Neuer Beirat für Menschen mit Beeinträchtigungen
Gremium strebt gelebte Inklusion in Kehl an

Ein inklusives Kehl – das ist das Ziel des frisch gegründeten Beirats für Menschen mit Beeinträchtigungen. Hauptaugenmerkt legt die Interessensvertretung im kommenden halben Jahr darauf, den Alltag für Menschen mit Beeinträchtigungen in den Bereichen Freizeit, Verkehr und öffentliche Einrichtungen zu verbessern. Das haben die 23 Mitglieder bei ihrer konstituierenden Sitzung am 8. Mai im Bürgersaal des Kehler Rathauses beschlossen.

„Wir möchten mit diesem wichtigen Gremium ein klares Zeichen setzen“, betonte Oberbürgermeister Toni Vetrano in seiner Begrüßungsrede. Die Interessensvertretung verschaffe Kehlerinnen und Kehlern mit Beeinträchtigungen Gehör. Durch ihre Denkanstöße und Handlungsvorschläge solle Kehl Stück für Stück inklusiver werden.

Der Beirat für Menschen mit Beeinträchtigungen (sieben Mitglieder fehlen).zoom

Das bedeutet vor allem: Barrierefreiheit in allen Bereichen. Denn es gibt viele Dinge, die Menschen mit Beeinträchtigungen den Alltag zusätzlich erschweren. Das wissen die Mitglieder des Gremiums aus eigener Erfahrung: „Ich kann an keinem Bankautomaten Geld abheben, weil sie nicht unterfahrbar sind“, „es gibt in ganz Kehl keine Hotelzimmer für Rollstuhlfahrer“, „das Kino und viele Gaststätten sind nicht barrierefrei“ oder „mit dem Zug können wir nur fahren, wenn wir es vorher beim Mobilitätsservice der Deutschen Bahn anmelden“, bemängelten sie. Doch Barrierefreiheit betrifft nicht nur den rollstuhlgerechten Zugang zu Gebäuden oder dem öffentlichen Nahverkehr. Auch Menschen mit Seh- und Höreinschränkung oder geistiger Beeinträchtigung haben im Alltag zahlreiche Hindernisse zu bewältigen. Für Viele ist es beispielsweise ein Problem, sich sicher durch den Verkehr zu bewegen oder bestimmte Informationen zu erhalten.
In den nächsten sechs Monaten werden sich die Mitglieder darum in themengebundenen Arbeitsgruppen zunächst auf die Bereiche Freizeit, Verkehr und öffentliche Einrichtungen konzentrieren und versuchen, punktuelle Verbesserungen herbeizuführen.
Darüber hinaus möchte die Interessensgemeinschaft die Kehlerinnen und Kehler durch Öffentlichkeitsarbeit auf die Hindernisse aufmerksam machen, auf die Menschen mit Beeinträchtigungen Tag für Tag stoßen.

Info:

Der Beirat für Menschen mit Beeinträchtigungen besteht aus 23 Mitgliedern. Darin vertreten sind 13 Kehlerinnen und Kehler mit verschiedenen Beeinträchtigungen, die vier Gemeinderatsmitglieder Markus Sansa (SPD), Horst Heitz (SPD), Hugo Rinkel (CDU) und Barbara Tonnelier (Frauenliste Kehl e.V.) sowie Patric Jockers (Ortsvorsteher von Kork), Bettina Herr (Schulleiterin des Oberlin-Schulverbundes) und Anita Diebold (Behindertenbeauftragte des Ortenaukreises) vom Netzwerk Inklusion. Der Beirat ist eine selbstständige Interessensvertretung aller Kehlerinnen und Kehler mit Beeinträchtigung und soll ihnen als Sprachrohr dienen. Darüber hinaus wirkt er bei allen Angelegenheiten mit, die im Zuständigkeitsbereich des Kehler Gemeinderats liegen und Menschen mit Beeinträchtigungen betreffen. Die Einrichtung des Gremiums war vom Gemeinderat beschlossen worden; koordiniert wird der Beirat vom Inklusionsbeauftragten der Stadt, Nicolas Uhl.

Das gesamte Statut des Beirats für Menschen mit Beeinträchtigungen kann hier eingesehen werden.

11.05.2018

 

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