnungsfest noch fertiggestellt werden. zoom

Im eingeschossigen Gebäudetrakt werden die Klassenzimmer bis dahin nicht nur in fünf neue Gruppenräume, sondern auch in einen großzügigen Essbereich, einen Mehrzweckraum, in ein Büro für die Leitung sowie in einen Eltern- und einen Personalraum umgebaut. Insgesamt investiert die Stadt rund zwei Millionen Euro in den Um-und Ausbau des Gebäudes sowie in die Umgestaltung der Außenanlagen. „Das neue Konzept der Einrichtung sieht vor, dass der Essbereich auch von den künftigen Nutzern des zweigeschossigen Gebäudetraktes über den Flur erreicht und genutzt werden kann“, erklärt Michael Heitzmann. Wer das Gebäude neben der Kindertageseinrichtung Bodersweier beziehen soll, stünde derzeit allerdings noch nicht fest, erläutert der Bodersweierer Ortsvorsteher Manfred Kropp.

Hintergrund:
Die ehemalige Werkrealschule wurde zum Schuljahr 2017/2018 durch einen Beschluss des Oberschulamtes geschlossen, weil die Schülerzahlen über mehrere Jahre hinweg zu niedrig gewesen sind. Schon im September 2016 hatte der Gemeinderat darum die Stadtverwaltung mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, um die Frage zu klären, ob das Gebäude künftig von der Bodersweierer Kindertageseinrichtung genutzt werden könnte – denn dort fehlen für die Betreuung verschiedene Räume wie ein weiterer Gruppenraum, ein Essbereich, eine WC-Anlage und ein Elternzimmer. Nachdem der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, die Kindergartenleitung, das Gebäudemanagement sowie der städtische Fachbereich Bildung, Soziales und Kultur das einstige Schulgebäude als geeignet eingestuft hatten, beschloss der Gemeinderat im März 2017, den eingeschossigen Gebäudetrakt zur Kindertageseinrichtung umzubauen.

12.03.2018

 

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