Elevator Pitch oder: In zwei Minuten zu zündenden Ideen zur Energieeffizienz

Energieverbrauch optimieren, versteckte Energiequellen nutzen, Energie speichern oder ein Wärme-Kältemanagement einführen: Vernetzte Industrie lautet das Stichwort; welche innovativen Konzepte es auf dem Markt dazu bereits gibt, erfuhren Kehler Firmeninhaber und Geschäftsführer beim jüngsten Unternehmerforum in der Stadthalle und zwar in besonderer Weise: Anstelle von längeren Vorträgen erwartete die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein sogenannter Elevator Pitch. Exakt zwei Minuten blieben den 15 Gästen des Innovationsnetzwerks innoEFF jeweils, um ihre speziellen Ideen anzupreisen.

Hinter der englischen Vokabel Elevator Pitch steckt der Gedanke, dass man einen interessanten Geschäftspartner zufällig im Aufzug trifft und diesen nur während der kurzen gemeinsamen Fahrt von seinem Projekt überzeugen kann. Entsprechend ertönte der Gongschlag unerbittlich nach genau zwei Minuten.
Projektleiter Jörg Wohlust von best. nutzte seine Zeit, um Energiekopplungsmodelle vorzustellen, also zu erläutern, wie das Verbinden der Energiesektoren Elektrizität und Wärmeversorgung in Industrie und Gewerbe zu profitablen Synergieeffekten führen kann.
eTank steht für saisonale Energiespeicher für nachhaltiges Heizen oder Kühlen, verspricht die Verdopplung der Effektivität von Wärmepumpen; Frigoteam arbeitet mit natürlichen Kältemitteln in Klima- und Kälteanlagen. HydroFlow verspricht, ohne den Einsatz von Chemie Kalkablagerungen aus dem Wasser zu verhindern; InnoGreen bietet LED-Lichtlösungen aus einer Hand an, inklusive Umbau bei laufendem Betrieb. Livarsa glättet die Wellen, die von Stromverbrauchern im Betrieb erzeugt werden und reduziert damit den Stromverbrauch um drei bis sechs Prozent – die dafür nötigen Investitionen werden über die Einsparungen refinanziert.

Fabian Burggraf von den Klimapartnern Oberrhein erläutert den Teilnehmern am Unternehmerforum das Innovationsnetzwerk innoEFF.zoom

Das sind nur einige der insgesamt 15 Beispiele, welche die Kehler Unternehmer für die vernetzte Industrie begeistern sollten. Ziel des von der EU geförderten Projekts ist es, zum einen Geräte, zum anderen Betriebe so untereinander zu vernetzen, dass Energie eingespart werden kann. Man wolle Firmenchefs und Geschäftsführern die Möglichkeit geben, „an einem regionalen Leuchtturmprojekt mitzuwirken“, erläuterte Fabian Burggraf von den Klimapartnern Oberrhein, der das Innovationsnetzwerk innoEFF der Klimapartner betreut. In einer zweistündigen Begehung identifizierten die Effizienzexperten der Klimapartner Potentiale, wie mit wenig Aufwand und Kosten erste Einsparungen möglich seien, erklärte Fabian Burggraf. Dieser erste sogenannte KEFF-Check sei kostenlos. Im Anschluss erhielten die Firmen einen Plan, wie sie ihre Energieeffizienz steigern könnten.
Und dann tritt Fabian Burggrafs Kollege Dieter Sommerhalter – von ITG, einer von badenova und dem E-Werk-Mittelbaden gegründeten Projektgesellschaft – auf den Plan, der den Unternehmen dabei hilft, Fördermittel in Höhe von mindestens 60 Prozent der Investition zu bekommen. Die ITG fungiere als Infrastrukturdienstleister für Unternehmen in Industriegebieten und bringe das breite Technologie-Netzwerk der Klimapartner mit mehr als 40 Partnern mit, „das die Unternehmer als Bauchladen nutzen können“. Ein Antragsverfahren, versprach Dieter Sommerhalter, müssten die Unternehmen nicht durchlaufen, die Kooperation mit ITG reiche aus, um an den von der EU und den ITG-Partnern mit vier Millionen Euro gefüllten Fördermitteltopf zu kommen.

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Im digitalen Zeitalter seien unheimlich viele Daten verfügbar, konstatierte Dieter Sommerhalter, wenn man diese auswerte und intelligent verknüpfe, könne man einen Mehrwert schaffen. So könnten auch bei Unternehmen bereits vorhandene Techniken und intelligente Lösungen von der ITG aufgenommen werden, um sie in anderen Firmen ebenfalls umzusetzen. Die Energiewendeziele, so viel sei sicher, mahnte Dieter Sommerhalter, „werden nicht erreicht, wenn wir so weitermachen“.
Der Klimaschutz spiele im Stadtentwicklungsprozess, in dem sich Kehl gerade befinde, eine wichtige Rolle, betonte Oberbürgermeister Toni Vetrano, der – wie immer – gemeinsam mit Wirtschaftsförderin Fiona Härtel zum Unternehmerforum eingeladen hatte. Neben der Wirtschaft „ist auch die Ökologie eine wichtige Säule“ im Konzept. Fiona Härtel verwies auf den Umbruch, in dem sich Kehl befinde: Die Tram werde mit zwei weiteren Stationen bis zum Rathaus verlängert, die Innenstadt werde umgebaut und gewinne an Attraktivität, ein neues Stadtbussystem werde eingeführt: „Wir sind ein dynamischer Standort vor den Toren von Straßburg, der prosperierenden Europastadt.“

09.08.2018

 

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