Vielseitiger Freiwilligendienst, der die persönlichen Fähigkeiten stärkt: Stadt sucht neue FÖJler

Sich ein Jahr lang der Berufsorientierung widmen, während man Schlüsselqualifikationen erlernt, neue spannende Erfahrungen macht und dazu auch noch eine Menge ökologisches Wissen mitnimmt? Wer sich vor seiner weiteren Ausbildung an der Hochschule oder in einem Unternehmen gerne für die Umwelt engagieren möchte, für denjenigen ist das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) im Bereich Stadtplanung/Umwelt der Stadt Kehl eine gute Gelegenheit.

„Es ist kein Praktikantenjob“, weiß der 19-jährige Maximilian Irion aus eigener Erfahrung. Er absolviert gemeinsam mit Lucas Pastori, einem Teilnehmer des deutsch-französischen ökologischen Freiwilligendienstes (VEFA – volontariat écologique franco-allemand), derzeit sein FÖJ bei der Stadt. Dort unterstützen die beiden seit September 2017 das städtische Umweltteam. Die Stelle biete, wie Maximilian Irion sagt, viele Möglichkeiten, sich für die Umwelt zu engagieren.

(von links) Lucas Pastori, Teilnehmer des deutsch-französischen ökologischen Freiwilligendienstes, mit Maximilian Irion, Absolvent des Freiwilligen Ökologischen Jahres in der Stadtverwaltung.zoom

Aufgaben seien beispielsweise die Mithilfe bei Veranstaltungen zum Klima- und Umweltschutz, aber auch Natur- und Biotoppflege sowie kleinere Baumschnittarbeiten. Stolz erzählt der 19-Jährige, wie er darüber hinaus „Grüne Klassenzimmer“ selbstständig plante und vor Ort begleitete: „Das sind Unterrichtseinheiten mit Schülern in der Natur, die spielerisch ökologisches Fachwissen aber auch Grundsätze zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz vermitteln sollen.“
Als eines der Klimaschutzprojekte, betreute Maximilian Irion zudem gemeinsam mit seinem Kollegen das Repair-Café, in welchem Ehrenamtliche kaputte oder beschädigte Gebrauchsgegenstände reparieren und damit deren Lebenszyklus verlängern. „Es ist total abwechslungsreich, wir arbeiten in der Natur aber auch im Büro und können selbst entscheiden, in welche Bereiche wir stärker involviert werden möchten“, erzählt der 19-Jährige begeistert.
Die üblichen Vorurteile gegenüber von Verwaltungen, entkräftet Maximilian Irion: „Mir hat es hier sehr gut gefallen, ich habe viel gelernt und es ist überhaupt nicht trocken oder langweilig, wie es sich manche möglicherweise vorstellen.“ Besonderen Spaß habe er bei den „Azubi-Treffs“ gehabt, bei welchen er lernte, wie man ein Feuer löscht oder wie die Arbeit in einer Kläranlage aussieht.

Maximilian Irion bei der Arbeit: Beim Grünen Klassenzimmer vermittelt er Schülerinnen und Schülern spielerisch ökologisches Fachwissen.zoom

Ergänzt wird das Arbeitsprogramm bei der Stadtverwaltung durch 25 Seminartage, die vom Internationalen Bund (IB) – dem Träger des Freiwilligen Ökölogischen Jahres bei der Stadt Kehl – organisiert werden. Über die Seminare berichtet Maximilian Irion, dass er in der Gruppe viele neue Freundschaften knüpfte und man sich angeregt austauschen konnte. „Zudem hatten wir dadurch die Möglichkeit, in Baden-Württemberg verschiedene Städte gemeinsam zu entdecken und Einblicke in andere Einsatzstellen zu erhalten“, ergänzt er.
Rückblickend ist der junge Ökologieinteressierte sehr froh, sich für das FÖJ bei der Stadtverwaltung entschieden zu haben und weiß: „Eigenständiges Arbeiten und Organisieren, Einblicke in mögliche spätere Berufe sowie eine Vertiefung des ökologischen Grundwissens sind exklusive Vorteile dabei.“
Unabhängig davon, welchen Berufsweg man einschlagen möchte, erweitere das FÖJ persönliche Fähigkeiten und Kompetenzen und stelle eine wertvolle Lebenserfahrung dar.

Info:
Das FÖJ dauert grundsätzlich ein Jahr lang und beginnt in der Regel am 1.September eines jeden Jahres. Um ein FÖJ absolvieren zu können, muss man zwischen 16 und 27 Jahren alt sein. Neben Offenheit und der Bereitschaft, eigene Fähigkeiten zu erweitern, sollte ein gewisses Interesse an ökologischen Themen bestehen. Zudem sollten die Interessierten einen Führerschein besitzen, um Außeneinsätze wahrnehmen zu können. Außerdem sind Französischkenntnisse von Vorteil, um die Zusammenarbeit mit den französischen Freiwilligen zu erleichtern. Das monatliche Taschengeld beträgt 350 Euro. Weitere Informationen finden Interessierte unter https://www.kehl.de/stadt/verwaltung/umwelt/foej.php.

08.08.2018

 

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